Imphal Barracks Osnabrück

Ich finde es nach wie vor faszinierend “einfach so” auf dem Gelände ehemaliger britischer Kasernen umherlaufen zu können. Die Winkelhausenkaserne (von den Briten als “Roberts-Barracks” bezeichnet) im Osnabrücker Hafen dient ja bereits seit einiger Zeit als Standort für Polizei und Finanzamt. Zusätzlich haben sich dort noch weitere Firmen (Logistiker etc.) angesiedelt. Und Dank ihrer verkehrsgünstigen Lage und eines Kaffee-Dienstleisters ist das Gelände vermutlich Vielen bekannt.
Robert Barracks OsnabrückEtwas weniger zugänglich ist das Kasernengelände am Limberg in der Dodesheide (Imphal/Mercer Barracks). Hier haben sich mittlerweile auch viele (vor allem kleine) Firmen angesiedelt, die die Baracken als Lager- und/oder Büroraum nutzen. Gefühlt (und im Vergleich zum Hafengelände) wurde hier jedoch relativ wenig umgebaut, das Orginalfeeling ist für mich noch da. Rund sieben Jahre nach Abzug der britischen Truppen sind die offensichtlich nicht vermieteten Gebäude teilweise ziemlich heruntergekommen. Hier ein paar Eindrücke aus der vergangen Woche:

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Zusätzlich habe ich mich im Thema “HDR” versucht:
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Public Viewing 2016

Einmal pro Turnier muss es sein, gestern war es soweit. Es wurde die eher gemütliche Variante (also sitzend) und war trotz der überschaubaren Menschenmenge ein gelungener Abend.
Public ViewingOkay, ein paar mehr Tore hätten es schon sein dürfen, das passiert dann aber vielleicht am kommenden Sonntag.

Prora Mai 2016

Im vergangenen Jahr war ich zum ersten Mal auf der Anlage des KdF-Seebad Rügen in Prora. Als ich so um 2000 die erste Dokumentation über die Anlage gesehen habe, war mich mehr als begeistert von den Dimensionen. Seither frage ich mich warum im Geschichtsunterricht nie über dieses Thema gesprochen wurde. Ich im vergangenen Jahr war ich umso mehr beeindruckt als ich die Anlage zu ersten Mal live gesehen habe. Getoppt wurde das Ganze vor wenigen Wochen als mir klar wurde, dass ich letztes Jahr nur an einem Teil entlang gelaufen bin:
ProraDiese Dimensionen sind einfach beeindruckend. Wer mit Prora überhaupt nichts anfangen kann, wird hier hier ganz sicher fündig.

Es tut sich dort eine ganze Menge. Im vergangenen Sommer konnte ich mir dort noch eine Musterwohnung anschauen, diese ist mittlerweile zu einem Hotel geworden. An vielen anderen Stellen wird gebaut.
Prora 05/2016Prora 05/2016Prora 05/2016Prora 05/2016Nördlich von diesem Komplex liegen Abschnitte bei denen der Wiederaufbau noch in einem recht frühen Stadium ist.

Prora 05/2016Prora 05/2016Prora 05/2016Prora 05/2016Einige Handwerker waren so freundlich und haben mir Zutritt zu einem Abschnitt gewährt um Fotos aufnehmen zu können:
Prora 05/2016Prora 05/2016Prora 05/2016Prora 05/2016Prora 05/2016Prora 05/2016Ganz im Norden steht die Ruine von Prora. Nach dem 2. Weltkrieg hat die russische Armee versucht diesen Gebäudeabschnitt zu sprengen, das Grundgerüst blieb Dank seiner massiven Bauweise aber stehen. Später wurde es als Kasernengelände und als militärischer Übungsort genutzt. Heute hat sich die Natur das Gebäude zurückgeholt und es trotzt dem Seeklima.
Prora 05/2016Prora 05/2016Prora 05/2016Bewegte Bilder und Dokumentationen vom “Koloss von Prora” gibt es zur Genüge, ich verlinke an dieser Stelle mal drei Clips von Drohnenflügen über die Anlage (aufgenommen von copter-drone.com):


Rügen 2015

Es war mein erster Trip nach Rügen, dafür aber sicher nicht der letzte. Was für eine fantastische Insel: viel Natur (natürlich auch der Kreidefelsen), interessante Bauwerke (Binz, Sellin, Prora) und ein bischen Ostalgie (ich habe noch nie einen nur zweistöckigen Plattenbau gesehen). Hier ein paar Eindrück und ja: das war ganz sicher nicht mein letzter Besuch auf der größten Insel Deutschlands.

