DVB-T2-Umstellung Osnabrück

Nach etwas mehr als 12 Jahren ist der Standard DVB-T überholt, die Region Osnabrück wechselt auf DVB-T2. Ich habe das Thema hier anlässlich der ersten Umstellungen auf DVB-T2 in Deutschland etwas ausführlicher beleuchtet, die wichtigsten Infos hier nochmal in Kürze:

Wann?
Die Umstellung im Raum Osnabrück ist für die Nacht vom 24. zum 25. April 2018 geplant. Neben Osnabrück werden auch noch die angrenzenden Bereiche Lingen, Münster, Minden, Bielefeld und Ostwestfalen (Sender Teutoburger Wald/Bielstein) umgestellt. Zusätzlich werden noch der Bereich Lüneburg sowie Bereiche in Thürigen und Bayern auf DVB-T2 umgestellt.

Unterschied zwischen DVB-T und DVB-T2
In erster Linie die Bildauflösung. DVB-T ist mit ca. 480×576 Pixeln unterwegs. Das Bild sieht dann ungefähr so aus:DVB-T2 verspricht HD-Auflösung mit 1920×1080 Pixeln:TestbildEin Klick auf das Bild öffnet die Originalauflösung. Der Unterschied macht sich auf dem Zweitröhrenfernseher Baujahr 2001 nicht bemerkbar. Nutzt man einen großen Flachbildschirm, sieht man die Unterschiede schon. Wer jetzt noch über DVB-T guckt, sollte bitte mal speziell auf schnelle Kameraschwenks achten. Die erinnern bei genauem Hinsehen an Legoland. leider zeigt mein Fernseher die Bildauflösung nicht an, es wirkt aber im Vergleich zu HD öffentlich-rechtlich und privat “weichgezeichnet”.

Programmvielfalt
Hier tut sich eine ganze Menge. Theoretisch. Ich habe vor ein paar Tagen meine DVB-T-Liste überprüft:
Programmauswahl DVB-TProgrammauswahl DVB-TZur Sicherheit nochmal ein Suchlauf:
Programmauswahl DVB-TBenutzt habe ich eine durchschnittliche Stummelantenne (Zubehör bei jedem DVB-T-Stick) da der Sender Osnabrück etwa 5km von mir entfernt ist. Die Auswahl ändert sich ab dem 25. April und sieht dann wie folgt aus:

Das Erste HD
arte HD
PHOENIX HD
ONE HD
tagesschau24 HD
ZDF HD
KiKA HD
3sat HD
ZDFneo HD
ZDFinfo HD
NDR NDS HD
WDR HD
MDR HD / NDR MV HD*
BR HD / NDR SH HD*
hr HD / NDR HH HD*
RTL HD**
Vox HD**
RTL2 HD**
Super RTL HD**
RTL nitro HD**
ntv HD**
Tele5 HD**
Pro7 HD**
Pro7 Maxx HD**
Sat1 HD**
Sat1 Gold HD**
kabel eins HD**
Sixx HD**
Sport 1 HD**
Eurosport 1 HD**
Welt HD **
Disney Channel HD **
nickelodeon HD **
DMAX HD**
bibel TV HD
HSE24 HD
QVC HD

Das klingt auf den ersten Blick nach einem sehr runden Angebot. Nun zu den Einschränkungen:
* = Unterbrechung durch Regionalfenster. Sendet der NDR z.B. ein Reginonalprogramm für Mecklenburg-Vorpommern, verschwindet MDR HD
** = diese Sender sind verschlüsselt. Ich habe mich jetzt bewusst nicht in die Tarife eingelesen, laut Starseite kostet das Ganze € 5,75 pro Monat.
Freenet TVBezahlen für Privat-TV? Ja, das meinen as ernst. Über DVB-S kosten die Pivatsender das Gleiche:
HD+Wer möchte: bitteschön. Vielleicht ist hier mein Ansatz auch falsch: im Ausland sind Privatsender oftmals verschlüsselt und bringen trotz Abo-Gebühr Werbung.

