Media-Analyse 2016 Radio II

Es gibt wieder neue Zahlen zur Radionutzung in Deutschland. Vor Kurzem habe ich einen Vergleich zwischen der Media-Analyse und den Wahlen in der DDR gelesen. Ganz weit hergeholt ist das Ganze nicht denn es steht schon vorher fest, dass alle Sender irgendwie gewonnen haben. Hier wieder ein paar ausgesuchte Zahlen (Werte in Klammern sind aus der Media-Analyse 2016 Radio I):

Deutschlandweit
sunshine live: 63.000 (59.000  / +6,8 %)
Klassik Radio: 229.000 (168.000 / +36,3 %)
Radio Paloma: 103.000 (97.000  / +6,2 %)
JAM FM: 81.000 (67.000 / +20,9 %)
RTL RADIO: 116.000 (129.000 / -10,1%)

Norddeutschland
NDR 2: 771.000 (759.000  / +1,6 %)

Schleswig-Holstein
R.SH: 200.000 (185.000  / +8,1 %)
delta radio: 54.000 (50.000 / +8,0 %)
Radio BOB! rockt Schleswig-Holstein (Ex Radio NORA): 55.000 (45.000 / +22,2 %)

Mecklenburg-Vorpommern
ANTENNE MV: 132.000 (120.000  / +10,0 %)
Ostseewelle HIT-RADIO MV: 153.000 (166.000 / -7,8 %)

Hamburg
alsterRadio: 49.000 (43.000  / +14,0 %)
ENERGY Hamburg: 39.000 (39.000 / +0 %)
HAMBURG ZWEI: 39.000 (26.000 / +50,0 %)
Radio Hamburg: 189.000 (191.000  / -1,0 %)

Niedersachsen
radio ffn: 376.000 (417.000 / -9,8 %)
Antenne Niedersachsen: 253.000 (314.000 / -19,4 %)
Radio 21: 98.000 (88.000  / +11,4 %)

Bremen
Bremen Eins: 120.000 (125.000 / -4,0 %)
Bremen Vier: 80.000 (98.000 / -18,4 %)
ENERGY Bremen: 54.000 (77.000 / -29,9 %)

Nordrhein-Westfalen
1LIVE: 1.072.000 (1.017.000 / +5,4 %)
WDR 2: 1.039.000 (1.035.000 / +0,4 %)
WDR 4: 689.000 (702.000 / -0,6 %)
radio NRW: 1.689.000 (1.633.000 / +3,4 %)

Berlin-Brandenburg
radioeins: (110.000 / +8,9 %)
Antenne Brandenburg: 176.000 (197.000 / -10,7 %)
Fritz: 88.000 (89.000 / -1,1 %)
Inforadio: 52.000 (48.000 / +8,3 %)
radioBERLIN 88,8: 113.000 (102.000  / +10,8 %)
94,3 rs2: 93.000 (96.000  / -3,1 %)
98,8 KISS FM: 73.000 (60.000  / +21,7 %)
100,6 FluxFM: 19.000 (25.000  / -24,0 %)
104,6 RTL: 161.000 (161.000  / +0 %)
105’5 Spreeradio: 69.000 (82.000  / -15,9 %)
BB Radio: 136.000 (145.000  / -6,2 %)
Berliner Rundfunk 91.4: 150.000 (139.000 / +7,9 %)
ENERGY Berlin: 76.000 (67.000  / +13,4 %)
JAM FM Berlin: 50.000 (46.000  / +8,7 %)
Klassik Radio Gebiet Berlin: 38.000 (28.000  / +8,7 %)
radio B2: 23.000 (26.000 / -11,5 %)
Radio Cottbus: 12.000 (12.000  / +0 %)
Radio Paradiso: 16.000 (27.000  / -33,3 %)
Radio TEDDY: 43.000 (35.000 / +22,9 %)
Star FM 87.9: 60.000 (57.000  / +5,3 %)

