Radiomarkt in Hamburg vor Änderungen

Generell werden UKW-Lizenzen in Deutschland einfach nur verlängert. Lässt sich ein Radioveranstalter nichts zu Schulden kommen oder gerät er nicht in wirtschaftliche Schieflage, behält er seine UKW-Lizenz. Anders in Hamburg: dort wurden bestehende Lizenzen nicht einfach so verlängert.

Die Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH) hatte im Februar diesen einen großen Teil der UKW-Frequenzen in Hamburg neu ausgeschrieben. Das war übrigens die erste Ausschreibung seit 1991. In der heutigen Sitzung wurde über folgende Neulizenzierungen entschieden:

91,7 917xfm → ab 01.04.2022 ByteFM
95,0 HAMBURG ZWEI → bleibt unverändert
97,1 ENERGY Hamburg → ab 01.08.2020 FluxFM
103,6 Radio Hamburg → bleibt unverändert
104,0 Radio Hamburg mit Cityfenster → ab 01.04.2022 ByteFM
106,8 ROCK ANTENNE Hamburg → bleibt unverändert

Beworben hatten sich folgende Programmveranstalter:
917XFM, egoFM, HAMBURG.FM, HAMSTURAD, Radio TEDDY (für 91,7 und 104,0)
ENERGY Hamburg (für 97,1)
Metropol FM, Radio Paradio (für 95,0)
[Quelle: www.ma-hsh.de]
Die Macher von ENERGY dürften über diese Entscheidung alles andere als glücklich sein. Seit Oktober 1995 ist das Programm über 97,1 MHz im Raum Hamburg zu empfangen. Von ENERGY bleibt auf jeden Fall das deutschlandweite Programm via DAB+ und vielleicht versucht man ja einen Platz im Hamburger Privatpaket auf Kanal 11C zu bekommen. In den letzten Media-Analysen pendelte der Sender 23.000 und 39.000 Hörern pro Stunde (der Martkführer Radio Hamburg lag zwischen 170.000 und 200.000 Hörern).

Luistercijfers August-September 2019

NPO Radio 2 war in diesem Zeitraum wieder der meistgehörteste Sender in den Niederlanden. Der Sender konnte seinen Vorsprung vor Radio 538 sogar noch ein wenig ausbauen und im Vergleich zum vergangenen Jahr um fast 1,5 steigern. Die nachfolgenden Plätze sind relativ dicht beieinander und für NPO 3FM ging es mal wieder ein wenig abwärts.
Hier alle Details:

01. NPO Radio 2: 12.4 % (11.9 %)
02. Radio 538: 10.6 % (11.0 %)
03. Qmusic: 10.1 % (9.7 %)
04. Radio 10: 9.7 % (9.8 %)
05. Sky Radio: 8.4 % (8.4 %)
06. NPO Radio 1: 8.1 % (8.5 %)
07. NPO Radio 5: 4.4 % (4.4 %)
08. Radio Veronica: 3.6 % (3.6 %)
09. 100% NL: 3.3 % (3.2 %)
10. NPO Radio 4: 2.5 % (2.6 %)
11. NPO 3FM: 2.5 % (2.6 %)
12. SLAM!: 1.3 % (1.4 %)
13. Classic FM: 1.1 % (1.1 %)
14. Sublime: 0.8 % (0.9 %)
15. BNR Nieuwsradio: 0.7 % (0.6 %)
[Quelle: radiofreak.nl]