Was kann ich in Osnabrück empfangen?
Das lässt sich konkret zusammenfassen:
Kanal 41: Das Erste HD, arte HD, PHOENIX HD, ONE HD, tagesschau24 HD
über die Standorte
– Bramsche-Engter (50 kW)
– OS-Widukindland / Schinkel (5 KW)

Kanal 45: ZDF HD, KiKA HD, 3sat HD, ZDFneo HD, ZDFinfo HD
– Bramsche-Engter (50 kW)
– OS-Widukindland / Schinkel (5 KW)

Kanal 37: NDR NDS HD, WDR HD, MDR HD / NDR MV HD*, BR HD / NDR SH HD*, hr HD / NDR HH HD*
– Bramsche-Engter (50 kW)
– OS-Widukindland / Schinkel (5 KW)

Kanal 24: RTL HD, Vox HD, RTL2 HD, Super RTL HD, RTL nitro HD, ntv HD, Tele5 HD
– OS-Widukindland / Schinkel (5 KW)

Kanal 39: Pro7 HD, Pro7 Maxx HD, Sat1 HD, Sat1 Gold HD, kabel eins HD, Sixx HD, Sport 1 HD
– OS-Widukindland / Schinkel (5 KW)

Kanal 56: Eurosport 1 HD, Welt HD, Disney Channel HD, nickelodeon HD, DMAX HD, bibel TV HD, HSE24 HD, QVC HD
– OS-Widukindland / Schinkel (5 KW)

Für die Versorgung der Stadt Osnabrück reaktiviert man den Funkturm an der A33 im Osten der Stadt. Von dort aus sendeten zwischen 1988 und 2004 RTL und Sat.1 analog. Ein unglaubliches Highlight, Sat-TV war zu der zeit noch nicht so stark verbreitet wie heute. Trotz der geringen Sendeleistung von 200 Watt sieht man heute noch im Nordkreis Osnabrück oder am Dümmer UHF-Antennen die auf diesen Turm zeigen (leicht zu erkennen da sie vertikal ausgerichtet sind). Die DVB-T2-Ausstrahlung von diesem Turm für die Stadt macht Sinn, da für DVB-T(2) oftmals Zimmerantennen genutzt werden. Und es gibt einige Bereiche in der Nordstadt die im Funkschatten von Bramsche-Engter liegen. Wie weit die Privatkanäle ins Umland reichen bleibt abzuwarten.

Der Kanal 56 ist nur eine Zwischenlösung. Nach der Umstellung auf DVB-T2 in Süwestfalen wechseln die Programme auf Kanal 27. Schade finde ich, dass die Privatsender nur über den Stadtsender verbreitet werden, wirtschaftlich nachvollziehbar ist diese Entscheidung allerdings schon. Das Gleiche passiert übrigens in Münster: die Privatsender werden nur über den Sender in der Stadt verbreitet, der leistungsstärkere Standort Münster-Baumberge verbreitet nur die öffentlich-rechtlichen Programme.

Was muss ich tun?
Für den Empfang von DVB-T2 werden entsprechende Geräte benötigt. Neue Geräte haben diesen Standard an Bord. Seit wann er eingebaut wird, weiss ich leider nicht. Besitzt man einen älteren Fernseher oder ist der Standard trotz aktuellem Gerät nicht eingebaut, hilft eine Set-Top-Box weiter. Auf der offiziellen Seite zu DVB-T2 in Deutschland werden mögliche Hardware-Varianten aufgelistet. Und dann heisst es warten, in 10 Tagen erfolgt die Umstellung. Ich bin vor allem auf die Bildqualität gespannt, bin aber durch DVB-S schon ziemlich verwöhnt (vor allem durch die BBC).

Umstellung auf DVB-T2 HD im Raum Osnabrück

In ziemlich genau zwei Wochen ist der nächste Schwung Umstellungen auf DVB-T2 HD bereits vollzogen. Auch der Raum Osnabrück wird davon betroffen sein. Im Videotext gibt es bereits Hinweise auf die nahende Umstellung. Hier Beispiele aus dem ARD Text von heute:
Umstellung auf DVB-T2 Umstellung auf DVB-T2 Umstellung auf DVB-T2 Umstellung auf DVB-T2Auch der Raum Osnabrück wird davon betroffen sein. Ich habe hier schon ein paar grundlegende Dinge über DVB-T2 zusammengefasst, werde das Ganze aber in den nächsten Tagen nochmal für den Raum Osnabrück runterbrechen. Für diejenigen, die wider Erwarten zum ersten Mal von der Umstellung lesen und Fernsehen über Antenne schauen: es wird eine harte Umstellung wie im Dezember 2005. Nix passendes Endgerät, nix Bild. Mehr dazu in den kommenden Tagen.