Weitere Zahlen zur Radionutzung in Niedersachsen (quer durch alle Alterklassen und ohne Werberelevanz):
JAM FM: 8.000 (17.000)
Klassik Radio: 78.000 (74.000)
Radio Paloma: 33.000 (27.000)
RTL Radio: 47.000 (36.000)
sunshine live: 26.000 (5.000)
Deutschlandfunk: 153.000 (153.000)
Deutschlandradio Kultur: 45.000 (44.000)
DRadio Wissen: 0 (2.000)
Funkhaus Europa: 22.000 (22.000)
NDR 1 NDS: 1.529.000 (1.431.000)
NDR 1 Welle Nord: 30.000 (31.000)
NDR 1 Radio MV: 5.000 (6.000)
NDR 90,3: 59.000 (76.000)
NDR 2: 1.465.000 (1.402.000)
NDR Kultur: 149.000 (146.000)
NDR Info: 202.000 (239.000)
N-Joy: 531.000 (540.000)
delta radio: 18.000 (20.000)
R.SH: 13.000 (14.000)
Radio BOB! rockt Schleswig-Holstein (Ex-Radio NORA): 8.000 (14.000)
HAMBURG ZWEI: 2.000 (2.000)
Radio Hamburg: 181.000 (149.000)
Antenne Niedersachsen: 788.000 (840.000)
radio ffn: 1.075.000 (1.160.000)
RADIO 21: 286.000 (273.000)
Bremen Eins: 163.000 (210.000)
Bremen Vier: 106.000 (205.000)
Nordwestradio: 14.000 (15.000)
ENERGY Bremen: 87.000 (111.000)
1LIVE: 172.000 (185.000)
WDR 2: 78.000 (99.000)
WDR 3: 18.000 (17.000)
WDR 4: 38.000 (27.000)
WDR 5: 31.000 (34.000)
radio NRW: 25.000 (22.000)
hr1: 8.000 (8.000)
hr2: 1.000 (1.000)
hr3: 27.000 (21.000)
hr4: 9.000 (7.000)
hr-INFO: 0 (0)
YOU FM: 8.000 (2.000)
HIT RADIO FFH: 22.000 (32.000)
planet radio: 13.000 (4.000)
MDR Sachsen-Anhalt: 67.000 (47.000)
MDR JUMP: 51.000 (38.000)
MDR Aktuell: 10.000 (8.000)
MDR Kultur: 17.000 (16.000)
MDR Sputnik: 12.000 (4.000)
Antenne MV: 1.000 (6.000)
Ostseewelle HIT-RADIO MV: 9.000 (10.000)
89.0 RTL: 347.000 (363.000)
radio SAW: 117.000 (97.000)
[Quelle: reichweiten.de]

BFBS 1 in Rheinberg abgeschaltet

Gemäß dem Mysnip-Radioforum wurde der BFBS-Sender in Rheinberg im Laufe der vergangenen Woche abegschaltet. Damit verbleiben in Deutschland nur noch drei Frequenzen über die 24/7 BFBS 1 verbreitet wird:

92,5 Dülmen (8,0 kW)
101,9 Wulfen (7,2 kW)
103,0 Bielefeld/Hühnenberg (70,0 kW)

BFBS 1 Coverage Germany[Quelle: fmscan.org]

Nach Celle, Hohne und Braunschweig ist Rheinberg der vierte Standort, der allein in diesem Jahr in Deutschland abgeschaltet wurde. Online ist BFBS natürlich weiterhin zu hören (vermutlich in einigen Jahren der einzige Weg den Sender noch hören zu können)

sunshine live verlässt die 102,1

Es tut sich was in der deutschen Radioszene. Ob die Entwicklungen gut oder schlecht sind, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Ende der vergangenen Woche wurde bekannt, dass sunshine live die reichweitenstarke UKW-Frequenz 102,1 MHz (Mudau, 25 kW) Ende diesen Monats verlässt. Als Nachfolgeprogramm soll unter dem Namen „Regenbogen Zwei“ ein Rock-Pop-Format für 35-54jährige ausgestrahlt werden. Veranstaltet wird das Programm von den Altgesellschaftern hinter sunshine live und Radio Regenbogen. Heisst: ab 1.7. Gitarre statt Dance im nördlichen Baden-Württemberg (wobei noch nicht ganz klar ist was aus den Frequenzen in Weinheim, Wiesloch und Heidelberg geschieht, die 104,9 in Stuttgart soll bleiben.
logo_sunshinelivesunshine live begründet diesen Schritt mit der vollständigen Konzentration auf digitale Verbreitungswege. Der Geschäftsführer des Senders Ulrich Hürter wird in einer hauseigenen Pressemitteilung wie folgt zitiert:

„Unsere Hörer setzen schon heute überwiegend auf digitale Empfangskanäle. Es ist unverzichtbar als junges, elektronisches Musikradio den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen und die Möglichkeiten und Chancen der Digitalisierung konsequent zu nutzen“.