Luistercijfers Juli-August 2019

Auch in diesem Zeitraum war NPO Radio 2 Marktfrührer und lag mit einem Abstand 0,9% eine ganze Ecke vor Radio 538 auf dem 2. Platz. Rado 10 konnte sich auf den 3. Platz hocharbeiten.
Hier sind alle Zahlen:
01. NPO Radio 2: 11.9 % (11.8 %)
02. Radio 538: 11.0 % (11.5 %)
03. Radio 10: 9.8 % (9.4 %)
04. Qmusic: 9.7 % (9.8 %)
05. NPO Radio 1: 8.5 % (8.0 %)
06. Sky Radio: 8.4 % (8.5 %)
07. NPO Radio 5: 4.4 % (4.1 %)
08. Radio Veronica: 3.6 % (3.3 %)
09. 100% NL: 3.2 % (3.6 %)
10. NPO 3FM: 2.6 % (2.7 %)
11. NPO Radio 4: 2.6 % (2.6 %)
12. SLAM!: 1.4 % (1.6 %)
13. Classic FM: 1.1 % (1.0 %)
14. Sublime: 0.9 % (0.9 %)
15. BNR Nieuwsradio: 0.6 % (0.7 %)
[Quelle: radiofreak.nl]

Hier zum Vergleich die Zahlen aus dem vergangenen Jahr.

Deutschlandfunk auf 103,0 aus Bielefeld?

Die UKW-Szene in Oswestfalen wird sich in Kürze bewegen. Sollte der Deutschlandfunk die leistungsstarke 103,0 MHz aus Bielefeld-Hünenberg erhalten, werden einige schwächere Frequenzen frei.
Was könnte passieren?

91,5 (Beckum) –> unbelegt oder Umzug nach Münster für Radio Q mit 100 Watt, Abschaltung der 90,9
92,2 (Lemgo) –> Sublokalfunk / Neuausschreibung
93,9 (Bad Oeynhausen) –> aufgeben da Interferenzen mit Bremen-Walle (93,8)
94,0 (Hannover/Telemax) –> überflüssig, Torfhaus reicht eigentlich aus
94,5 (Paderborn) –> Sublokalfunk / Neuausschreibung
95,4 (Damme) –> Aufgabe da Interferenzen mit diversen Sendern
95,5 (Bielefeld) –> Sublokalfunk / Neuausschreibung mit geringerer Sendeleistung da Gleichkanalstörungen
101,8 (Osnabrück) –> Aufgabe da Interferenzen mit Barsinghausen
104,4 (Schwerte) –> Sublokalfunk / Neuausschreibung
104,5 (Münster) –> Aufgabe da Interferenzen mit Markelo
106,1 (Stadthagen) –> Aufgabe, Versorgung durch Bielefeld und Torfhaus sollten reichen
106,6 (Warburg) –> Lokalfunk?
107,2 (Warendorf) –> Umkoordinierung nach Osnabrück-Widukindland oder Bad Iburg (Dörenberg) mit Richstrahlung Süden für Radio Osnabrück, Aufgabe der 93.6

BFBS 1 Bielefeld vor dem Aus?

Es ist eine Frage der Zeit bis die letzten britischen Soldaten Ostwestfalen verlassen. Und mit Ihnen verschwindet voraussichtlich auch BFBS 1 von der leistungsstarken UKW-Frequenz 103,0 MHz.
Derzeit wird BFBS 1 mit 70 kW vom Bielefelder Hünenberg verbreitet, es ist in einem Umkreis von etwa 100 km von Bielefeld ohne großen Aufwand zu empfangen (freie Frequenz vorausgesetzt).
Ziehen die Briten ab, ist die Verbreitung des Programms auf einer so leistungsstarken Frequenz eigentlich nicht mehr nötig.

Gestern sind im wöchentlichen Frequenzupdate der BNetzA neue Frequenzen in Ostwestfalen aufgetaucht. Dabei könnte es sich um Ersatzfrequenzen für BFBS 1 handeln. Es geht um folgende Frequenzen an folgenden Standorten:

88,4 Bad Oeynhausen (0,020 kW)
89,6 Bad Oeynhausen (0,1 kW)
91,2 Paderborn (2,5 kW)
91,7 Bielefeld-Friedrichsdorf (0,45 kW)
101,6 Herford (1,38 kW)

Ob es sich bei diesen Frequenzen um Ersatz für die Bielefelder 103,0 handelt, ist natürlich reine Spekulation. Fakt ist, dass BFBS 1 im Rahmen der Truppenreduzierung die 103,0 augeben wird. An wen diese sehr gute Frequenz geht ist noch unklar, ich hoffe auf den Deutschlandfunk (der im Gegenzug viele kleine Sender bis rauf nach Damme abschaltet und für andere Anbieter freigibt). Sollten weitere Fakten bekannt werden, lest Ihr sie hier.

