Luistercijfers April-Mai 2017

Die neusten Radioeinschaltquoten in den Niederlanden wurden heute Morgen veröffentlicht. Der Markt ist ziemlich stabil, erwähnenswert ist höchstens dass der Abwärtstrend von NPO 3FM vorerst gestoppt ist (der Sender konnte 0,2 % mehr Marktanteil als bei der letzten Untersuchung vorweisen). Hier alle Zahlen im Detail:

01. Radio 538: 12.5 % (12.2 %)
02. NPO Radio 2: 10.7 % (10.8 %)
03. Sky Radio: 10.1 % (10.1 %)
04. Qmusic: 9.1 % (9.4 %)
05. NPO Radio 1: 7.7 % (7.7 %)
06. E Power Radio: 6.1 % (–)
07. Radio 10: 5.9 % (6.1 %)
08. NPO 3FM: 4.7 % (4.5 %)
09. Radio Veronica: 4.1 % (4.1 %)
10. 100% NL: 3.2 % (3.3 %)
11. NPO Radio 5: 3.1 % (3.1 %)
12. NPO Radio 4: 2.4 % (2.1 %)
13. SLAM!: 2.0 % (1.9 %)
14. Classic FM: 1.6 % (1.9 %)
15. BNR Nieuwsradio: 0.9 % (0.9 %)
16. Sublime FM: 0.8 % (0.8 %)
[Quelle: radiofreak.nl]

ffn prüft Klage gegen Radio Bremen

Am 3. Februar diesen Jahres gab es in Bremen einen ziemlich überraschenden Frequenztausch: das Jugendprogramm Bremen NEXT wechselte von der erst wenige Monate vorher in Betrieb genommenen 95,6 MHz (0,5 kW) auf die 96,7 MHz (50,0 kW). Parallel wurde in Bremerhaven (Schiffdorf) die 92,1 MHz (25,0 kW) in Betrieb genommen. Bis zu diesem Tag sendete auf 92,1 und 96,7 das WDR-Radio Bremen-rbb-Projekt „Cosmo“. Cosmo bekam in Bremen die 95,6 MHz und in Bremerhaven die alte NDR Info-Frequenz 98,9 MHz (0,5 kW). Ein in meinen Augen sehr gelungener Tausch, da NEXT eher meinem Geschmack entspricht und die 96,7 hier in der Umgebung recht gut zu empfangen ist. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.
Es dauerte natürlich nicht lange bis sich Protest regte. Kurz nach dem Sendestart auf 95,6 MHz beklagte der VPRT das “systematische UKW-Aufschaltung zu Lasten privater Radios”. Seit Ende Mai prüft laut MEDIENKOMPETENZ.de der niedersächsische Privatsender ffn eine Klage gegen Radio Bremen. Ein Grund dafür dürfte die Beteiligung von ffn an Energy Bremen sein. Verpackungslemente und Playlisten werden in Hannover generiert, in Bremen wird das Ganze dann „versendet“. Zusätzlich hat ffn eine Ausschreibung für die Frequenz 96,1 MHz gewonnen, dort möchte man irgendwann mit einem Schlagerprogramm namens „Radio Roland“ auf Sendung gehen. Wenn das kein Zufall ist…

Bremen NEXT ist natürlich eine große Konkurrenz für Energy Bremen – sowohl inhaltlich als auch reichweitentechnisch. Inhaltlich, weil Bremen NEXT auf junge Musik setzt, im Gegensatz zu Energy aber nicht ausschließlich auf Top 40. Und reichweitentechnisch, da Energy in Bremen nur mit 1,0 kW verbreitet wird. In Bremerhaven relativiert sich das Ganze schon wieder (104,3 / 10,0 kW) und in Oldenburg gibt es seit einigen Jahren einen zusätzlichen Sender für Energy (103,5 / 0,5 kW).