Darüber hinaus sollen die freiwerdenden Kapazitäten (Verbreitungskosten) für eine inhaltliche Weiterentwicklung verwendet werden.

[Quelle: Screenshot sunshine-live.de]

Schon heute ist sunshine live fast bundesweit via DAB+ und fast bundesweit im Kabel zu empfangen. Eigentlich gute Voraussetzungen für das Spartenprogramm. Allerdings hat sich sunshine live in den letzten Jahren selbst immer weiter abgeschafft. Statt konsequent auf Electro und seine Strömungen zu setzen, wurde auf Charttracks gesetzt. Gleichzeitig befinden sich viele Electrotracks in den Charts und werden von allen möglichen Mainstreamstationen gespielt. Wer hätte vor fünf Jahren gedacht, dass beispielsweise Calvin Harris auf NDR2 & Co. läuft? Echte Dancestationen zeigen dass es neben den kommerziell erfolgreichen Guettas und Aviciis auch viele mindestens genauso gute Tracks gibt, allerdings von (noch) unbekannten oder wenig bekannten Produzenten.

Ich vermute, dass sunshine live in den nächsten Jahren unmoderiert im Netz verschwinden wird. Bis dahin wird die App promoted, dann wird die Kabelverbreitung eingestellt, irgendwann wird der Platz auf DAB+ an ein anderes Format vergeben und danach wird auch die DVB-S-Ausstrahlung eingestampft. Rein wirtschaftlich sicher nachvollziehbar, für Musikliebhaber ist es jedoch traurig. Vielleicht springt eine ARD-Anstalt in diese Lücke und stellt ein Electroprogramm auf die Beine. Schade nur, dass Radio in Deutschland immer noch Ländersache ist.

Ausschreibung Lokalradio Raum Wilhelmshaven/Jever

Anfang Juni hat die Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) eine weitere Region für den kommerziellen Lokalfunk ausgeschrieben. Es handelt sich hierbei um den Raum Wilhelmshaven/Jever/Wittmund. Der künftige Anbieter soll eine „möglichst flächendeckende“ Versorgung eines Gebietes mit folgenden Koordinaten gewährleisten:

08E02/53N50
07E55/53N37
07E39/53N34
07E43/53N20
07E54/53N20
08E11/53N31

Packt man diese Daten in eine Karte ergibt sich in etwa folgendes Gebiet:

Dieses Gebiet ist relativ dünn besiedelt, die Einwohner von Wilhelmshaven, Jever und der Stadt Wittmund ergeben zusammengerechnet aber auch bereits schon knapp 115.000 Einwohner. Und: bei der letzten Reichweitenanalyse Lokalfunk der NLM hat sich gezeigt, dass kleine Sender vor allem in ländlichen Gebieten erfolgreich sind und gehört werden. Die Vorzeichen stehen also gar nicht mal so schlecht. Gespannt bin ich auf die Frequenz(en), die muss sich der Anbieter wie bei allen anderen Ausschreibungen auch selbst suchen.

In Bremen ist man schon ein paar Schritte weiter. Dort wurde Anfang Mai eine Frequenz ausgeschrieben, fünf Anbieter haben sich beworben:

– Absolut Relax (Neue Welle Rundfunk-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Nürnberg)
– Bremen live (96,1 Bremen live GbR, Bremen)
– Jazz Radio (JazzRadio Rostock GmbH & Co. KG, Berlin)
– Radio B2 (MVP Lokalradio GmbH, Berlin)
– Radio Roland (Funk und Fernsehen Nordwestdeutschland GmbH & Co. KG, Hannover)

Über den Zuschlag entscheidet die Bremische Landesmedienanstalt in den kommenden Wochen. Neu koordiniert wurde in den vergangenen Wochen die Frequenz 95,6 MHz mit 200 Watt.