Mit einer Verschiebung auf schwächere Frequenzen verschwindet für viele Hörer die Möglichkeit Radio jenseits des deutsche Formats zu hören. Ich persönlich habe BFBS 1 in den vergangenen Jahren aus den Augen verloren, der Sender ist (vor allem in OWL) aber dennoch meine Nummer 1 wenn mir nur UKW zur Verfügung steht.

Das Ganze erinnert übrigens an den großen Frequenztausch im Sommer 2010. Von diesen Frequenzen ist mitlllerweile keine mehr On Air.

ma 2019 IP Audio III

Die aktuellen Zahlen zur Webradio-Nutzung in Deutschland belegen laut ma 2019 IP Audio III, dass die Gesamtzahlen rückläufig sind. Daher gibt es überwiegend negative Veränderungen bei den Klicks im Vergleich zur letzten Erfassung. In meinen Augen eine normale Schwankung, mein eigener Onlineradiokonsum ist jedoch wetterunabhängig.
Bei den Top 20 gab es kaum Veränderungen im Ranking:

01.) SWR3: 9.043.054 (9.570.191)
02.) 1LIVE: 7.674.038 (7.986.2079
03.) ANTENNE BAYERN: 7.444.347 (8.425.8039
04.) WDR 2: 7.198.072 (7.438.503)
05.) NDR 2: 6.526.875 (6.852.020)
06.) BAYERN 3: 4.284.842 (4.646.633)
07.) Bayern 1: 4.265.539 (4.634.293)
08.) Deutschlandfunk: 3.872.992 (4.254.149)
09.) WDR 4: 3.533.054 (3.685.671)
10.) Rock Antenne: 3.005.968 (3.060.657)
11.) HIT RADIO FFH: 3.094.904 (4.091.204)
12.) NDR 1 Niedersachsen: 2.763.766 (2.774.871)
13.) N-JOY: 2.731.033 (2.661.097)
14.) RADIO PALOMA: 2.657.021 (2.678.096)
15.) radioeins: 2.493.061 (2.615.232)
16.) SWR 1 BW: 2.463.307 (2.620.445)
17.) hr3: 2.238.287 (2.271.431)
18.) radio ffn: 1.770.955 (1.885.154)
19.) WDR 5: 1.639.653 (1.777.189)
20.) Radio BOB!: 1.597.808 (1.542.279)

Ostseewelle HIT-RADIO Mecklenburg-Vorpommern konnte die Zugriffszahlen von 1.259.020 auf 1.679.035 ausbauen. Weitere ausgewählte Zahlen:

Bremen NEXT: 333.057 (309.745)
Nordseewelle: 195.998 (182.528)
Radio Hannover: 140.451 (155.517)
Radio 38: 97.075 (93.082)

Alle Zahlen gibt es auf der Seite des Radiovermarkters RMS.

Luistercijfers Juni-Juli 2019

NPO Radio 2 geht als Marktführer in den Sommer 2019. Im Juni-Juli 2018 überholte RADIO538 den öffentlich-rechtlichen Sender, in diesem Jahr blieb 538 auf dem 2. Platz. Hier alle Zahlen:

01. NPO Radio 2: 11.8 % (12.0 %)
02. Radio 538: 11.5 % (11.5 %)
03. Qmusic: 9.8 % (9.5 %)
04. Radio 10: 9.4 % (9.9 %)
05. Sky Radio: 8.5 % (8.3 %)
06. NPO Radio 1: 8.0 % (7.7 %)
07. NPO Radio 5: 4.1 % (4.4 %)
08. 100% NL: 3.6 % (3.4 %)
09. Radio Veronica: 3.3 % (3.5 %)
10. NPO 3FM: 2.7 % (2.7 %)
11. NPO Radio 4: 2.6 % (2.4 %)
12. SLAM!: 1.6 % (1.7 %)
13. Classic FM: 1.0 % (1.1 %)
14. Sublime: 0.9 % (0.7 %)
15. BNR Nieuwsradio: 0.7 % (0.7 %)
[Quelle: radiofreak.nl]

