Sturmtief Andrea

Die Wetterküche hat uns keine Ruhe gelassen und knapp 24 Stunden nach dem Abzug von “Ulli” das nächste Sturmtief zu uns geschickt: Andrea. Die divesen Wetterwarnkarten sahen entsprechend spannend aus.

Die Nacht war relativ unruhig. Immer wieder rüttelte der Wind an den Jalousien. Gegen Morgen kamen dann noch starker Regen und kurze Gewitter dazu, die Nacht war daher früh vorbei. Auf der Webseite unwetterzentrale.de können User ihre Meldungen für alle möglichen Regionen Deutschlands abgeben. Für den Raum Osnabrück ist folgendes nachzulesen:

49565 Bramsche, gemeldet am 04.01.2012 um 19:11 Uhr
der wind nimmt wieder zu, einige heftige böen sind schon dabei, andrea kommt

49577 Ankum, gemeldet am 04.01.2012 um 21:10 Uhr
21:00 Uhr teils starke Sturmböen, noch keine Einsatzkräfte der Feuerwehren im Einsatz……………

49577 Ankum, gemeldet am 05.01.2012 um 00:36 Uhr
Die Windböen werden zunehmend stärker einhergehend mit leichtem Regen, teilweise auch kurze Graupelschauer, erste Feuerwehr im Artland schon ausgerückt wegen umgestürzter Tanne

49143 Bissendorf, gemeldet am 05.01.2012 um 04:13 Uhr
Windböen gemessen bei 112 kmh. Hagelschauer vom feinsten!! Erster umgeknickter Baum an einer Landstraße gesichtet, Mülltonnen, nicht gesicherte Werbeschilder fliegen herum.
Autofahren nicht zu empfehlen!!

49626 Berge, gemeldet am 05.01.2012 um 05:21 Uhr
Hier im nördlichen Landkreis Osnabrück derzeit mehrere  Blitzentladungen, Naheinschlag, schwere Sturmböen verzeichnet, das Fenster ist weiß von Graupel. ” Andrea” legt los.

Im Umland von Osnabrück wurden Windgeschwindigikeiten von über 100 km/h gemessen.

Um kurz nach 7.00 war der Spuk hier vorbei. Zwar war es noch den ganzen Tag über windig und es gab immer wieder Schauer, Schneeverwehungen etc. gab es hier aber nicht. Auf der Seite von Nord-West-Media TV wird über umgestürzte Bäumen etc. berichtet.

Und auch jetzt ist es noch nicht ganz ruhig. Es gibt noch vereinzelte Schauer mit starken Windboen. In den nächsten Tagen soll es auch noch windig bleiben, wir erleben also gerade eher Herbst als Winter.

Sturmtief Ulli

Na das geht ja gut los. Das neue Jahr ist gerade mal drei Tage alt und Sturmtief Nummer 1 fegt über Osnabrück hinweg. Bereits heute Morgen war es ungemütlich: Dauerregen, starker Wind und Temperaturen um 6°C. Der Wind wurde im Tagesverlauf immer stärker und so richtig ekelig war es dann heute Nachittag (sehr starker Wind, starker Regen). Vorhergesagt waren für Sturmboen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 90 km/h. Beeindruckend sieht diese Kaltfront übrigens aus dem Satellitenbild aus:

Und Alle, die bisher noch nichts vom Sturm mitbekommen haben, sollten jetzt ihre Lauscher aufsperren oder bis Donnerstag warten. Dann kommt das nächste Sturmtief.

Sturmtief Carmen ist da…

… und wackelt an den Jalousien. Seit etwa 15.00 Uhr hat der Wind in Osnabrück merklich angezogen, wenig später setzte der Regen ein.

Der Sturm wird noch in der Nacht anhalten und auch morgen soll es noch windig sein. Laut Uni Osnabrück lag die Windspitze in den letzten Minuten bei knapp 60 km/h, 80 bis 90 Stundenkilometer sind angekündigt.