ma 2016 IP Audio II

Am Mittwoch wurden weitere Zahlen zur Radionutzung veröffentlicht. Bei der ma 2016 IP Audio II ging es um die Nutzung von deutschen Radiostreams, 494 Kanäle wurden dafür beobachtet (388 bei der ma IP Audio 2016 I). Eine durchschnittliche Webradio-Session dauerte im 1. Quartal 53 Minuten (50 Minuten bei der ma IP Audio 2016 I), ausgewertet wurden mehr als 243 Millionen Sessions. Zum ersten Mal wurden die Livestreams von zwei kommerziellen Lokalsendern in Niedersachsen erfasst. Hier die 20 Meistgehörtesten:

01. 1LIVE: 8.605.857 (8.597.100 / 0%)
02. SWR3: 6.963.507 (6.397.671 / + 9%)
03. ANTENNE BAYERN: 5.730.557 (5.909.705 / – 3%)
04. WDR 2: 4.404.961 (4.523.799 / -3%)
05. NDR2: 4.401.580 (4.082.656 / + 8%)
06. Deutschlandfunk: 3.369.011 (3.144.848 / + 7%)
07. BAYERN 3: 2.796.948 (2.519.884 / + 11%)
08. hr3: 2.353.893 (2.159.503 / + 9%)
09. HIT RADIO FFH: 2.175.090 (2.477.524 / – 12%)
10. N-JOY: 2.157.398 (- / -)
11. Bayern 1: 2.074.706 (1.735.822 / + 20%)
12. Sport1.fm: 1.931.943 (2.045.202 / – 6%)
13. ROCK ANTENNE: 1.917.239 (1.701.285 / + 13%)
14. SWR1 BW: 1.716.417 (1.872.304 / – 8%)
15. hr1: 1.523.640 (1.332.323 / + 14%)
16. bigFM: 1.430.029 (1.429.033 / 0%)
17. 1LIVE diGGi: 1.391.988 (1.459.194 / – 5%)
18. WDR 4: 1.356.248 (1.279.425 / + 6%)
19. NDR 1 Niedersachsen: 1.328.987 (- / -)
20. Klassik Radio: 1.139.573 (1.290.733 / -12%)

Die niedersächsischen Neuzugänge konnten sich wie folgt platzieren:
218. Radio 38: 92.899
229. Radio Hannover: 54.087

Spotify wird seit der ma IP Audio 2016 I auch mit erfasst und konnte im 1. Quartal 2016 mit 103.670.566 Streams die 100 Millionen-Grenze überschreiten (im März waren es noch 99.630.905 Sessions, das ergibt ein Plus von 4%). Quelle: radioszene.de

Reichweiten Lokalsender in Niedersachsen 2016

Die kompletten Zahlen werden zwar erst in etwa zwei Wochen veröffentlicht aber das was die Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) in der vergangenen Woche vorab zur Reichweite der Lokalsender veröffentlicht hat ist bereits sehr interessant.

Aber der Reihe nach: alle fünf Jahre veröffentlicht die NLM eine Reichweitenstudie zu den Lokalsendern in Niedersachsen. 1999, 2006 und 2011 wurden Zahlen über die Akzeptanz der Offenen Kanäle und Nichtkommerziellen Lokalsender (NKLs) publiziert. Seit 2013 sind kommerzielle Lokalsender auf Sendung und diese wurden bei der aktuellen Untersuchung zum ersten Mal berücksichtigt. Und gerade diese Zahlen sind interessant: mit ziemlich viel Aggressivität war/ist beispielsweise Radio Osnabrück unterwegs. Schrieb man im Netz etwas Negatives, meldete sich ziemlich zeitnah jemand und drohte mit rechtlichen Schritten. Einigen Radioforenuser wurde beispielsweise untersagt zu behaupten, dass Radio Osnabrück Facebook-Likes gekauft hat. Hasepost.de hat die FB-Likes etwa ein halbes Jahr nach Sendestart analysiert und kam zu diesem Ergebnis. Einige Tage später war das analysierte FB-Profil verschwunden, es gab eine neue Seite und dort scheinen die Likes halbwegs der Realität entsprechen. Ich bezweifele zwar, dass ein solches Auftreten irgendwas mit den Hörerzahlen zu tun hat, es lässt aber abschätzen wo offensichtlich die Prioritäten liegen. Beim Programm wohl eher nicht, der Sender wird kaum gehört und belegt den letzten Platz im landesweiten Ranking. Hier die Zahlen der Privatsender (Hörer gestern):

