Schlager als Herausforderung?

Ja, es war eine Herausforderung den Aprilscherz SCHLAGERANTENNE vorzubereiten. Wer mich ein wenig kennt, kennt auch meine Einstellung zur Musikrichtung Schlager. Also:
SchlagerantenneSomit dürfte auch denjenigen die mir bei Spotify folgen klar sein warum dort in den letzten Wochen angezeigt wurde dass ich Schlager höre 😉

Und allen denen das Programm echt und ernsthaft gefallen hat: es wird vmtl. als Non Stop-Angebot weiterlaufen. Vielleicht gibt es ja auch den einen oder anderen Schlagerfreund, der eine Spende für dieses Projekt übrig hat. Bei Interesse entweder direkt an post@schlagerantenne.com mailen, alternativ bitte eine kurze Nachricht an mich.

Mitschnitte? Wir haben uns dazu entschlossen keine Mitschnitte zu veröffentlichen. Lang lebe das lineare Radio.

Danke auch an die Macher von radioszene.de, dort wurde der Sendestart der SCHLAGERANTENNE entsprechend “berücksichtigt”.

Neue Herausforderung: Schlagerantenne

In den letzten Monaten habe ich mich radiotechnisch bedeckt gehalten. Und das aus gutem Grund, ich habe mich zu einem relativ radikalem Wechsel entschlossen. Die 4 ist seit über vier Jahren Bestandteil meines Alters, die grauen Haare nehmen zu und die aktuelle Electromusik reizt mich nicht mehr sonderlich. Es ist alles irgendwie schon mal da gewesen. Auf der anderen Seite sehe ich, dass der Schlager immer populärer wird. Nicht nur die teilweise sehr gut produzierten aktuellen Songs, auch alte Titel bis zurück in die 1960er. Und ich habe mich in der zurückliegenden Zeit immer mal wieder dabei erwischt, dass ich eine Melodie aus dieser Zeit auf den Lippen hatte. Gleichzeitig verschwindet diese Musikrichtung immer mehr aus dem „großen“ Radio und findet nur noch digital statt (Webradio, DAB+). Was lag da also näher ein Schlagerradio auf die Beine zu stellen?
SchlagerantenneMir ist bewusst, dass sich diese Station in die Reihe ganz vieler Sender einreiht. Das SCHLAGERPARADIES erreicht laut der letzten ma deutschlandweit rund 6.000 Hörer pro Stunde, Radio NRW erreicht „nur“ in NRW rund 145.000 Hörer pro Stunde. Zwei verschiedene Formate und Ausrichtungen, einige ehemalige WDR 4-Hörer werden sich aber „zwangsweise“ unter den 145.000 befinden. Es ist halt so einfach am alten Küchenradio zu drehen um seine Musik zu finden. Und genau in diese Lücke soll die Schlagerantenne rutschen: viele Schlager aus den 1950ern bis heute, zwischendurch Oldies und Softpop. Auch die Moderationen sind entspannt und weit weg von hektischen 80er/90er/BesteVonHeute-Formaten.

Neugierig geworden? Alle Infos gibt es unter www.schlagerantenne.com. Ich gebe mein Debut morgen zwischen 12.00 und 15.00 Uhr, bitte nicht über den Künstlernamen wundern (ist eine Idee der uns beratenden Agentur).

Einschaltquoten der NRW-Lokalsender (E.M.A. NRW 2018 I)

Neben der “grossen ma” liste ich an dieser Stelle auch gern die Einschaltquoten der NRW-Lokalsender in ihrem jeweiligen Sendegebiet auf. Im Gegensatz zur ma werden diese Zahlen nicht gesammelt veröffentlich, die Sender tun dies auf Ihren Webseiten und Social Media-Profilen.
Einschaltquoten NRW-LokalsenderHere We Go:
Radio Bielefeld: 52%
Radio Kiepenkerl: 47%
Radio WAF: 44%
Radio Hochstift: 43%
Radio Westfalica: 39%
Radio RSG: 38%
Radio Bochum: 36%
Radio Essen: 35%
Radio MK: 35%
Radio Oberhausen: 34%
Radio RST: 32%
Antenne Düsseldorf: 32%
107.7 Radio Hagen: 32%
Radio Herne: 32%
Radio Sauerland: 31%
Radio Lippe: 30%
Radio Bonn/Rhein-Sieg: 30%
Radio Emscher Lippe: 29%
Antenne Münster: 29%
Radio Euskirchen: 26%
Radio K.W.: 23%
Radio Mülheim: 22%
Radio Vest: 22%
Radio Duisburg: 22%
Radio Ennepe Ruhr: 19%
Einige Zahlen sind gerundet, Zahlen aus der letzten Erfassung gibt es hier.

Einschaltquoten der NRW-Lokalsender (E.M.A. NRW 2017 II)

Mit der Media Analyse werden auch die Einschaltquoten der Lokalsender in Nordrhein-Westfalen erfasst. In der MA werden sie unter “radio NRW” geführt. Einige der 44 Lokalsender veröffentlichen ihre Quote auf ihrer Website, ich habe alle Seiten besucht und folgende Ergebnisse gefunden:

Radio Kiepenkerl: 50,0 %
Radio Hochstift: 47,7 %
Radio Bielefeld: 47,2 %
Hellweg Radio: 46,0 %
Radio Herford: 44,5 %
Radio WAF: 44,5 %
Radio Gütersloh: 41,0 %
Radio Westfalica: 40,4 %
Radio Bochum: 36,0 %
Radio Essen: 36,0 %
Radio Oberhausen: 36,0 %
Radio Emscher-Lippe: 34,0 %
107.7 Radio Hagen: 32,0 %
Radio Sauerland: 30,0 %
Radio Rur: 29,9 %
Radio Lippe: 29,5 %
Radio Herne: 29,0 %
Antenne Münster: 29,0 %
Radio Duisburg: 28,0 %
Radio WMW: 28,0 %
Radio RST: 27,3 %
Radio Bonn/Rhein-Sieg: 27,0 %
Radio Mühlheim: 24,0 %
Radio K.W.: 22,0 %
Radio Ennepe Ruhr: 21,0 %
Radio Vest: 20,0 %

Wer mag kann diese Zahlen mit den Werten aus der E.M.A. NRW 2017 I vergleichen.

