1 Milliarde WhatsApp-Nutzer

Es sind schon beeindruckende Zahlen die da heute Morgen veröffentlicht wurden: weltweit gibt es mehr als eine Milliarde Nutzer dieses Messangerdienstes. Vor zwei Jahren vor der Übernahme durch Facebook waren es mit 450 Millionen “nur” die Hälfte, Mitte 2013 waren es weltweit ca. 200 Millionen.
Interessant sind auch die Zahlen zur Nutzung: täglich werden rung 42 Milliarden Nachrichten, 1,6 Milliarden Fotos und 250 Millionen Videos verschickt. Allerhöchste Zeit um mal für mich Bilanz zu ziehen: ich nutze WhatsApp seit etwa Mitte 2012, ergibt etwa 54.000 Nachrichten. Et voila:
Der meiste Traffic wird natürlich durch Gruppen erzeugt. Und ob die Statistik nicht doch beim Handywechsel Ende 2014 zurückgesetzt wurde, weiß ich beim besten Willen nicht.

Goodbye Facebook

In den letzten Tagen haben sich Freunde und Bekannte aus Facebook verabschiedet. Ob es nun mit den neuen AGBs zusammenhängt oder eher mit Spieleanfragen und sinnfreien Diskussionen zusammenhängt, wissen diejenigen wohl selbst am Besten.

Facebook

Falls es mit den AGBs zusammenhängt (Einige nutzen die neuen Spielregeln für theatralische Löschaktionen), verstehe ich die Panik nicht. Zu allererst sitzt das größte Datenleck vor dem PC oder Tablet bzw. hält das Smartphone in der Hand. Jeder Nutzer bestimmt was er von sich preisgibt. Falls also jemand Essensbilder postet, muss er sich nicht wundern wenn Rezeptanzeigen eingeblendet werden. Ebenso sollte man die Standortdienste auf seinem Smartphone deaktivieren wenn bestimmte Seiten keine Standortlogs anfertigen sollen. Gilt vermutlich auch nur bedingt, weil man sich unterwegs ständig in irgendwelche Mobilfunkzellen einlogged. Ob und wie systematisch Facebook oder andere Seiten solche Daten speichern und auswerten wird der normale Nutzer wohl nie erfahren. Hier hilft vermutlich wohl nur das Handy zu Hause zu lassen.

Für mich ist Facebook nach wie vor eine sehr gute Plattform um mit Bekannten und/oder Freunden in Kontakt zu bleiben (gerade mit Leuten denen man nicht unbedingt seine Handynummer geben möchte). Gleichzeitig ist Facebook eine gute Möglichkeit um auf Veranstaltungen und Events (in meinem Fall Radioshows) aufmerksam zu machen. Ob Herr Zuckerberg aus meinem Post- und Linkverhalten einen gläsernen Thomas Tepe machen kann weiß ich nicht. Ist mir auf der anderen Seite auch egal, da zielgerichtete Werbung zu 99% im AdBlocker.

Und nochmal zur Abmeldewelle: wer hat sich nicht alles von WhatsApp verabschiedet und ist mittlerweile wieder da?

Blaue Haken

Seit Tagen dreht es sich im Web nur noch um die blauen Haken die seit dem letzten Update von WhatsApp erscheinen.

Whats AppMir persönlich ist es egal dass jemand ob ich Nachrichten gelesen habe oder nicht. Letztendlich zwingt mich niemand WhatsApp zu nutzen. Interessant finde ich wiederum das Gerücht, dass bei einem der nächsten Updates eine Rückholfunktion integriert werden soll. So lange die beiden Haken nicht blau sind, kann ich dann wohl meine Nachrichten zurückholen. Wäre manchmal ganz praktisch, weil ich Rechtschreibfehler oftmals erst nach dem Versand sehe (Worterkennungsverweigerer).

Google hat Interesse an WhatsApp

Die Datenkrake Google hat angeblich Interesse am Messenger-Dienst WhatsApp. Das berichtet u.a. Spiegel Online. Google soll im Rahmen der mittlerweile knapp fünfwöchigen Verhandlungen demnach eine neunstellige Dollarsumme geboten haben. Solche Gerüchte sind allerdings nicht neu: bereit im Dezember letzten Jahres gab es Gerüchte dass Facebook den Dienst übernehmen möchte.

WhatsAppWhatsApp erfreut sich immer grösserer Beliebtheit. In meinem Bekanntenkreis tauchen regelmässig altbekannte Telefonbucheinträge als WhatsApp-Kontakt auf. Das deckt sich mit dem o.g. Spiegel-Artikel. Dort heisst es, dass ca.100 Millionen Android-Geräte mit dieser App ausgestattet sind und einige Milliarden Nachrichten pro Tag darüber verschickt werden. Ich versende mittlerweile fast gar keine SMS mehr, weil fast alle Kontakte über WhatsApp erreichbar sind. Die Sicherheitslücken sind mir persönlich relativ egal. Wer wirklich wichtige Dinge über solche Dienste austauscht (dazu zähle ich auch E-Mail), sollte sich darüber bewusst sein dass eventluell Unbefugte mitlesen. Daher kann ich die Aufregung über Datenlecks nicht ganz nachvollziehen. Schliesslich muss ja einer die Daten eingeben, die später eventuell gestohlen werden könnten. Vielleicht sollte das Bewusstsein an der Stelle einsetzen.

Durch diesen Deal hätte Google eine Möglichkeit bequem noch mehr Daten zu sammeln und personenbezogene Werbung zu platzieren. Ob dieser Deal wirklich stattfindet bleibt abzuwarten.