StarlsundStralsundRügenbrückeSeebad BinzSeebad BinzSeebad BinzSeebad BinzRügen
ProraProraProraProraProraKreidefelsenKreidefelsen

lichtsicht – 3. Internationale Projektionsbiennale in Bad Rothenfelde

Zum dritten Mal nach 2007 und 2009 wird seit dem 01. Oktober in Bad Rothenfelde die 3. Internationale Projektionsbiennale veranstaltet. Man macht dort nichts anderes als bewegte Bilder auf die Schwarzdornwände der Gradierwerke zu projezieren. Eigentlich wollte ich mir das Spektakel in den letzten Jahren schon mal angeschaut haben, irgendwas kam aber immer dazwischen. Hier ein paar optische Eindrücke aus dem Kurpark in Bad Rothenfelde:

Lichtsicht Bad RothenfeldeLichtsicht Bad RothenfeldeLichtsicht Bad RothenfeldeLichtsicht Bad RothenfeldeLichtsicht Bad RothenfeldeLichtsicht Bad RothenfeldeLichtsicht Bad RothenfeldeLichtsicht Bad RothenfeldeLichtsicht Bad RothenfeldeLichtsicht Bad RothenfeldeLichtsicht Bad RothenfeldeLichtsicht Bad RothenfeldeLichtsicht Bad RothenfeldeLichtsicht Bad RothenfeldeLichtsicht Bad RothenfeldeLichtsicht Bad RothenfeldeLichtsicht Bad RothenfeldeLichtsicht Bad RothenfeldeLichtsicht Bad RothenfeldeLichtsicht Bad RothenfeldeLichtsicht Bad RothenfeldeLichtsicht Bad RothenfeldeLichtsicht Bad RothenfeldeLichtsicht Bad RothenfeldeLichtsicht Bad RothenfeldeLichtsicht Bad RothenfeldeLichtsicht Bad Rothenfelde

Derzeit beginnen die Projektionszeiten um 19.30 Uhr, zum Ende des Monats um 19.00 Uhr und ab Mitte November um 17.30 Uhr. Und es lohnt sich einen kleinen Ausflug zu den Salinen zu machen. Die Installationen sind beeindruckend. Weitere Infos gibts es unter www.lichtsicht-biennale.de.

Alter Güterbahnhof

Mein Hobby Fotografie kommt in den letzten Monaten definitv zu kurz. Mal hier ein Schnappschuss, mal da ein ausnahmsweise gut gelungenes Foto, das wars dann aber auch schon. Ein Objekt in Osnabrück steht schon seit einigen Jahren auf meinem Wunschzettel: der alte Güterbahnhof. Am vergangenen Sonntag haben die bessere Hälfte und ich den Weg dorthin angetreten.

Das Gelände ist sei Jahren stillgelegt, einige gastronomische Einrichtungen haben sich direkt am Eingang die grossen Grundstücks niedergelassen. Die Gebäude dienen seit Jahren als Kulisse für viele Fotosessions, ich habe schon zahlreiche Bilder von dort gesehen. Daher war ich umso neugieriger. Herausgekommen sind dabei folgende Fotos:

Alter Güterbahnhof OsnabrückAlter Güterbahnhof OsnabrückAlter Güterbahnhof OsnabrückAlter Güterbahnhof OsnabrückAlter Güterbahnhof OsnabrückAlter Güterbahnhof OsnabrückAlter Güterbahnhof OsnabrückAlter Güterbahnhof OsnabrückAlter Güterbahnhof OsnabrückAlter Güterbahnhof OsnabrückAlter Güterbahnhof OsnabrückAlter Güterbahnhof OsnabrückAlter Güterbahnhof OsnabrückAlter Güterbahnhof OsnabrückAlter Güterbahnhof OsnabrückAlter Güterbahnhof OsnabrückAlter Güterbahnhof OsnabrückAlter Güterbahnhof OsnabrückAlter Güterbahnhof OsnabrückAlter Güterbahnhof OsnabrückAlter Güterbahnhof OsnabrückAlter Güterbahnhof OsnabrückAlter Güterbahnhof OsnabrückAlter Güterbahnhof OsnabrückAlter Güterbahnhof OsnabrückAlter Güterbahnhof OsnabrückAlter Güterbahnhof Osnabrück

Das Betreten des Geländes ist natürlich verboten. Wer sagt denn, dass ich die Fotos selbst geschossen habe 😉 Auf der anderen Seite bin ich mir ziemlich sicher, dass sich ein Abstecher dorthin lohnt.