1.) Radio Nordseewelle: 13,7 %
2.) Radio Nienburg-Mittelweser: 11,1%
3.) Radio 38: 7,2 %
4.) Radio Hannover: 5,7 %
5.) Radio Osnabrück: 2,6 %

Die Pole Position für Radio Nordseewelle ist meiner Meinung nach kein Wunder da das Programm authentisch gemacht auf die Antenne geschickt wird. Auf Platz 2 habe ich eigentlich Radio Hannover gesehen, vielleicht schreckt die sperrige Verpackung ab. „Schlechte Frequenzen“ lasse ich in diesem Fall nicht gelten, da vmtl. alle Frequenzen (bis auf die 100,3 MHz von Radio 38) eher Behelf sind. DAB+ wäre ein Ausweg aber das ist ein anderes Thema. Ansonsten spiegelte das Ranking m. E sehr gut das Engagement hinter dem jeweiligen Projekt wider. Und ganz ehrlich: ich kenne nur eine Person, die gelegentlich Radio Osnabrück hört (und das ist jemand der sich etwas tiefgründiger mit dem Thema „Radio“ beschäftigt). Ergo: eine „dicke Hose“ ist nicht unbedingt hilfreich, Ideen und Umgangsformen sind eher angesagt.

Kommen wir zu den NKLs in Niedersachsen: diese haben in einigen Gebieten (Osnabrück, Ostfriesland, Hannover und Braunschweig) kommerzielle Mitstreiter erhalten und müssen sich daher einem weiteren Konkurrenten stellen. Hier das landesweite Ranking (Hörer gestern, in Klammern die Zahlen von 2011):

1.) Radio Aktiv: 13,9% (7,3%)
2.) Radio Ostfriesland: 9,5% (10,7%)
3.) Radio Jade: 7,4% (5,1%)
4.) OSradio 104,8: 4,5% (3,6%)
5.) Radio Tonkuhle: 3,4% (4,7%)
6.) Radio ZuSa: 2,7% (5,1%)
7.) StadtRadio Göttingen: 2,3% (2,7%)
8.) Oldenburg Eins: 2,1% (2,1%)
9.) Radio Leinehertz 106,5: 1,9% (1,2%)
10.) Ems-Vechte-Welle: 1,8% (2,5%)
11.) Radio Okerwelle: 1,1% (2,3%)

Ziel verfehlt: das OSradio 104,8-interne Ziel war „5% plus x“. Festgelegt wurde es im Jahr 2011 kurz nach der Veröffentlichung der Reichweitenanalyse. Und der Sender war nach meinem Empfinden auf der richtigen Fährte bis 2014 interne Streitigkeiten eskalierten. Bis heute besteht die Musik zu 85% aus Songs die ich vor der Aufgabe meiner Tätigkeiten als Musikchef im Juli 2014 in der Rotation platziert habe (den Eindruck habe ich beim gelegentlichen Vorbeizappen). Grundsätzlich scheint das Prinzip immer noch zu funktionieren. Den Verantwortlichen fehlt es aber an Know How, Mut und Gefühl für die richtigen Stellschrauben. In meinem Bekanntenkreis hört übrigens niemand (mehr) OSradio 104,8 und auch meine persönliche MA (Blick auf Radiodisplays vorbeifahrender Autos/offene Ohren in Geschäften) bestätigen dies. Last But Not Least sind Bemerkungen aus dem Dunstkreis von Radio Osnabrück bzgl. OSradio interessant: „Seit dem Weggang von Herrn Tepe ist OSradio am Arsch.“

Stagnation ist Rückgang: Gerade im Bereich „Bekanntheit“ hat OSradio 104,8 (trotz Negativpresse) Federn gelassen. 2011 antworteten über 70% mit „Jo kenne ich“, bei der aktuellen Umfrage ist der Wert deutlich unter 70%. Und auch der Wert für „schon gehört“ sackte von knapp 52% auf unter 45%.