Fußball-Europameisterschaft: warum jubeln die Nachbarn früher?

Früher war alles ganz einfach: da wurde der Fernseher eingeschaltet und man schaute sich das Analogsignal vom nächstgelegenen Sender an. Grundnetz- und Füllsender waren synchron, alle jubelten zur gleichen Zeit. Irgendwann kam das Kabelfernsehen aber auch hier wurde das Analogsignal einfach nur per Kabel zum Fernseher geschickt. In der Zwischenzeit gibt es viele Wege sich das Fernsehsignal auf die heimische Glotze zu zaubern. Antenne, Satellit, Kabel oder IP. Zwischen den einzelnen Empfangswegen gibt es natürlich Laufzeitunterschiede. hr3 hat gestern morgen auf seiner Facebook-Seite dazu diese Grafik veröffentlicht:
Über die einzelnen Sekunden lässt sich natürlich streiten. Ich selbst habe vor einigen Jahren beobachtet, dass meine Nachbarn immer wenige Sekunden vor dem Tor schon gejubelt haben. Zu der Zeit habe ich via Analogkabel TV geschaut. Seit fünf Jahren bin ich DVB-S-User, früher gröhlende Nachbarn sind mir seither nicht mehr aufgefallen. Falls Eure Nachbarn heute Abend früher oder später schreien, habt Ihr jetzt eine Ahnung warum.
2016-06-12_ITV

Signalzuführung

Da sitze ich gestern Abend gemütlich vor der heimischen Flimmerkiste und schaue mir das Relegationsspiel des VfL Osnabrück gegen Dynamo Dräääsdn an. Schliesslich möchte man ja mitreden können, wenn es um das Thema “Relegation” geht und das wird in meinem Umfeld sicher passieren. In der 66. Spielminute gab es dann das Eigentor der Dresdener nach einem Eckstoss. Während die Ecke ausgeführt wurde, hörte ich draussen ein paar Schreie. Nichts ungewöhnliches, hier gibts genug Spacken die einfach mal so durch die Gegend schreien. Etwa drei Sekunden später fiel dann das Eigentor und ich schrie – naja, ein bischen zumindest.

Ich habe mir das Spiel im MDR über Kabel analog angeschaut (jaja, die Schüssel ist schon laaaaange überfällig), das Bild im NDR war mir zu verpixelt (wurde vmtl. 250mal konvertiert). Die gröhlenden Nachbarn hatten wohl einen anderen Weg und waren daher einige Sekunden fürher informiert. Das gleiche Phänomen habe ich übrigens im vergangenen Jahr bei der Fussball-WM beobachtet. Früher war doch irgendwie alles besser…

Neues Spielzeug: DVB-T-Stick

Ich habe mich heute nicht ohne Grund in die Schlange in der Osnabrücker Saturn-Filiale gestellt. Neben einem längst überfälligem neuen USB-Stick habe ich mir noch einen DVB-T-Stick für meinen Laptop gegönnt. Seit etwa einem halben Jahr steht dieses Teil auf meiner To-Do-List und bei € 29,95 konnte ich einfach nicht „Nein“ sagen. Gekauft habe ich mir den Pinnacle PCTV 72e. Er wird mit einer kleinen Magnetfussantenne sowie einer Fernbedienung ausgeliefert. Die Installation ist einfach: CD-ROM rein, Registrierungscode eintippen, anschliessen und los geht’s.

Mein Testort war nicht gerade der allerbeste: Das Sofa mitten im Raum, etwa vier Meter vom Fenster entfernt. Da das Fenster Richtung Norden zeigt und der nächste DVB-T-Sender „Schleptruper Egge“ ca. 11 Kilometer nördlich liegt, kann ich dort alle Sender halbwegs flüssig empfangen. Ausgelesen werden folgende Sender:

DVB-T

Da der Standort nicht der allergünstigste war, schwankt die Signalstärke zwischen 55 % und 100 %. Videotext und EPG funktionieren einwandfrei.

DVB-T

Auf der Südseite der heimischen vier Wände kann ich einige UKW-Sender aus dem Ruhrgebiet gut bis sehr gut empfangen. Demnach müssten eigentlich auch DVB-T-Signale aus Dortmund ankommen. Ein Schelltest hinter verschlossener Tür brachte jedoch nicht einmal die Ortssender von der Schleptruper Egge herein. Ich werde den Test nochmal ausserhalb der Wohnung wiederholen, etwas enttäuscht bin ich aber trotzdem. Testen werde ich den Stick auch nochmal an den alten Richtantennen auf dem Dachboden. Dortmund ist ca. 100 Kilometer entfernt, die Sendeleistung liegt bei 50 kW. Diese Strecke sollte eigentlich machbar sein.