Loveparade 2010 – wer hat gepennt?

Eigentlich sollte es ein lustiger Samstag werden. Saufen und Feiern. Im Klartext: Mit Freunden nach Duisburg fahren, ein paar Bierchen trinken und irgendwann abends wieder zurück (mit leichtem Rauschen durch die wummernden Bässe auf den Ohren). Also genau das Gleiche was ich 1999 und 2002 in Berlin erlebt hatte. Aber es sollte anders kommen.

Loveparade Duisburg

Gegen 17.30 war ich am Duisburger Hauptbahnhof. Eine anscheinend gelassene Menschenmenge bewegte sich in allen Richtungen. Ich hatte mich dazu entschlossen die Eindrücke auf mich wirken zu lassen. Die Entscheidung war glaube ich sehr gut denn eine knappe halbe Stunde später erreichte mich die erste SMS in der von der Massenpanik die Rede war. Danach stand mein Handy nicht mehr still, viele erkundigten sich nach meinem Wohlbefinden (sofern sie denn durchgekommen sind, offensichtlich waren die Mobilfunknetzbetreiber nicht in der Lage Reservekapazitäten zu schaffen).

Da standen wir nun vor dem Hauptbahnhof und haben Schritt für Schritt per Handy versucht über die Ereignisse zu informieren. Wir haben mit vielen Leuten gesprochen und diskutiert, wir haben die zig Rettungswagen an der Strasse und die vielen Hubschrauber in der Luft gesehen. Von der Loveparade selbst haben wir nichts gesehen, ich wollte auch nichts davon sehen.

Loveparade Duisburg

Gegen 21.00 Uhr wollten wir dann weg. Raus aus dem Trubel, raus aus der Stadt. Also die paar hundert Meter zurück zum Bahnhof. Dort hatte die Polizei den Eingang abgesperrt. Also ab in die Unterführung neben dem Bahnhof um auf der anderen Seite rein zu kommen. In der Unterführung war genug Platz, die Stimmung war relativ entspannt. Plötzlich staute die Masse. Ich konnte zunächst nicht erklären warum, es war aber ein Eingang zum Bahnhof, der ebenfalls abgesperrt war. So standen wir lockere anderthalb Stunden in einer Menschenmenge, die langsam aggressiver und hektischer wurde. Ich war im dritten Schwung Menschen, der in das Gebäude gelassen wurde. „Nur nicht umfallen“ war mein Gedanke, während ich in den Bahnhof förmlich geschoben wurde. Mir war verdammt mulmig…

Gegen 22.30 war ich dann im Bahnhof. Überall standen Polizisten, Feuerwehrleute und Notärzte. Und überall kauerten Menschen, die zusammengebrochen und teilweise auch verletzt waren. Da durch diese bescheuerte Absperrmassnahme unsere Gruppe auseinander gerissen wurde, blieb mir nichts anderes übrig als zu warten. Und der Duisburger Hauptbahnhof ist schön – wenn man auf alte Schimanski-Filme steht und in den 70ern hängengeblieben ist. Alle Toiletten waren geschlossen (Rücksprache mit einem DB-Mitarbeiter), die Bahnsteige rappelvoll.

Loveparade Duisburg

Wir standen mit einem Teil der Gruppe an einem abgesperrten Seiteneingang. Immer wieder versuchten Leute über die Absperrung in den Bahnhof zu gelangen. Manche rutschten durch, manche wurden von der Bereitschaftspolizei zurückgeschickt. Ein Loveparade-Besucher wurde von einem Beamten ziemlich forsch angefasst und zurück geschubst. Da wir eh Langeweile hatten und auch den Rest warten mussten, haben wir den Polizisten gefragt warum er so grob reagiert. Antwort: „Ich komme aus Sachsen und bin seit über 25 Stunden auf den Beinen. Und das geht Sie gar nichts an was wir hier machen.“ Nett wie ich bin habe ich dann nach seinem Namen und seiner Dienstnummer gefragt, das hat er dann mit konsequentem Weghören und seinem Rücken quittiert. Erst als ich meine Kamera rausgeholt und ihn fotografiert habe, war er wieder gesprächsbereit. Er wollte dann nämlich meine Kamera beschlagnahmen und meinen Ausweis. Da ich rhetorisch nicht ganz auf den Mund gefallen bin und er sich immer noch weigerte mir Namen, Nummer oder Dienststelle zu nennen, habe ich ihm den Gefallen nicht erwiesen. Letztendlich kam dann ein Kollege (er gab sich selbst als Gruppenleiter aus), er hat mir die Gesetzeslage ruhig erklärt und mich gebeten ihm die Fotos zu zeigen bzw. ggf. zu löschen. Auf den Schnappschüssen war nichts zu sehen, der betreffende Kollege hat allerdings noch ne Standpauke bekommen. Ich dachte immer die Polizei sollte deeskalierend wirken.