Ob das Verhalten von ffn gerechtfertigt ist oder nicht liegt vmtl. im Auge des Betrachters. Was spricht dagagen Energy Bremen in eine ähnlich urban-orientierte und locker moderierte (frei von Claims) Station umzuwandeln? Geld wird ja eh mit ffn und den anderen Stationen der Regiocast (ist ebenfalls an Energy Bremen beteiligt) verdient. Ich gehe zusätzlich davon aus, dass Bremen NEXT trotz der besseren UKW-Präsenz bei den Einschaltquoten hinter Energy Bremen zurückbleiben wird, da das Format doch recht speziell ist. Energy ist Dank des konsequenten Top 40-Formats glatter und massenkompatibler. Ich kann nur hoffen, dass jede eingereichte Klage abgewiesen wird. Bremen NEXT trägt zur musikalischen Vielfalt im norddeutschen Äther bei und das tut ffn meiner Meinung nach ganz und gar nicht.

Fast parallel zur Prüfung der Klage wurden in Bremen die Frequenzen von Energy Bremen neu ausgeschrieben (Lizenz bis November 2027, in Deutschland werden bestehende Lizenzen fast ausschliesslich verlängert). Und ein privates DAB-Paket wurde etwa zum gleichen Zeitpunkt ausgeschrieben. Koordiniert sind für Bremen die Kanäle 6C (0,5 kW) und 11A (1,0 kW). Hier könnte sich ffn ja mit mehreren Programmen bewerben um so Radio Bremen Konkurrzen zu machen…

ma 2017 IP Audio II

Bereits Ende der vergangenen Woche wurden Zahlen zur Nutzung von Livestreams deutscher Radiostationen veröffentlicht. Eine durchschnittliche Webradiosession dauert 73 Minuten, 657 Kanäle nehmen derzeit an der „ma IP Audio“ teil. Hier die Top 20:

01. SWR3: 7.686.703 (7.038.293)
02. 1LIVE: 7.627.697 (7.287.989)
03. Antenne Bayern (Simulcast): 6.801.114 (6.361.015)
04. WDR2: 5.573.236 (5.311.115)
05. NDR2: 4.972.255 (4.552.871)
06. Deutschlandfunk: 4.006.995 (3.486.310)
07. HIT RADIO FFH: 3.415.774 (2.320.104)
08. Bayern 3: 3.302.294 (3.237.599)
09. Bayern 1: 2.733.070 (2.380.577)
10. ROCK ANTENNE (Simulcast): 2.513.631 (2.258.334)
11. N-Joy: 2.339.397 (2.139.952)
12. SWR1 BW: 2.028.001 (2.199.572)
13. WDR4: 1.911.798 (1.668.433)
14. NDR1 NDS: 1.591.752 (1.415.820)
15. radio ffn: 1.578.640 (1.405.119)
16. hr3: 1.544.959 (1.458.194)
17. bigFM: 1.484.125 (1.218.653)
18. RADIO BOB!: 1.432.953 (1.165.090)
19. 1LIVE diGGi: 1.307.146 (1.269.664)
20. MDR JUMP: 1.238.139 (1.088.524)

Spotify: 102.388.408 (107.436.928)
[Quelle: rms.de]

2. Bundesweites DAB+-Paket steht fest

Heute wurde bekannt, dass die Antenne Deutschland GmbH den Zuschlag für die zweite bundesweite Digitalradiokette erhalten hat. Das berichtet u.a. radiowoche.de. Im Gegensatz zum ersten bundesweiten Digitalradiopaket soll das 2. über unterschiedliche Kanäle zunächst verbreitet werden. Geplant sind:

5D Wittenberg/Gallunberg (18,0 kW)
5D Amberg Hirschau/Rotbühl (10,0 kW)
5D Auerbach/Schöneck (10,0 kW)
5D Bad Lobenstein/Sieglitzber (10,0 kW)
5D Bamberg/Geisberg (10,0 kW)
5D Berlin/Alexanderplatz (10,0 kW)
5D Braunschweig-Broitzem (10,0 kW)
5D Braunschweig/Drachenberg (10,0 kW)
5D Bremen-Walle (10,0 kW)
5D Büttelberg (10,0 kW)
5D Chemnitz/Geyer (10,0 kW)
5D Cottbus/Calau (10,0 kW)
5D Dresden-Wachwitz (10,0 kW)
5D Gelbelsee (10,0 kW)
5D Gera-Langenberg (10,0 kW)
5D Halle/Petersberg (10,0 kW)
5D Hannover/Telemax (10,0 kW)
5D Hohe Linie (10,0 kW)
5D Hoher Bogen (10,0 kW)
5D Kreuzberg (Rhön) (10,0 kW)
5D Kulpenberg (10,0 kW)
5D Leipzig/Messegrund (10,0 kW)
5D Löbau/Schafberg (10,0 kW)
5D Magdeburg/Burg Kapaunberg (10,0 kW)
5D Nürnberg-Schweinau (10,0 kW)
5D Ochsenkopf (10,0 kW)
5D Oschatz/Collmberg (10,0 kW)
5D Remda (Saalfeld) (10,0 kW)
5D Sonneberg/Bleßberg (10,0 kW)
5D Visselhövede (10,0 kW)
5D Weimar/Großer Ettersberg (10,0 kW)
5D Würzburg/Frankenwarte, BR (10,0 kW)
5D Bielefeld/Hünenburg (6,3 kW)
5D Berlin/Scholzplatz (5,0 kW)
5D Dequede (5,0 kW)
5D Frankfurt (Oder)/Booßen (5,0 kW)
5D Inselsberg (5,0 kW)
5D Jena-Oßmaritz (5,0 kW)
5D Lingen-Damaschke (5,0 kW)
5D Pritzwalk (5,0 kW)
5D Röbel (5,0 kW)
5D Aurich (4,0 kW)
5D Minden Porta Westfalica (4,0 kW)
5D Münster/Fernmeldeturm (4,0 kW)
5D Osnabrück/Schleptruper Egge (4,0 kW)
5D Göttingen/Bovenden (3,2 kW)
5D Brocken (2,0 kW)
5D Sibbesse / Hildesheim (2,0 kW)
5D Cottbus/Hufelandstr. (1,0 kW)
8C Donaueschingen (10,0 kW)
8C Hochrhein/Bergalingen (10,0 kW)
8C Raichberg (10,0 kW)
8C Ravensburg/Höchsten (10,0 kW)
8C Vogtsburg/Totenkopf (Freib (5,0 kW)
8C Baden-Baden/Fremersberg (4,0 kW)
8C Feldberg (Schwarzwald) (3000 3,0 kW)
8C Brandenkopf (2,0 kW)
9B Aalen/Braunenberg (10,0 kW)
9B Auerbach/Schöneck (10,0 kW)
9B Bonn/Venusberg (10,0 kW)
9B Chemnitz/Geyer (10,0 kW)
9B Chemnitz-Reichenhain (10,0 kW)
9B Dortmund/Florianturm (10,0 kW)
9B Dresden-Wachwitz (10,0 kW)
9B Düsseldorf/Rheinturm (10,0 kW)
9B Ebbegebirge Herscheid (10,0 kW)
9B Hardberg (10,0 kW)
9B Heidelberg/Königstuhl, SWR (10,0 kW)
9B Hoher Meißner (10,0 kW)
9B Kaiserslautern/Dansenberg (10,0 kW)
9B Koblenz/Kühkopf (10,0 kW)
9B Köln/Colonius (10,0 kW)
9B Kreuzberg (Rhön) (10,0 kW)
9B Langenberg/Hordtberg (10,0 kW)
9B Langenbrand (10,0 kW)
9B Leipzig/Stadtwerke (10,0 kW)
9B Löbau/Schafberg (10,0 kW)
9B Mainz-Kastel (10,0 kW)
9B Pfaffenberg (10,0 kW)
9B Rimberg (10,0 kW)
9B Saarbrücken/Schoksberg (10,0 kW)
9B Sackpfeife (Biedenkopf) (10,0 kW)
9B Siegen Süd (10,0 kW)
9B Sonneberg/Bleßberg (10,0 kW)
9B Stuttgart-Frauenkopf (10,0 kW)
9B Wilkau-Haßlau (10,0 kW)
9B Würzburg/Frankenwarte, (10,0 kW)
9B Aachen/Karlshöhe (5,0 kW)
9B Bad Marienberg (5,0 kW)
9B Bornberg (5,0 kW)
9B Frankfurt (Main) Europatumr (5,0 kW)
9B Großer Feldberg / Taunus (5,0 kW)
9B Inselsberg (5,0 kW)
9B Kalmit Edenkoben (5,0 kW)
9B Wesel-Büderich (5,0 kW)
9B Fulda/Hummelskopf (4,0 kW)
9B Gießen/Dünsberg (4,0 kW)
9B Habichtswald (4,0 kW)
9B Scharteberg (Eifel) (4,0 kW)
9B Trier/Petrisberg (2,5 kW)
9B Geislingen/Oberböhringen (2,0 kW)
9B Gelnhausen/Schnepfenkopf (2,0 kW)
9B Heilbronn/Schweinsberg (2,0 kW)
9B Hochsauerland (1,0 kW)
[Quelle: fmlist.org]