Es gibt nun also zwei Lokalsender in Osnabrück und beide erreichen in etwa die gleiche Höreranzahl wie RADIO21 im Jahr 2006. Sind aller guten Dinge eventuell drei? Warten wir es ab. Vollständige Daten veröffentlicht die NLM in etwa zwei Wochen.
(Reichweiten lokaler Hörfunkangebote in Niedersachsen 2016)
(Reichweiten lokaler Hörfunk und TV Angebote in Niedersachsen)

ma IP Audio 2016 I

Damit es hier nicht nur um Zahlen geht, habe ich die Auswertung der jüngsten “ma IP Audio” ein paar Tage zurückgehalten. Mitte der vergangenen Woche wurde bereits die aktuellste Auswertung über die Nutzung deutscher Webradios veröffentlicht. Mittlerweile beteiligen sich 388 Kanäle an dieser Auswertung, 221 Millionen Webradio-Sessions wurden für die ma 2016 IP Audio I herangezogen. Hier die 20 meistgehörtesten Kanäle:

01. 1LIVE: 8.597.100 (8.186.604 / + 5%)
02. SWR3: 6.397.671 (5.679.020 / + 13%)
03. Antenne Bayern: 5.909.705 (4.769.408 / + 24%)
04. WDR2: 4.523.799 (3.867.613 / + 17%)
05. NDR2: 4.082.656 (3.565.826 / + 14%)
06. Deutschlandfunk: 3.144.848 (2.647.630 / + 19%)
07. BAYERN 3: 2.519.884 (2.025.827 / + 24%)
08. Hit Radio FFH: 2.477.524 (2.175.166 / + 14%)
09. hr3: 2.159.503 (1.886.735 / + 14%)
10. Sport1.fm : 2.045.202 (1.740.829 / + 17%)
11. SWR1 BW: 1.872.304 (1.352.652 / + 38%)
12. Bayern 1: 1.735.822 (1.340.538 / + 29%)
13. ROCK ANTENNE: 1.701.285 (1.596.220 / + 7%)
14. 1LIVE DIGGI: 1.459.194 (1.507.853 / – 3%)
15. bigFM: 1.429.033 (1.642.443 / – 5%)
16. hr1: 1.332.323 (1.117.263 / + 19%)
17. Klassik Radio: 1.290.733 (836.332 / + 54%)
18. WDR 4: 1.279.425 (1.078.002 / + 19%)
19. WDR 5: 1.217.074 (987.196 / + 23%)
20. YOU FM: 1.182.964 (1.167.963 / + 1%)
[Quelle: radioszene.de, ma 2015 IP Audio IV]
Livestream

Eine durchschnittliche Webradio-Session dauert rund 50 Minuten. Woher plötzlich die Zuwächse kommen, wird aus den Berichten zur ma 2016 IP Audio I. nicht deutlich.

Auch das “Gespenst Spotify” (viele Radiomacher fürchten sich ja bekanntlich vor diesem Streamingdienst) taucht in der ma 2016 IP Audio I auf. Demnach gab es im Erfassungszeitraum 99.630.905 Sessions (87.607.074 / + 14%). Diese Steigerung schiebe ich eher auf den immer größer werdenden Bekanntheitsgrad des Dienstes und der damit verbundenden Neugier. Mittlerweile mehren sich (auch in meinem Umfeld) die Stimmen derjenigen, die es zu anstrengend finden sich erst Playlisten zusammenzustellen um dann Musik zu hören. Das ist beim klassischen Radio natürlich bequemer.

E.M.A. NRW 2016 I

Neben den Zahlen der Media-Analyse wurden in den letzten Tagen auch die Zahlen der Elektronischen Marktanalyse (E.M.A.) für die NRW-Lokalsender veröffentlicht. Ich habe mich durch die Websites und Facebook-Profile der Sender gearbeitet und folgende Zahlen ermittelt:

Radio Bielefeld: 45%
Radio Bochum: 33%
Radio WMW: 30%
Radio Emscher Lippe: 31%
Radio Kiepenkerl: 48%
Radio Duisburg: 26%
Radio Ennepe Ruhr: 19%
Radio Erft: 30,5%
Radio Bonn/Rhein-Sieg: 30,2%
Radio Euskirchen: 28,8%
Radio Gütersloh: 46,9%
107.7 Radio Hagen: 39%
Radio Lippe Welle Hamm: 45%
Radio Herford: 42,1%
Radio Herne: 31%
Radio Sauerland: 35%
Radio Hochstift: 41,2%
Welle Niederrhein: 36%
Radio Lippe: 25,3%
Radio Westfalica: 46%
Radio Oberhausen: 35%
Antenne Münster: 33%
Radio Berg: 31,8%
Radio Vest: 23%
Radio RSG: 38%
Radio Siegen: 44,1%
Hellweg Radio: 42,3%
Antenne Unna: 35%
Radio WAF: 35,2%
Radio K.W.: 31%
Radio Wuppertal: 46,2%

Hier gibt es zum Vergleich die Zahlen der letzten E.M.A. NRW.

Media-Analyse 2016 Radio I

Heute Morgen wurden wieder die Einschaltquoten der deutschen Radiosender veröffentlicht. Viele Zahlen, wenig richtige Überraschungen und gewonnen haben trotzdem wieder alle. Hier zunächst eine Auswahl den werberelevanten Werten:

Deutschlandweit
sunshine live: 59.000 (57.000 / +3,5 %)
Klassik Radio: 168.000 (153.000 / +9,8 %)
Radio Paloma: 97.000 (67.000 / +44,8 %)
JAM FM: 67.000 (65.000 / +3,1 %)
RTL RADIO: 129.000 (149.000 / -13,4%)

Norddeutschland
NDR 2: 759.000 (823.000 / -7,8 %)

Schleswig-Holstein
R.SH: 185.000 (190.000 / -2,6 %)
delta radio: 50.000 (61.000/ -11,0 %)
Radio NORA: 45.000 (41.000/ +9,8 %)

Mecklenburg-Vorpommern
ANTENNE MV: 120.000 (113.000 / +6,2 %)
Ostseewelle HIT-RADIO MV: 166.000 (193.000 / -14,0 %)

Hamburg
alsterRadio: 43.000 (49.000 / -12,2 %)
ENERGY Hamburg: 39.000 (26.000 / +50 %)
HAMBURG ZWEI: 26.000 (23.000 / +13,0 %)
Radio Hamburg: 191.000 (188.000 / +1,6 %)

Niedersachsen
radio ffn: 417.000 (389.000 / +7,2 %)
Antenne Niedersachsen: 314.000 (303.000 / +3,6 %)
Radio 21: 88.000 (105.000 / -16,2 %)

Bremen
Bremen Eins: 125.000 (112.000 / +11,6 %)
Bremen Vier: 98.000 (108.000 / -9,3 %)
ENERGY Bremen: 77.000 (61.000 / +26,2 %)

Nordrhein-Westfalen
1LIVE: 1.017.000 (1.059.000 / -4,0 %)
WDR 2: 1.035.000 (1.027.000 / +0,8 %)
WDR 4: 702.000 (709.000 / -1,0 %)
radio NRW: 1.633.000 (1.667.000 / -2,0 %)

Berlin-Brandenburg
radioeins: 110.000 (101.000 / +8,9 %)
Antenne Brandenburg: 197.000 (199.000 / -1,0 %)
Fritz: 89.000 (92.000 / -3,3 %)
Inforadio: 48.000 (52.000 / -7,7 %)
radioBERLIN 88,8: 102.000 (100.000 / +2,0 %)
94,3 rs2: 96.000 (86.000 / +11,6 %)
98,8 KISS FM: 60.000 (41.000 / +46,3 %)
100,6 FluxFM: 25.000 (20.000 / + 25,0 %)
104,6 RTL: 161.000 (184.000 / -12,5 %)
105’5 Spreeradio: 82.000 (82.000 / –0 %)
BB Radio: 145.000 (161.000 / -9,9 %)
Berliner Rundfunk: 91.4 139.000 (98.000 / +41,8 %)
ENERGY Berlin: 67.000 (52.000 / +28,8 %)
JAM FM Berlin: 46.000 (45.000 / +2,2 %)
Klassik Radio Gebiet Berlin: 28.000 (35.000 / -20,0 %)
radio B2: 26.000 (30.000 / -13,3 %)
Radio Cottbus: 12.000 (12.000 / -0 %)
Radio Paradiso: 27.000 (30.000 / -10,0 %)
Radio TEDDY 35.000 (42.000 / -16,7 %)
Star FM 87.9: 57.000 (66.000 / -13,6 %)