Um 0.30 Uhr war unsere Gruppe wieder beisammen. Wir sind auf den Bahnsteig und haben dann irgendwann (1.30?) unseren Zug zurück bekommen (die Bahn hatte natürlich auch Verspätung). Wenn schon daneben dann auch bitte richtig.

Das Wochenende war gelaufen. Eine so schlechte Organisation allein nur im Umfeld (mehr habe ich nicht mitbekommen) habe ich in Berlin nicht erlebt. Wie kann man grosse Menschenmassen über einen zentralen Zugang auf ein Festivalgelände schicken? Ich rede hier nicht von 100.000 auf einem (teuren) Rockkonzert, sondern von einer kostenlosen Open Air-Veranstaltung? Wie kann man alle Menschen über einen Bahnhof an- und wieder abreisen lassen? Wer organisiert so einen Mist? Waren die Verantwortlichen nur besoffen? Ich kann nur hoffen, dass diese Tragödie lückenlos aufgeklärt wird. Menschenleben holt man dadurch natürlich nicht zurück, mein Respekt gilt allen die auf welcher Art und Weise auch immer mit den Opfern zu tun haben.

Wer auch immer letztendlich die Verantwortung zugewiesen bekommt, sollte nicht mehr ruhig schlafen dürfen. Wir leben in einem hochtechnisierten Land, in dem jeder Pfurz unter Vorratsdatenspeicherung fällt und in dem man sehr gläsern ist. Und da sind plötzlich Leute überfordert, die eine Grossveranstaltung organisieren wollen/sollen? Die Loveparade gibt es ja nicht erst seit drei Jahren und es dürfte klar sein, dass bei einer so zentralen Lage mit Millionen Besuchern gerechnet werden muss. Und dann schleusen die überbezahlten und vmtl. kommerzhungrigen Organisatoren eine so grosse Masse über wenige zentrale und zu enge Punkte? Unfassbar…

Und hier die Auflösung

Tja, es war wohl doch zu einfach. Oder die Leser dieses Blogs sind überdurchschnittlich gebildet (har har). Es war natürlich die Berliner Mauer die sich in das Bild gemogelt hat. Die Mauer gibt es glücklicherweise nicht mehr. An einigen Stellen zieht sich jedoch eine Linie aus Kopfsteinpflaster durch die Stadt. Hier kann man diese Linie noch einmal sehen (inkl. Auto eines Osnabrücker Kulturbanausen):

Berlin

Zu meiner Verteidigung muss ich jedoch sagen, dass ich nicht absichtlich dort geparkt habe. Ich wollte eigentlich nur ein paar Fotos vom Checkpoint Charlie machen…

Berlin

… und habe glücklicherweise um die Ecke in der Zimmerstrasse eine Parklücke gefunden. “Juhuuu, nicht weit laufen und scheisse, Parken kostet hier ja 50 Cent pro Viertelstunde.” Da ich als männliches Wesen mit diesen beiden Gedanken total überfordert war, habe ich nicht auf den Boden geschaut. Auf dem Weg zurück zum Auto habe ich versucht zu rekonstruieren wo die Mauer eventuell gestanden hat. Dieses Schild gibt ja schon mal einen kleinen Hinweis:

Berlin

Einige Meter hinter diesem Schild verläuft dann tatsächlich die Steinreihe im Asphalt. Man kann sie sogar bei Google Earth erkennen. Manche brauchen halt etwas länger…

Gewonnen haben also Huntress und Joos. Ähm… hab ich etwas verlost? Und wer hat den Eintrag dann so editiert dass ich nicht mehr lesen kann was ich verlost habe? Angesichts eines Skandals und Herrn Jauch im Nacken muss ich mir doch wohl ernsthafte Gedanken machen. Wenn Ihr wollt setze ich Euch auf die Gästeliste der nächsten Love Parade. Mailt mir einfach Eure Namen, das regel ich dann schon irgendwie…