Beworben hatten sich ursprünglich vier Parteien. Media Boradcast und die Absolut Digital GmbH & Co. KG haben sich dann in der Bewerbungsphase zusammengeschlossen um ihre Kräfte als Senderbetreiber und Programmveranstalter zu bündeln. Bis zu 18 Sender sollen verbreitet werden. Neben Absolut-Programmen sollen auch Privatsender verbreitet werden die nicht zur Absolut-Gruppe gehören. Wer zu diesen Stationen gehört steht zzt. offiziell noch nicht fest.

[Quelle Logo: digitalradio.de]

Die Antenne Deutschland GmbH erhofft sich natürlich einen Schub für das Digitalradio in Deutschland. Ich kann nur hoffen, dass sich interessante Anbieter finden und dass es sich bei diesen Anbietern nicht um reine Festplattenstationen handelt.

Neue UKW-Frequenz für den Raum Melle

Anfang April hat die NLM ein UKW-Sendegebiet im Ostkreis Osnabrück/Altkreis Melle ausgeschrieben. Frequenz und Standort mussten die Bewerber selbst vorschlagen. Die Ausschreibefrist ist mittlerweile verstichen, die Homepage der NLM hüllt sich – wie so oft – in Schweigen über die eingegangenen Bewerbungen. Aufgrund des zu versorgenden Gebietes dürfte die Anzahl der Bewerber aber sehr übersichtlich sein.

Vor einigen Wochen tauchte in der Datenbank der Bundesnetzagentur eine neue Frequenz für genau dieses Gebiet auf. Koordiniert ist die Frequenz 88,2 MHz, gesendet werden soll vom ehemaligen Fernsehfüllsender in Melle-Oldendorf. Ich war im vergangenen Jahr dort und habe Fotos angefertigt.
Derzeit wird der Standort nur für Mobilfunk genutzt. Die Sendeleistung soll 250 Watt betragen, in diese Richtungen wird mit voller Sendeleistung gearbeitet:
Frequenz und Standort sind alles andere als günstig gewählt. Der grösste Ort im Verbreitungsgebiet ist die Stadt Melle. Diese liegt aber aus Oldendorf gesehen hinter einem Berg:
Für gute Empfänger vmtl. kein Problem, die Distanz bis zur Stadtmitte beträgt etwa vier Kilometer. Schlechte Empfänger im heimischen Störnebel werden aufgrund der Sendeleistung vmtl. Probleme bekommen. Auf gleicher Frequenz sendet Radio Kiepenkerl aus Lüdinghausen, der Sender kommt in Oldendorf nur schwach an. Problematischer sind da Radio Hochstift auf 88,1 und das Nordwestradio auf 88,3. Beide Sender sind im Verbreitungsgebiet je nach Standort mit RDS zu emfangen. Radio Hochstift ist sehr weit hergeholt und wird vmtl. keine Relevanz im Ostkreis von Osnabrück haben. In dem Gebiet werden andere NRW-Lokalsender gehört. Von der Skala verschwinden wird hingegen das Nordwestradio bzw. künftig wieder Bremen 2. Ich kann nicht einschätzen ob und wie häufig der Sender im Ostkreis Osnabrück gehört wird, durch eine Aufschaltung der 88,2 in Oldendorf geht das Programm jedoch verloren.