NRW: LfM vergibt UKW-Kette an METROPOL FM

Manche Dinge dauern halt etwas länger (oder positiv formuliert: gut Ding will Weile haben): vor etwa einem Jahr hat die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) eine Kette von relativ schwachen UKW-Frequenzen ausgeschrieben. Diese Kette besteht überwiegend auf Frequenzen, die das Deutschlandradio im Sommer 2010 durch den Tausch mit BFBS zurückgegeben hat. Die Entscheidung wer den Zuschlag bekommt sollte eigentlich schon Mitte 2014 fallen, wurde dann aber auf Dezember 2014 vertagt. Pünktlich Ende Januar 2015 steht nun fest wer die Kette bekommt: METROPOL FM.

Der LfM-Direktor Dr. Jürgen Brautmeier kommentierte die Entscheidung laut Webseite der LfM wie folgt:

“Die LfM ist sich der Bedeutung der Entscheidung für die Hörfunklandschaft in NRW bewusst. Die Auswahl von METROPOL FM ist eine Bereicherung im Sinne der Vielfalt und keine Entscheidung gegen den Lokalfunk. Der Hörfunk in Nordrhein-Westfalen steht unabhängig von dieser Entscheidung vor schwierigen wirtschaftlichen, technischen und strategischen Herausforderungen. Darüber sollte zügig mit allen Beteiligten und Interessierten gesprochen werden.”

Der Lokalfunk (radioNRW) hatte Ende vergangener Woche noch davor gewarnt, dass durch die Aufschaltung eines neuen Programms die Existenz der lokalen Stationen auf dem Spiel stehen würde. Gleichzeitig hatte sich radioNRW mit dem Projekt “deinfm” beworben. Ich selbst bin bis zum Schluß davon ausgegangen, dass deinfm auch den Zuschlag bekommt. So wäre der Werbekuchen weiterhin im Haus von radioNRW und dem WDR (der an radioNRW beteiligt ist) geblieben. METROPOL FM wir vor allem im Ruhrgebiet sicher Hörer finden, die klassischen Werbekunden der Lokalsender werden vmtl. nicht um neuen Sender überlaufen.

METROPOL FM wird voraussichtlich im kommenden Jahr auf diesen Frequenzen starten:

88,3 Essen (0,1 kW)
89,0 Olpe (0,5 kW)
89,3 Bochum (0,32 kW)
89,4 Hagen (0,32 kW)
89,9 Köln (0,03 kW)
90,5 Krefeld (0,1 kW)
93,7 Mühlheim (0,5 kW)
97,0 Dorsten (0,2 kW)
98,9 Lennestadt (0,1 kW)
107,2 Herdecke (0,1 kW)
107,8 Attendorn (0,2 kW)

Und dann sehen wir auch ob andere Lokalsender ihren Sendebetrieb wirklich einstellen müssen oder ob es sich eher um einen Sturm im Wasserglas gehandelt hat.

Privates Jugendradio in NRW?

Kaum kommt der Betreiber dieses Blogs aus dem kick!fm-Headquarter und schon steht hier irgendwas von Jugendradio in NRW. Zufall? Leider ja. kick!fm wird wohl nicht als Jugendradio in NRW zugelassen. Ziemlich fest steht hingegen, dass Ende dieser Woche alte Deutschlandradio-Frequenzen neu ausgeschrieben werden sollen (D-Kultur hat ja im Sommer die alte BFBS R1-Frequenz übernommen, BFBS hingegen nicht alle D-Kultur-Frequenzen). Ausgeschrieben werden wohl folgende Frequenzen:

88,3 Essen
89,3 Bochum
89,4 Hagen
89,9 Köln
90,5 Krefeld
92,6 Düsseldorf / Hilden
93,7 Mühlheim
97,0 Dorsten
107,6 Bonn

Einige dieser Frequenzen können natürlich den bestehenden Lokalradios zugeordnet werden, allerdings sind die meisten Sendegebiete schon gut ausgeleuchtet. Daher plant Radio NRW ein Porgramm, welches in Konkurrenz zum WDR-Jugendsender 1LIVE treten soll. Diese Gerüchte basieren auf Streams, die seit einigen Wochen unter dem Namen « Dein FM » auf Sendung sind. Hinter diesem Projekt steckt Radio NRW, es gibt lokale Ableger für das Rheinland (www.deinfmkoeln.de), das Ruhrgebiet (www.deinfmruhrgebiet.de ), Aachen/Euregio (www.deinfmaachen.de), das Münsterland (www.deinfmmuenster.de), Ostwestfalen (www.deinfmowl.de). Derzeit läuft auf allen Streams das gleiche Nonstop-Programm. Ob diese Aktion un ein PR-Gag gibt oder ob sich in NRW doch noch etwas tut ausserhalb von WDR und Radio NRW bleibt abzuwarten.