Luistercijfers Mai-Juni 2019

Mit ein paar Tagen Verspätung die neusten Luistercijfers aus den Niederlanden:

01. NPO Radio 2: 12.0 % (12.0 %)
02. Radio 538: 11.5 % (11.2 %)
03. Radio 10: 9.9 % (10.2 %)
04. Qmusic: 9.5 % (9.3 %)
05. Sky Radio: 8.3 % (8.5 %)
06. NPO Radio 1: 7.7 % (8.0 %)
07. NPO Radio 5: 4.4 % (4.6 %)
08. Radio Veronica: 3.5 % (3.6 %)
09. 100% NL: 3.4 % (2.9 %)
10. NPO 3FM: 2.7 % (2.6 %)
11. NPO Radio 4: 2.4 % (2.5 %)
12. SLAM!: 1.7 % (1.5 %)
13. Classic FM: 1.1 % (1.0 %)
14. BNR Nieuwsradio: 0.7 % (0.7 %)
15. Sublime: 0.7 % (0.7 %)
[Quelle: radiofreak.nl]

Verkehrsmeldungen für Mecklenburg-Vorpommern (27.07.2019)

Verkehrsmeldungen für das relativ dünnbesiedelte Mecklenburg-Vorpommern sind für den NDR offensichtlich immer noch ziemlich unwichtig. Den Eindruck erhält man zumindest, wenn man sich die Infos in den landesweiten Programmen anhört (explizit NDR2, der Sender wird ja an jeder Autobahn vorgeschlagen). Mecklenburg-Vorpommern hat sich zum Urlaubsland Nummer 1 entwickelt. Dementsprechend spricht man im Anschluss ziemlich sicher nochmal über dieses Thema. Natürlich gibt es TMC, Google Maps und andere Systeme. Die Möglichkeit sich offline am Frühstückstisch informieren zu können, ist in meinen Augen ein Muß.
Stau AutobahnWie schon 2018 und 2017 habe ich einen Tag lang die Verkehrsmeldungen von drei Radiostationen beobachtet. Ausgesucht habe ich mir das vermutlich spannendste Wochenende im Sommer 2019: Ferienbeginn in Bayern und Baden-Württemberg, gleichzeitig enden die Ferien in Berlin und Brandenburg, in NRW sind die ersten zwei Wochen vorbei. Beobachtet wurden NDR2 (mit dem Verkehrsservice für vier Bundesländer), NDR 1 MV und Ostseewelle mit Mecklenburg-Vorpommern als Sendegebiet.

10.00 Uhr
NDR2 meldet nichts für Mecklenburg-Vorpommern

NDR 1 MV meldet Tiere auf der A11 auf Brandenburger Gebiet vom Berliner Ring aus kommend

Auf der A20 gibt es laut Ostseewelle bereits jetzt pro Richtung 25 Minuten Verzögerung vor der Behelfsbrücke bei Triebsees, sowie Rückstaus auf dem Weg nach Warnemünde, Bergen und Usedom sowie bei dem Verlassen von Usedom. Alles typische Touristenstrecken.

11.00 Uhr
NDR2 meldet nichts für Mecklenburg-Vorpommern bis auf die lapidare Anmoderation dass jetzt wohl viele Leute auf dem Weg zur Küste bzw. zurück seien.

NDR 1 MV meldet einen Stau auf der A1 am Kreuz Lübeck. Macht Sinn, es gibt sicher Hörer die aus Mecklenburg-Vorpommern kommend nach Lübeck fahren.

Ostseewelle meldet auf der A20 vor Tribsees 50 Minuten Verzögerung in beide Richtungen sowie Rückstaus vor Warnemünde, Wolgast, Usedom-Stadt und Bergen auf Rügen (bis zu 30 Minuten).

12.00 Uhr
NDR2 meldet nur noch Staus ab 5km, aus Mecklenburg-Vorpommern ist abgesehen von einer Warnmeldung für die A24 (defekter Bus) nichts dabei.