Und hier ein paar Zahlen über die Radionutzung in Niedersachsen (quer durch alle Alterklassen und ohne Werberelevanz):
JAM FM: 17.000 (14.000)
Klassik Radio: 74.000 (61.000)
Radio Paloma: 27.000 (30.000)
RTL Radio: 36.000 (43.000)
sunshine live: 5.000 (8.000)
Deutschlandfunk: 153.000 (170.000)
Deutschlandradio Kultur: 44.000 (39.000)
DRadio Wissen: 2.000 (2.000)
Funkhaus Europa: 22.000 (20.000)
NDR 1 NDS: 1.431.000 (1.431.000)
NDR 1 Welle Nord: 31.000 (35.000)
NDR 1 Radio MV: 6.000 (7.000)
NDR 90,3: 76.000 (75.000)
NDR 2: 1.402.000 (1.463.000)
NDR Kultur: 146.000 (143.000)
NDR Info: 239.000 (218.000)
N-Joy: 540.000 (553.000)
delta radio: 20.000 (17.000)
R.SH: 14.000 (19.000)
Radio NORA: 14.000 (14.000)
HAMBURG ZWEI: 2.000 (4.000)
Radio Hamburg: 149.000 (131.000)
Antenne Niedersachsen: 840.000 (857.000)
radio ffn: 1.160.000 (1.171.000)
RADIO 21: 273.000 (273.000)
Bremen Eins: 210.000 (190.000)
Bremen Vier: 205.000 (198.000)
Nordwestradio: 15.000 (13.000)
ENERGY Bremen: 111.000 (120.000)
1LIVE: 185.000 (161.000)
WDR 2: 99.000 (88.000)
WDR 3: 17.000 (8.000)
WDR 4: 27.000 (33.000)
WDR 5: 34.000 (22.000)
radio NRW: 22.000 (23.000)
hr1: 8.000 (10.000)
hr2: 1.000 (2.000)
hr3: 21.000 (18.000)
hr4: 7.000 (10.000)
hr-INFO: 0 (0)
YOU FM: 2.000 (8.000)
HIT RADIO FFH: 32.000 (28.000)
planet radio: 4.000 (1.000)
MDR Sachsen-Anhalt: 67.000 (47.000)
MDR JUMP: 38.000 (63.000)
MDR Info: 8.000 (11.000)
MDR Figaro: 16.000 (7.000)
MDR Sputnik: 4.000 (6.000)
Antenne MV: 6.000 (5.000)
Ostseewelle HIT-RADIO MV: 10.000 (9.000)
89.0 RTL: 363.000 (326.000)
radio SAW: 97.000 (96.000)

Eine vollständige Übersicht über alle Werte gibt es wie immer auf www.reichweiten.de. Rein rechnerisch schalten 56.1 Millionen Personen im Alter von mehr als 10 jahren täglich das Radio ein (entspricht etwa 78% der Bevölkerung), die Hördauer liegt bei durchschnittlich 243 Minuten

Übersicht BFBS Radio in Deutschland

Nach wie vor gibt es hier in meinem Blog viele Zugriffe von Besuchern die nach “BFBS” suchen. Die Senderabschaltungen seit Anfang des Jahres bleiben offensichtlich nicht unbemerkt. Neben Celle wurde in der vergangenen Woche auch der Standort Hohne abgeschaltet. Demnach gibt es nur noch in NRW BFBS-Standorte. eine aktuelle Zusammenfassung:

BFBS 1
88,4 Kiel-Holtenau (0,04 kW)
92,5 Dülmen (8,0 kW)
101,9 Wulfen (7,2 kW)
103,0 Bielefeld/Hühnenberg
105,1 Rheinberg/AEZ Asdonkshof (0,5 kW)
BFBS 1 Coverage[Quelle der Reichweitenkarten: fmscan.org]

BFBS 2
91,7 Gütersloh/Mensergh Barracks (0,28 kW)
101,6 Bielefeld/Kaserne (0,3 kW)
105,0 Paderborn-Sennelager (0,3 kW)