Fazit: Für € 29,95 ist der Stick völlig okay. Ob ich wirklich effektiv über meinen Laptop TV gucke bezweifele ich, das Teil ist aber trotzdem ein nettes Spielzeug.

West-Harz Goes DVB-T

Ab dem 9. Oktober 2007 wird die letzte analoge TV-Lücke in Niedersachsen geschlossen: Der Sender Torfhaus/Harz wechselt zum digitalen DVB-T. Derzeit werden Das Erste (Kanal 10) mit 100 kW und das NDR Fernsehen (Kanal 53) ebenfalls mit 100 kW ausgestrahlt. Das ZDF wird bereits seit April 2004 nicht mehr aus Torfhaus verbreitet, analog ist es derzeit nur vom Brocken (Sachsen-Anhalt) auf Kanal 49 (390 kW) zu empfangen. Und auch nach der Umstellung auf DVB-T werden aus Torfhaus keine ZDF-Bouquets ausgestrahlt. Hier die technischen Daten:

Kanal 46 „NDR Multiplex Niedersachsen“
beinhaltet:
– NDR NDS
– WDR Fernsehen mit “Schleswig-Holstein-Magazin”
– MDR Fernsehen mit “Nord Magazin”
– Hessen Fernsehen mit “Hamburg Journal”

Kanal 59 „ARD Multiplex Niedersachsen“
beinhaltet:
– Das Erste
– Arte
– Phoenix
– Eins Extra
[Quelle: DVB-T Nord]

Beide Kanäle werden mit der vergleichsweise kleinen Sendeleistung von 32 kW betrieben. Mit der Ausstrahlung des ARD-Bouquets auf Kanal 59 wird auch hier (wie im Raum Osnabrück/Emsland/Münstlerland) ein Gleichwellennetz betrieben.

Am gleichen Tag wechseln auch weite Teile Sachsen-Anhalts auf DVB-T (u.a. auch der Brocken). Hier die Daten aus Sachsen-Anhalt:

ARD Multiplex (Das Erste, Arte, Phoenix, Eins Festival)
Kanal 24 (Wittenberg, 50kW)
Kanal 29 (Brocken, 50 kW)

ZDF-Multiplex (ZDF, 3 sat, ZDFdoku/KiKa)
Kanal 30 (Brocken, 50kW)

MDR Multiplex (MDR mit “SACHSEN-ANHALT HEUTE”, rbb, WDR, hr)
Kanal 34 (Brocken, 50kW)
Kanal 38 (Wittenberg, 50 kW)
[Quelle: DVB-T Mitteldeutschland]

Damit werden zwei geschichtsträchtige Fernsehkanäle abgeschaltet. Einmal der Kanal 6 auf dem das damalige DDR-Fernsehen in weiten Teilen Norddeutschlands zu empfangen war und auf der anderen Seite der Kanal 10, auf dem die ARD weite Teile der DDR erreichte.

Münsterland Goes DVB-T

Am 12. Juni 2007 wird das Münsterland umgestellt auf das Digitalfernsehen DVB-T. Seit einigen Wochen sind nun auch die Kanäle auf denen die Bouquets ausgestrahlt werden bekannt:

ARD-Multiplex (Kanal 21 aus Münster-Stadt mit 5kW bzw. Nottuln-Baumberge mit 50 kW)
– ARD
– Phoenix
– Arte
– Eins Festival

WDR-Multiplex (Kanal 45 aus Münster-Stadt mit 5kW bzw. Nottuln-Baumberge mit 50 kW)
– WDR Fernsehen (mit „Lokalzeit Münster“)
– NDR Fernsehen (mit einer Unterbrechung für die „Lokalzeit Dortmund“)
– MDR Fernsehen
– Südwest Fernsehen

ZDF-Multiplex (Kanal 59 aus Münster-Stadt mit 5kW bzw. Nottuln-Baumberge mit 50 kW)
– ZDF
– 3 sat
– Kika / ZDF Dokukanal
– ZDF Digitext / MHP Datendienst

Zwei Anmerkungen zu den Paketen:
1.) Man schliesst mit dem ZDF-Bouquet an die Sender Osnabrück und Lingen an. Von diesen beiden Standorten wird ebenfalls auf Kanal 59 das ZDF-Paket ausgestrahlt. Im Gegensatz zum Analogfernsehen gibt es im DVB-T-Modus keine Gleichkanalstörungen wenn die gleichen Programme ausgestrahlt werden (vom analogen Fernsehen kennt man vielleicht noch Gittermuster die das Bild überlagern und stören).