NDR 1 MV
7km Stau auf der A20 vor Triebsees Richtung Westen, 5km Richtung Osten. Außerdem wird Usedom erwähnt.

Ostseewelle beginnt mit einem Feldbrand an der A20, erwähnt aber den defekten Bus auf der A24 nicht. Die Angaben für die Bundesstraßen um Rostock und im Raum Usedom decken sich in etwa mit denen von NDR 1 MV. Zusätzlich werden hier noch Verzögerungen auf der B196 vor Bergen und auf dem Weg nach Rügen gemeldet.

13.00 Uhr
NDR2 meldet nur noch Staus ab 6km, die A20 bei Triebsees wird aufgezählt.

NDR 1 MV meldet u.a. B105 Bentwisch Richtung Rövershagen 5km Stau, B109 Anklam Richtung Ziethen 4km Stau, B110 5km Stau Richtung Festland

Ostseewelle meldet ähnliche Staus mit anderen Zeiten, zusätzlich wieder Meldungen für Rügen.

14.00 Uhr
Auf NDR2 weiterhin Staus ab 6km, die A20 bei Triebsees Richtung Westen wird mit aufgezählt

NDR 1 MV meldet ebenfalls die 6km Richtung Westen sowie 4km Richtung Osten. Außerdem gibt es noch eine Meldung für die B109 und die B111.

Bei Ostseewelle gibt es für die A20 keine Kilometerangaben, dafür (wie schon fast den gesamten Tag lang) eine Umleitungsempfehlung. Außerdem wird ein weiterer Stau auf der A20 bei Straßburg (Uckermark) gemeldet, Verzögerungen auf den Bundesstraßen 96 (vor Rügen), 105, 110 sowie 196 (auf Rügen) gemeldet.

15.00 Uhr
Bei NDR2 gibt wieder nur Staus ab 6km Länge und keine Meldung aus Mecklenburg-Vorpommern

NDR 1 MV meldet für die A20 4km Stau vor Triebsees in beide Richtungen sowie B111 Pritzier Richtung Wolgast 5km Stau.

Laut Ostseewelle gibt es vor Triebsees Richtung Westen 40 Minuten und Richtung Osten 20 Minuten Verzögerung. Auf der B110 wird ein Unfall bei Neu Pastow gemeldet, eine Teilsperrung der B104 Pasewalk Richtung Polzow aufgrund eines Feldbrandes, sowie eine Verzögerung auf der B109 Anklam Richtung Murchin.

16.00 Uhr

NDR2 meldet Staus ab 5 km, keine Meldung für Mecklenburg Vorpommern.

NDR 1 MV meldet auf der A20 bei Triebsees 3km Stau Richtung Westen, Richtung Osten 4km sowie auf der B111 Pritzier Richtung Wolgast 3km Stau.

Ostseewelle meldet ebenfalls Staus in beiden Richtungen auf der A20 bei Triebsees, allerdings ist hier die Wartezeit/Verzögerung doppelt so lang als bei NDR 1 MV. Wartezeiten, Echtzeitmessung oder alle ähnlichen Formulierungen sind in meinen Augen übrigens der größte Mist den das Radio in den letzten Jahren für sich entdeckt hat. Dann lieber eine Kilometerzahl. Desweiteren Meldungen für die B109 (Sperrung in Hindenburg bei Templin aufgrund eienes Rettungseinsatzes) und die B197 (Unfall Nähe Autobahnabfahrt bei Glienke).

17.00 Uhr
NDR 2 hat Meldungen für Bundesstraßen im Programm, allerdings nicht für Mecklenburg-Vorpommern.

NDR 1 MV hat nur die B111 Pritzier Richtung Wolgast mit 4km Stau im Programm.

Ostseewelle meldet nicht unerhebliche Verzögerungen auf der A20 bei Triebsees, den Unfall auf der B197 Nähe Glienke sowie liegengebliebene Fahrzeuge in Grevesmühlen und Parchim.