Mir fällt keine „richtig gute“ Lösung für diesen Bereich ein. Allerdings hätte ich einen anderen Standort und vor allem eine andere Frequenz gewählt.

Luistercijfers März-April 2017

Am Dienstag wurden die Luistercijfers aus dem Zeitraum März/April veröffentlicht. Darin wird deutlich, dass sich NPO Radio 2 langsam in Richtung Pole bewegt. Der Sender konnte gegenüber dem Vorjahreszeitraum knapp 2% zulegen. Im freien Fall befindet sich weiterhin NPO 3FM. Vergleicht man die Zahlen aus dem Mai 2015 hat der Sender die Hälfte seiner Hörer verloren. Mittlerweile gab es personelle Konsequenzen für die konstant schlechten Quoten von 3FM: Basyl de Groot hat Anfang Mai seinen Posten als Zendermanager geräumt. Hier die Zahlen:

01. Radio 538: 12.2 % (12.3 %)
02. NPO Radio 2: 10.8 % (10.3 %)
03. Sky Radio: 10.1 % (9.5 %)
04. Qmusic: 9.4 % (9.7 %)
05. NPO Radio 1: 7.7 % (7.6 %)
06. Radio 10: 6.1 % (6.2 %)
07. NPO 3FM: 4.5 % (4.8 %)
08. Radio Veronica: 4.1 % (4.2 %)
09. 100% NL: 3.3 % (3.5 %)
10. NPO Radio 5: 3.1 % (3.2 %)
11. NPO Radio 4: 2.1 % (2.3 %)
12. Classic FM: 1.9 % (1.8 %)
13. SLAM!: 1.9 % (1.7 %)
14. BNR Nieuwsradio: 0.9 % (0.9 %)
15. Sublime FM: 0.8 % (0.7 %)
[Quelle: radiofreak.nl]

Ems-Vechte-Welle testet in Papenburg

Seit einigen Tagen ist laut UKW/TV-Forum eine Testsendung der Ems-Vechte-Welle im Raum Papenburg auf Sendung. Gesendet wird auf 89,5 MHz, die Sendeleistung beträgt laut Forum 0,5 kW (zumindest ist sie für Papenburg mit dieser Leistung koordiniert. Hier gibt es zwei kurze Mitschnitte der Testansage:

Welchen Hintergrund dieser Test hat ist nicht bekannt. Für Papenburg wird seit Jahren die Frequenz 99,3 MHz empfohlen. Dieser Sender steht jedoch etwa 50km südöstlich in Molbergen bei Cloppenburg. Trotz der Antennenhöhe ist der Empfang in Papenburg selbst alles andere als sehr gut. Entweder versucht man durch die 89,5 Versorgungslücken im nördlichen Emsland zu füllen oder die 99,3 wird einem anderen Anbieter zugeteilt. Ich vermute hier tatsächlich eine Überraschung und das wird auch sicher nicht die letzte in Niedersachsen sein.

Ursprünglich gehörte die Frequenz 99,3 MHz zum Offenen Kanal Cloppenburg. Dieser Sender stellte jedoch etwa zwei Jahre nach Sendestart im Sommer 1999 seinen Sendebetrieb ein. Die Ems-Vechte-Welle durfte die Frequenz übernehmen und sendet seither aus Molbergen. Aufgrund der Höhe der Sendeantenne ist die 99,3 trotz der relativ geringen Sendeleistung von 1,0 kW recht weit zu empfangen.