2.) Die Füllsender Bocholt, Burgsteinfurt, Ibbenbüren und Oelde werden abgeschaltet. Gerade nördlich der Linie Mettingen – Ibbenbüren – Westerkappeln dürfte es interessant werden. Die Orte liegen von Münster aus gesehen „hinterm Berg“ und werden somit nicht oder nur unzureichend versorgt. Die Sender Lingen und Osnabrück sind zwar aus der anderen Richtung zu empfangen, dort wird auch das WDR Fernsehen ausgestrahlt, allerdings ohne das Regionalfenster für das Münsterland. Daher wäre es m.E. sinnvoll den Sender Ibbenbüren weiter in Betrieb zu lassen.

Nordost-Niedersachsen goes DVB-T

Heute morgen ist ein weiterer analoger Fleck von der niedersächsischen Fernsehlandkarte verschwunden. In Wendland und Lüneburger Heide wurde das Digitalfernsehen DVB-T aufgeschaltet.

Ähnlich wie in Osnabrück und auch weiteren Teilen in Niedersachsen werden seit den Nachtstunden nur die öffentlich-rechtlichen Programme terrestrisch verbreitet (die analogen Privatsender wurden vor über einem Jahr abgeschaltet). Die Programme verteilen sich wie folgt:

ARD NDR Multiplex
beinhaltet
– Das Erste
– Arte
– Phoenix
– Eins Extra
ARD NDR Multiplex
(Kanal 43 aus Uelzen mit 10 kW / Visselhövede mit 20 kW und Dannenberg 10 kW und Kanal 24 aus Lüneburg mit 20 Watt)

ZDF –Bouquet
beinhaltet:
– ZDF
– Kika / ZDF-Doku
– 3 sat
– MHP-Datendient
Kanal 27 aus Uelzen mit 50 kW / Visselhövede mit 20 kW und Kanal 37 aus Lüneburg mit 20 Watt

NDR NDS-Bouquet
beinhaltet:
– NDR NDS
– WDR Fernsehen mit “Schleswig-Holstein-Magazin”
– MDR Fernsehen mit “Nord Magazin”
– Hessen Fernsehen mit “Hamburg Journal”
Kanal 58 aus Uelzen mit 10 kW / Visselhövede mit 20 kW und Dannenberg mit 10 kW und Kanal 60 aus Lüneburg mit 20 Watt

[Quelle: http://www.dvb-t-nord.de/index.html]

DVB-T-Umstellung in den Niederlanden

Während Deutschland Schritt für Schritt auf das Digitalfernsehen DVB-T umgestellt wird, machen die Niederländer kurzen Prozess. In der Nacht zum 11.12.2006 wurden alle analogen Fernsehsender abgeschaltet und das neue Digitalfernsehen aufgeschaltet. Der Umschalttermin war eigentlich etwas früher geplant, trotzdem verlief die eigentliche Umstellung problemlos.

Zu empfangen sind die landesweiten Fernsehsender NED1, NED2, NED3, CNN (verschlüsselt) sowie teilweise auch regionale TV-Programme. Ausgestrahlt werden die Bouquets über folgende Stadorte:

Arnheim (Kanal 42 / 3,8 kW / inkl. TV Gelderland
Eindhoven Oost (Kanal 30 / 10 kW / inkl Omroep Brabant & TV Gelderland)
Eys (Kanal 54 / 4 kW / inkl. L1 TV)
Goes (Kanal 54 / 8 kW / inkl. Omroep Zeeland TV)
Hoogezand (Kanal 36 / 12 kW / inkl. TV Noord)
Irnsum (Kanal 32 / 10 kW / inkl. Omrop Fryslân TV)
Lelystad (Kanal 26 / 5,7 kW / inkl. Omroep Brabant & TV Gelderland)
Lopik (Kanal 30 / 60 kW / inkl Omroep Brabant & TV Gelderland)
Maastricht (Kanal 54 / 1 kW / inkl. L1 TV)
Markelo (Kanal 51 / 20 kW / inkl. TV Oost & TV Gelderland)
Nijmegen (Kanal 42 / 10 kW / inkl. TV Gelderland)
Roermond (Kanal 34 / 20 kW / inkl. L1 TV)
Smilde (Kanal 60 / 12 kW / inkl. TV Drenthe)
Wieringermeer (Kanal 39 / 10 kW / inkl. TV Noord-Holland)
Zwolle (Kanal 22 / 5 kW / inkl. TV Oost)

