Orkantief Joachim im Zeitraffer

Sieht ziemlich spektakulär aus:

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Wir in südwestniedersächsischen Flachland haben davon eigentlich so gut wie nichts davon mitbekommen. Und auch das bischen Schnee von gestern ist mittlerweile wieder verschwunden. Heute präsentierte sich der Himmel über Osnabrück eher herbstlich: Schauer, etwas Wind und knapp 6°C.

Vor genau einem Jahr sah es hier etwas anders aus.

Orkantief Joachim ist unterwegs

Morgen wird es ungemütlich. Vor allem in Süddeutschland wird sich das Orkantief vermutlich austoben, der DWD warnt vor einer “schweren Sturmlage mit vereinzelten orkanartigen Böen bis in den Niederungen, auf den Bergen Orkanböen”. So schlimm wie bei Kyrill vor fast fünf Jahren wird es zumindest in Osnabrück nicht werden, allerdings steht die Zugbahn noch nicht fest.

Kyrill – The Day After

Kyrill ist weg, wir haben endlich wieder Ruhe in Osnabrück. Für meinen Geschmack waren die Windstärken gestern schon an der Schmerzgrenze. Ich habe zwar nichts gemessen, einzelne Windboen dürften jedoch weit über 100 km/h gewesen sein. Passiert ist zum Glück nichts (ausser einer schlafmässig kurzen Nacht).

Los gings gestern gegen 14.00. Der Himmel verfinsterte sich, Regen und Wind setzten ein. Die erste „Orkanwelle“ erreichte Osnabrück gegen 16.00 Uhr. Heftige Windboen peitschten den Dauerregen durch Blitz und Donner. Welle Nummer zwei folgte gegen 19.00 Uhr und nach 20.30 gab es einen weiteren Schub mit heftigem Regen. Aufgrund eines Brandes an einer Osnabrücker Umspannstation fiel für ein paar Minuten in einigen Stadtteilen der Strom aus. Im weiten Umland flackerte den ganzen Abend das Licht und der Strom fiel für einige Sekunden aus.

Mein Bedarf an Orkanen ist bis auf Weiteres gedeckt. Ich schaue mir sowas gern im Fernsehen an aber live vor dem heimischen Fenster… muss nicht sein. Eine lustige Begebenheit am Rande: Ich habe mich ja in dem einen oder anderen Posting zum Tecklenburger Sender von Radio RST geäussert. Nachdem das Schneechaos im November 2005 den rechten Kanal irgendwie abgeschaltet hat, sendet Radio RST nach etwa zwei Wochen normalem Stereo-Betrieb nun ohne den linken Kanal. Dank der schnellen Bearbeitung dürfte der Fehler im Februar 2008 behoben sein

Orkantief Kyrill

Ungewöhnlich ruhig ist es derzeit draussen. Da mag man gar nicht so recht an die Unwetterwarnungen im Radio und im Web glauben. Dennoch ist Orkantief „Kyrill“ unterwegs zu uns. Nach Meteorologenangaben soll Kyrill der stärkste Sturm seit Jahren werden. Auch für den Raum Osnabrück hat der Deutsche Wetterdienst eine Unwetterwarnung herausgegeben:

Kyrill

Demnach dürfte es ab heute Mittag sehr stürmisch werden, auf n-tv.de raten Experten das Haus am Besten nicht zu verlassen. Erwartet werden Windgeschwindigkeiten zwischen 120 und 150 km/h, in den Alpen sogar Boen bis zu 200 km/h. Da ist mir etwas Schnee schieben und Eis kratzen definitiv lieber…

Nachwehen

Eine unruhige Nacht liegt hinter mir. Der heftige Sturm hat mich in regelmässigen Abständen mit Jalousienklappern und Heulen aufgeweckt. Der Deutsche Wetterdienst spricht allerdings nicht mehr von einem Sturm, sondern von einem Orkan. In den vergangenen 24 Stunden sind Böen mit Geschwindigkeiten von 110 km/h und mehr über uns hinweg gefegt. Der Spuk ist allerdings noch nicht vorbei. Für die Küsten und die Mittelgebirge gelten nach wie vor Unwetterwarnungen, die vor orkanartigen Böen warnen.

In Hamburg rechnen die Wetterdienste derzeit sogar mit einer schweren Sturmflut…

Die heftigen Winde werden uns wohl noch bis Sonntag begleiten. Na dann: Gute Nacht.