Sturmtief Daisy

Seit Mitte der vergangenen Woche wurde gewarnt, Radio- und Fernsehsender überboten sich mit Warnungen und Hinweisen. Es gab sogar die Empfehlung sich mit Lebensmitteln und Taschenlampen einzudecken. Die Wetterdienste haben sich ebenfalls mit Empfehlungen und Warnungen überboten. Autofahrten vermeiden, zu Hause bleiben und so weiter.

Aber dann ist eigentlich genau das passiert, was ich still und heimlich vermutet habe: Ein ganz normales Wintertief zieht über uns hinweg. Okay, in einigen Teilen Deutschlands (wie z.B. in Vorpommern) hat Frau Daisy ganz ordentlich zugeschlagen und für Schneeverwehungen und dem damit verbundenem Chaos gesorgt. In und um Osnabrück ist aber eigentlich nichts Besonderes passiert. Etwa 10 Zentimeter Schnee, starker Wind der tatsächlich für lokale Schneeverwehungen gesorgt hat, unter dem Strich aber nichts Aussergewöhnliches.

Was sagte der Korrespondent im „heute-Journal“eben gerade? „Wir haben wohl vergessen wie sich ein Winter anfühlt“ Und genauso sehe ich es auch. In den letzten etwa zehn Jahren war es im Winter zu warm. Alle haben sich beschwert und nur noch von der globalen Erwärmung gesprochen. Jetzt haben wir (endlich) mal wieder einen Winter mit Schnee und Temperaturen unter 0°C und schon lösen alle Medien die Riesenwelle aus. Von mir aus kann es ruhig noch ein paar Wochen kalt und weiss bleiben.

Sturmtief Jürgen

Die Meteorologen haben sich bei Jürgen wohl verschätzt. Starker Wind war ja angekündigt, vom einem Sturmtief war aber keine Rede. Schon gestern Morgen war der Wind in Osnabrück relativ stark.

Im Laufe des Mittags legte er merklich zu (begleitet von einem kräftigem Regengebiet).

Da sich Sturmtief Jürgen schwerpunktmässig über der Nordsee ausgetobt hat, haben wir in Südwest-Niedersachsen realtiv viel Glück gehabt. Anders sah es im nördlichen Niedersachen, Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein aus. In Bremen ging beispielsweise ein Binnenschiffer über Bord, er konnte nur noch leblos geborgen werden (siehe u.a. hier). Jetzt ist Jürgen abgezogen und es ist merklich ruhiger. Der Wind weht zwar immer noch, allerdings stehen die aktuellen Böen in keinem Vergleich zu gestern Abend. Dafür regnet es nicht mehr.

Emma-Update Nummer IV

Seit über 12 Stunden stürmt es nun über Deutschland und auch Osnabrück. Das Windmaximum dürfte heute Morgen gegen 4.45 Uhr gewesen sein. Zu diesem Zeitpunkt haben heftige Böen begleitet von Starkregen oder Graupel gegen die Jalousien getrommelt. Auch einige kurze Donnerschläge waren zu hören. Danach war wieder ruhiger draussen und erst heute Morgen gegen 7.00 Uhr zog der Wind nochmal kräftig an. Seither sind zwar noch regelmässig starke Böen dabei, es ist allerdings seit etwa zwei Stunden trocken.


(hier sieht man die nach Südosten abziehenden Regenwolken im Laufe des Vormittages)

Schäden habe ich hier direkt noch nicht beobachten können. Beim Durchmarsch von Kyrill im vergangenen Jahr sind ja reihenweise Äste und Dachpfannen auf die Strassen geweht. Sicher liegt auch jetzt Dreck auf den Strassen, die Dächer scheinen den Böen standgehalten zu haben. Stromausfall oder reihenweise Blaulicht vor der Tür gab es (glücklicherweise) auch bisher nicht. Der Wind soll nun im Laufe des Nachmittages abziehen und erst morgen früh wieder stärker werden und zur Mitte nächster Woche sieht es doch tatsächlich so aus als kehre der Winter zurück.