18.00 Uhr
NDR2 beginnt die Verkehrsmeldungen mit einer Warnung für die B192 Höhe Büschow (stark verschmutzte Fahrbahn). Es folgen dann neben den Meldungen für die großen Autobahnen und Infos über Probleme auf Bundesstraßen in Schleswig-Holstein und Niedersachsen, kein Wort über Mecklenburg-Vorpommern.

NDR 1 MV beginnt mit Warnmeldungen für die B105 (Gegenstände auf der Fahrbahn zwischen Altheide und Ribnitz-Damgarten) und für die B192 (verschmutzte Fahrbahn, wie NDR2). Dazu noch Meldungen für die Wolgaster Landstraße in Greifswald (ungesicherte Unfallstelle) und die B109 (Pritzier Richtung Wolgast).

Ostseewelle beginnt mit der A20-Baustelle Triebsees (20 Minuten Verzögerung in beide Richtungen), es folgen Meldungen für die B111 (Trassenheide Richtung Wolgast, Rückreise von Usedom), die B192 (Büschow, Getreide auf der Fahrbahn), für Grevesmühlen und Greifswald (wie bei NDR 1 MV) sowie zusätzliche Behinderungen. Keine Warnung für die B105.

Bei dieser Untersuchung wurden nur die Meldungen zur vollen Stunde berücksichtigt. Was in der Zwischenzeit (z.B. um Halb) gelaufen ist, lässt sich im Nachhinein schwer nachvollziehen. Lediglich von Ostseewelle liegt ein Komplettmitschnitt vor, NDR 1 MV und NDR2 wurden nur zur vollen Stunde geripped.

Wieder einmal zeigt sich, dass die Meldungen bei Ostseewelle detaillierter sind als bei NDR2 und vor allem bei NDR 1 MV. Davor hat u.a. Antenne MV einen großen Respekt wie ich in einem persönlichen Gespräch erfahren durfte. Gerade als öffentlich-rechtlicher Landessender ist für NDR 1 MV eine Berücksichtigung der Bundesstraßen in den Verkehrsmeldungen meiner Meinung nach sehr wichtig. Vielleicht liegt es aber einfach auch am besseren Netzwerk der Ostseewelle, dass hier Meldungen von Bundesstraßen so viel Platz im Programm haben. Für mich bleibt der Sender jedenfalls die bessere Wahl bei Verkehrsmeldungen. Dieser Artikel wird ganz sicher nicht der letzte zu dem Thema sein.

Die Angaben bzgl. Radarkontrollen habe ich übrigens nicht verglichen. Sie sind in den Mitschnitten zu hören, wer Lust und Zeit hat, kann sich gern auslassen. Und bei der nächsten Stichprobe werde ich Antenne MV hinzunehmen.

Einschaltquoten der NRW-Lokalsender (E.M.A. NRW 2019 II)

Mit ein paar Tagen Verspätung sind hier nun auch die Einschaltquoten der Lokalsender in Nordrhein-Westfalen:

Radio Bielefeld: 52,8 %
Radio Herford: 51,1%
Radio Westfalica: “fast jeder Zweite”
Radio WAF: 48,8%
Radio Gütersloh: 47,5%
Radio Kiepenkerl: 45%
Radio Hagen: 44%
Radio RSG: 43%
Radio Hochstift: 42,2%
Radio WMW: 41,9%
Radio MK: 41%
Radio Lippe: 37,7%
Rdio Herne: 36%
Radio Bonn/Rhein-Sieg: 34,8%
Radio RST: 32,0%
ANtenne Münster: 31,2 %
Radio Bochum: 30%
Radio Sauerland: 30%
Radio Essen: 28%
Radio Oberhausen: 28%
Radio Duisburg: 24%
Radio Emscher-Lippe: 24%
Radio Vest: 24%
Radio K.W.: 24%
Radio Mühlheim: 22%
Radio Radio Ennepe Ruhr: 13%
Bei den fehlenden Stationen konnte ich weder auf der Homepage des Senders, noch auf der Seite des jeweiligen Werbevermarkters aktuelle Zahlen finden