Ausschreibung Lokalfunk Ostkreis Osnabrück

Bereits Ende März (alternativ: Ausschreibung_Polygon_Melle_v_21-3-17) hat die niedersächsische Landesmedienanstalt NLM „Übertragungskapazitäten in der Region Osnabrück/Melle“ ausgeschrieben. „Möglichst flächendeckend“ soll ein Gebiet aus folgenden Koordinaten versorgt werden:

08E23/52N16
08E13/52N19
08E13/52N15
08E02/52N11
08E22/52N10

Packt man diese Koordinaten in eine Karte ergibt sich folgendes Gebiet:

Kartenmaterial: Google Maps

Dieses Gebiet lässt sich sauber versorgen, allerdings nicht mit einer Frequenz. Dafür ist das UKW-Band im Grenzgebiet zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zu voll. Ich bin gespannt wer sich bewirbt und auf welcher/welchen Frequenz(en) gesendet werden soll.

ma 2017 IP Audio I

Parallel zur Media-Analyse wurde die ma 2017 IP Audio I veröffentlicht. Ausgewertet wurden für diese Statistik die Streamzugriffe deutscher Radiostationen. Eine durchschnittliche Webradiosession dauert übrigens 55 Minuten. Und das waren die 20 Sender mit den meisten Streamzugriffen pro Monat (in Klammern die Zahlen aus Quartal 3):

01. 1LIVE: 7.287.989 (7.369.080)
02. SWR3: 7.091.835 (6.324.981)
03. Antenne Bayern: 6.361.015 (5.570.928)
04. WDR2: 5.311.115 (4.558.647)
05. NDR 2: 4.552.871 (3.901.320)
06. BAYERN 3: 3.237.599 (2.689.664)
07. Deutschlandfunk: 3.486.310 (3.069.222)
08. Bayern 1: 2.380.577 (1.912.234)
09. HIT RADIO FFH: 2.320.104 (1.928.037)
10. ROCK ANTENNE: 2.258.334 (1.917.596)
11. SWR1BW: 2.199.572 (1.482.926)
12. N-JOY: 2.139.952 (1.989.204)
13. WDR4: 1.668.433 (1.388.793)
14. hr3: 1.458.194 (1.286.172)
15. NDR1 Niedersachsen: 1.415.820 (1.206.028)
16. 1LIVE diGGi: 1.269.6643 (1.263.798)
17. bigFM: 1.218.653 (1.208.368)
18. WDR5: 1.196.017 (1.020.197)
19. RADIO BOB!: 1.165.090 (1.098.988)
20. MDR JUMP 1.088.524 905.333

Spotify: 107.436.928 (97.253.188)
[Quelle: rms.de]

Einschaltquoten der NRW-Lokalsender (E.M.A. NRW 2016 I)

Im Rahmen der Media-Analyse werden auch die Einschaltquoten der einzelnen Lokalsender in NRW erfasst (kurz E.M.A.). Ich habe mir mal die Mühe gemacht und die Webseiten der Lokalstationen aufgesucht. Hier bin ich fündig gworden:

Radio Bielefeld: 51,6 %
Radio Kiepenkerl: 50,0 %
Radio Hochstift: 45,9 %
Radio Herford: 44,5 %
Radio RSG: 44,0 %
Radio Gütersloh: 42,1 %
Radio Westfalica: 41,2 %
Radio WAF: 39,6 %
Radio Leverkusen 38,0 %
Antenne Münster: 37,0 %
Radio Essen: 36,0 %
Radio WMW: 35,0 %
Radio Sauerland: 35,0 %
Antenne Unna: 34,9 %
Radio Herne: 33,0 %
Radio Emscher Lippe: 33 %
Radio Bochum: 32,1 %
Radio Oberhausen: 32,0 %
Radio Euskirchen: 32,0 %
Radio Sauerland: 32,0 %
Radio RST: 31,0 %
Radio Lippe: 30,1 %
Radio Duisburg: 29 %
Radio Bonn/Rhein-Sieg: 26,2 %
Radio Erft: 25,4 %
Radio Rur: 25,0 %
Radio Ennepe Ruhr: 22,0 %
Radio Vest: 20,0 %
Radio K.W.: 20,0 %