Neue SIM-Karte von maXXim

Wenn ich mir die Suchbegriffe anschaue…

… ist die bessere Hälfte nicht die Einzige die einen Briefumschlag mit einer neuen SIM-Karte bekommen hat.

Das Schreiben liest sich auf den ersten Blick nicht schlecht. In dem Schreiben wird aber nicht erwähnt, dass man durch die neue SIM-Karte von T-Mobile zu O² wechselt. Nachdem die bessere Hälfte im Herbst nicht auf die täglichen Anrufe der 0371/2323121 und auf „Ihre neue SIM-Karte liegt bereit“-SMS reagiert hat, greift der zur Drillisch AG gehörende Konzern nun Holzhammermethode. Wenige Tage nach dem Eintreffen der SIM-Karte wurde die alte D1-Karte abgeschaltet und die neue Karte mit der gleichen Nummer im O²-Netz aktiviert. Die neue SIM-Karte ist übrigens eingetroffen kurz nachdem meine bessere Hälfte den Wechsel zu Fyve angekündigt hat. Zufälle gibts…

Ich habe dem Anbieter bereits im Sommer letzten Jahres den Rücken gekehrt, nachdem auch ich ähnlich interessante Erfahrungen gemacht habe. Datenoption buchen und neue SIM-Karte erhalten. Diese Vorgehensweise scheint im Hause maXXim Methode zu haben. Ich bekomme übrigens noch drei Datenoptionen zurück.

maXXim: Nein Danke

Vor knapp drei Jahren habe ich meinen damaligen Handyvertrag gekündigt und bin auf Prepaid umgestiegen. Dank Festnetzflatrate und Internet ist das Handy zumindest für mich in den Hintergrund getreten. Mal ne SMS schicken, die eine oder andere „Ich komme später“ oder „Wo muss ich hin?“ und fertig. Meine Handykosten beliefen sich so auf etwa fünf Euro.

Nachdem ich nun auch im Smartphone-Zeitalter angekommen bin, musste natürlich ein entsprechender Datentarif her. Also habe ich meinen Anbieter maXXim kontaktiert. 200MB für € 7,95 bzw. 1GB für € 12,95, online buchen und freuen. So geschehen Anfang Juli 2011. Ich bekam kurz darauf eine Bestätigung und den Hinweis, dass ich eine neue SIM-Karte erhalte. Hä? Neue SIM? Ich habe dann umgehend die Buchung widerrufen und den Provider kontaktiert. Schliesslich konnte ich mit meiner SIM-Karte von 1998 alle UMTS-Dienste dieser Welt nutzen. Meine Recherche hat dann ergeben, dass maXXim D1-Kunden bei einer Änderung automatisch ins O²-Netz schiebt (ich hatte mich damals für maXXim entschieden, weil das Ganze im D1-Netz lief). Vermutlich passt die Marge im Telekom-Netz nicht mehr. Der Wechsel wäre zwar kostenlos gewesen (inkl. Rufnummernportierung) aber was soll ich mit dem E-Netz? So erklären sich auch die Werbe-SMS, die ich seit Anfang des Jahres erhalten habe. Blabla antworten Sie auf diese SMS und erhalten Sie Frei-SMS und Frei-Minuten. Meine Nummer wäre dann wohl ins O²-Netz gewandert.

Nach ein paar Tagen kam dann auch die Bestätigung von maXXim und der Hinweis, dass meine neue SIM-Karte bald eintreffen würde.Die sollte ich dann zum 15.07. in mein Handy legen. Zu diesem Zeitpunkt war meine alte Karte bereits auf dem Weg zu maXXim. Wie erwartet habe ich nichts gehört – abgesehen von einer Abbuchung – und nochmal nachgefasst. Daraufhin habe ich dann eine Kündigungsbestätigung zum 30.09.2011 erhalten und den Hinweis dass ich eine automatische Aufladung nach Unterschreitung eines bestimmten Betrages aktiviert habe. Ich habe meine Kündigung selbstverständlich per Einschreiben/Rückschein verschickt und dadurch die Bestätigung erhalten, dass meine Kündigung im Juli eingegangen ist. Vier Wochen zum Monatsende ist nach meiner Rechnung nicht Ende September. Diese Rechnung hat dann auch den Herrschaften von maXXim eingeleuchtet, mir wurde die Kündigung und Portierung zum 31.08. bestätigt. Bis hierhin zwar nicht kundenfreundlich, unterm Strich habe ich mein Recht bekommen.

Bleibt nur noch die Sache mit den Abbuchungen. Meine SIM-Karte habe ich Anfang Juli zurückgeschickt, die neue O²-Karte ebenfalls. Also habe ich keinen Umsatz machen können. Gleichzeitig wurde mir der Zugriff auf meinen Einzelverbindungsnachweis verwehrt. So konnte ich nicht nachvollziehen warum ich einmal Ende Juli und dann nochmal im August zwei Abbuchungen erhalten habe. Zunächst kamen wieder die üblichen Floskeln wie „Bitte beachten Sie, dass Sie die automatische Aufladung aktiviert haben. Das bedeutet, dass sich Ihr Guthaben automatisch bei der eingestellen Untergrenze auflädt“ und so weiter. Erst auf wiederholte Nachfrage erhielt ich dann folgende Antwort:

„Das negative Guthaben ist durch die Kündigung der Handysurf Flatrate entstanden. Wenn die Flatrate vor dem Ablauf der Mindestlaufzeit von 3 Monaten gekündigt wird, wird die Restlaufzeit komplett auf einmal berechnet.“

Klingt logisch, ich habe allerdings innerhalb von 10 Minuten meine Datenoption widerrufen. Auch hier gab es nur Ausreden a la „Die Bestellung einer Handysurf Flatrate ist kein neuer Vertrag sondern eine Nebenleistung innerhalb eines bestehenden Vertrages. Daher besteht kein Widerrufsrecht.“

Mit Kundenservice hat dieses Verhalten meiner Meinung nach nicht viel zu tun. Klar, ich bin kein Platinkunde mit meinen paar Euro, trotzdem kann man solche Aktionen eigentlich nicht mehr bringen. Das letzte Wort ist hier noch nicht gesprochen (auch wenn es hier letztendlich nur ein paar Euro geht).

Seit dem 01.09. bin ich mit Fyfe im Vodafone-Netz unterwegs. Die Minute Telefonie und die SMS sind zwar 1 Cent teurer im Vergleich zum maXXim, das ist mir aber relativ egal. Ich nutze testweise das sog. „Viel-Surfer-Paket“ (150MB für 5 Euro pro Monat). Die Mindestlaufzeit für eine solche Option liegt bei 30 Tagen, ich kann also jederzeit wieder raus aus der Nummer. Es wird also Zeit um mal ein paar Apps zu testen.