Tatort und Twitter

Jepp, ich gehöre auch zu denjenigen, für die das Wochenende oft mit dem “Tatort” endet. Und das schon seit Jahren. Ich schaue nicht jeden Tatort, mancher wird dafür dann jedoch von mir auf Twitter begleitet. Eigentlich bin ich ja zu alt für den Mist. Multitask und so. Und mein Netbook ist schon ein wenig in die Jahre gekommen und nicht wirklich leistungsstark genug um das Ganze in Echtzeit zu begleiten. Auf der anderen Seite macht es enormen Spass mit Gleichgesinnten Zitate zu tauschen oder auf unlogische Dinge hinzuweisen. Ist ähnlich wie Public Viewing 2.0 nur ohne Bierdusche. Und natürlich für die 15 Seconds Of Fame, die einen dann für eine Woche ins “Best Of Teletwitter” befördern:
Best Of Teletwitter (25.04.2016)Der Bayerische Rundfunk hat mal die #Tatort-Tweet-Flut analysiert und eine insteressante Seite zu diesem Thema veröffentlicht. Dort ist beispielsweise zu sehen, dass die durchschnittliche Anzahl von Tweets zwischen 2013 und jetzt stark angestiegen ist und sich auf einem hohen Niveau eingependelt hat.
Tweet-ÜbersichtLast But Not Least kann sich jeder Twitter-User selbst überprüfen wieviele Tweets er mit dem Hashtag “#Tatort” abgesetzt hat. Und wenn ich mir das hier anschaue…
Twitter-Ranking… bin ich eigentlich immer noch zu alt für den Mist…

10 Jahre Twitter

Der Kurznachrichtendient Twitter feiert in diesen Tagen seinen 10. Geburtstag. Erstmals wurden Zahlen zur Twitter-Nutzung in Deutschland veröffentlicht: rund 12 Millionen Menschen besuchen Twitter monatlich. Das berichtet u.a. spiegel.de. Wer davon angemeldet/aktiv ist oder sich einfach nur auf den Seiten umschaut geht aus den Zahlen nicht hervor. 300 Millionen Twitter-Nutzer gibt es weltweit und 500 Millionen schauen sich Tweets an ohne eingelogged zu sein.

Ich selbst habe im Januar 2009 meinen ersten Tweet abgeschickt.
My First TweetKeine Ahnung wer oder was mich seinerzeit auf diese Idee gebracht hat. Danach war auf jeden Fall eine Zeit lang Ruhe und halbwegs aktiv wurde ich erst Monate später (wobei ich mich auch heute nicht als „wirklich aktiv“ bezeichnen würde). Twitter ist – wie alle anderen Social Media-Kanäle auch – in erster Linie ein Kanal zur Selbstdarstellung. Lustige Sprüche und Fotos, Retweets von Flachwitzen oder Links zu Artikeln die länger als 140 Zeichen sind. Im Gegensatz zu Facebook nutze ich Twitter oft als Informationsquelle. Nachrichten verbreiten sich hier sehr schnell, jeder kann zum Autor werden. ABER: maximal 140 Zeichen pro Tweet. Vielleicht ist Twitter daher interessanter oder einfach nur kompakter. Und: ich kann mir meine Informationsquellen selbst zusammenstellen, in dem ich beispielsweise verschiedenen Nachrichtendiensten folge. Bei einigen Vorkommnissen aus den letzten Monaten (Anschläge in Paris, Absage des Länderspiels in Hannover) hat sich Twitter zumindest für mich als gute Nachrichtenquelle bewiesen. Natürlich sind auch dort Falschmeldungen unterwegs.

Gelegentlich wird Twitter auch zur Chatbox. Oft werden dort Fernsehsendungen verrissen oder man tauscht sich einfach nur über das gerade Gesehene aus. Ich bin beim „Tatort“ oft dabei. Auf der anderen Seite ist so ein Second Screen manchmal auch anstrengend. Oder man unterhält sich im 140 Zeichen-Format mit anderen Twitternutzern über welches Thema auch immer. Manche User schicken erst ihre Tweets ab und überlegen dann ob der Beitrag gerade sinnvoll war, erst denken dann twittern ist meiner Meinung nach jedoch der bessere Weg.

Wer mir auf Twitter folgen möchte (als echter Follower oder einfach nur still und heimlich): www.twitter.com/thomastepe

Schon wieder im Fernsehen

Da sitzt man am Sonntagabend vor dem Fernseher, schaut ein bischen “Polizeiruf 110” und schiesst ein paar Twitter-Kommentare ins Netz. Und schon ist man wieder Videotext-Star:

Teletwitter

Wer es nicht glaubt: ARD-Text Seite 778, bis zum kommenden Wochenende müsste der Tweet dort noch als “Best Of” zu sehen sein. Und wer mir beim Twittern zugucken und mir ggf. folgen möchte: http://twitter.com/thomastepe

Twittern gehört sich nicht

Laut einer neuen Knigge-Regel ist das “twittern” verboten. Das berichtet u.a. main-spitze.de. Dort heisst es:

Bloggen oder twittern ist strengstens untersagt, Fotos von dem Event auf soziale Netzwerken wie Facebook oder MySpace zu laden gilt als tabu. Die Idee von der streng “blog-freien” Party ist es, interessante Gäste und Gesprächspartner unter ein Dach bringen, die nicht Angst haben müssen, dass jede ihrer Äußerungen sofort im Internet landet, schreibt die “New York Times”.

Und nu? Ich blogge jedenfalls weiter. Aus dem Knigge habe ich mir eh nicht viel gemacht, weil er mir ziemlich angestaubt vorkommt. Und von twittern halt ich eh nix – noch nicht vielleicht…