In Deutschland ist von diesen Paketen aber nicht viel zu empfangen, da die meisten Sender mit geringer Sendeleistung Richtung Deutschland arbeiten. In und um Osnabrück war es kein grosses Problem niederländisches Fernsehen über Antenne zu schauen. DVB-T habe ich bisher noch nicht probiert, den Aufwand kann ich mir allerdings auch gleich sparen. Im nächsten Jahr folgen Pay-Bouquets (also Programmpakete für die bezahlt werden muss sofern man sie empfangen möchte). Und diese Bouqets sehen wie folgt aus:

Fernsehen
– RTL 4
– RTL 5
– SBS 6
– RTL 7 (inkl. RTL 2)
– Net 5
– Jetix / Veronica
– Talpa / Nickelodeon
– MTV
– één (VRT)
– Ketnet / Canvas
– BBC Prime
– BBC World
– Discovery Channel
– Animal Planet
– Eurosport 1
– CNN
– TMF

Radio
– Caz
– Radio 538
– Classic FM
– Q Music
– Radio Veronica
– Radio 10 Gold
– Arrow Classic Rock
– BNR Nieuwsradio
– Slam! FM
– Sky Radio
– sowie unverschlüsselt Radio1, Radio2, 3FM, Radio 4, Radio 5 und De Concertzender.

Eine vollständige Übersicht über alle Standorte und Bouquets gibt es auf dieser Seite. Alles in allem sieht das DVB-T-Angebot in den Niederlanden um Längen besser aus als – gerade was das Thema “Radio” betrifft. Hier auf dem platten Osnabrücker Land gibt es keinen Privatsender (weder unverschlüsselt noch codiert) und sage und schreibe 0 Radiosender via DVB-T. Ironischerweise wird DVB-T in den Niederlanden keine grosse Rolle spielen, da 90% der Haushalte verkabelt sind.

DVB-T: Schleswig-Holstein wird digital

Die analogen TV-Sender in Deutschland verschwinden langsam aber sicher. In der vergangenen Nacht wurden die Sender an der Westküste in Schleswig-Holstein auf DVB-T umgestellt. Ab sofort sind herkömmliche Fernseher ohne DVB-T Set Top Box ziemlich wertlos – es sei denn man möchte dänisches Fernsehen gucken.

Ähnlich wie im Weser-Ems-Gebiet verzichten sich auch in Stormarn, Dithmarschen, Nordfriesland & Co die grossen Privatsender wie RTL, Sat.1/Pro 7 usw. auf eine Verbreitung via DVB-T. Hier eine Übersicht über die neuen DVB-T-Pakete in Schleswig-Holstein:

Kanal 26 „NDR SH Multiplex“
beinhaltet:
– NDR Fernsehen „Schleswig Holstein-Magazin
– WDR mit „Hallo Niedersachen“
– MDR mit „Nord Magazin“
– BR mit „Hamburg Journal“

Kanal 31 „ZDF Multiplex“
beinhaltet:
– ZDF
– 3sat
– KiKa/ZDF.doku
– MHPDatendienst

Kanal 60 „ARDNDR Multiplex“
beinhaltet:
– Das Erste
– arte
– Phoenix
– Eins Extra

Abgestrahlt werden die Programme von folgenden Standorten:
– Heide (Kanal 26 und Kanal 31 mit 20 kW, Kanal 60 mit 32 kW)
– Westerland (alle Kanäle mit 5 kW)
– Eiderstedt (alle Kanäle mit 1 kW)
– Helgoland (alle Kanäle mit 250 W)

Jetzt fehlt noch das östliche Niedersachen und der Norden ist TV-mässig komplett digitalisiert. Weitere Infos zum Thema DVB-T in Norddeutschland gibt es auf der DVB-T Nord-Seite. Ansonsten gibt es derzeit mit analogen Fernsehgeräten und Dach- bzw. Zimmerantenne nur noch das hier: