Stürme überstanden

Seit gefühlt vier Wochen wechseln sich Sturm und Regen ab über Südwestniedersachsen. Okay, es war zwischenzeitlich auch mal kalt und ruhig, gefühlt leben wir aber seit Weihnachten in einer Mischung aus Regen und Sturm. Die letzten Sturmtiefs Marita, Ruzica und Susanna waren gleichzeitig eine Art Feuerprobe für meine DVB-S-Anlage. Überlebt sie die Stürme? Wie ist der Empfang bei Sturm?

Die Antenne steht zwischen zwei Häusern. Hier entwickelt der Wind ein Eigenleben und wenn irgendwo in Osnabrück eine Schneeverwehung ist dann garantiert dort. Schon bei starkem Wind bewegt sich die Satellitenantenne um ein paar Zentimeter nach links und rechts. Der Empfang bleibt jedoch konstant. Lediglich bei den BBC-HD-Transpondern konnte ich bei Windböen Aussetzer beobachten, 28,2° Ost wird aber auch nur schielend angepeilt. Alle anderen Sender auf den Positionen 19,2°, 23,5° und 13° sowie die SD-Programme auf 28,2° zeigen sich unbeeindruckt von Windböen. Anscheinend habe ich nicht viel falsch gemacht und ein aktueller Sendersuchlauf bietet mir mehr als genug Auswahl an Radio- und TV-Programmen:

So verhält sich übrigens der BBC-HD-Pegel bei mir:
BBC Two HD 28,2°Zum Vergleich das ZDF auf 19,2°C:
ZDF Astra 19,2°Omrop Fryslân TV (23,5°) Omrop Fryslân TV 23,5°  4 Fun Fit & Dance (13°)4 Fun Fit & Dance Hotbird 13°

Als Empfänger nutze ich seit Anfang Oktober einen Edision OS mini S2. Das Gerät arbeitet mit Linux, lässt sich per Browser bedienen und ich habe eine Festplatte angeschlossen, auf die ich via FTP oder über eine normale Netzlaufwerkverbindung zugreifen kann. Über dieses Gerät schreibe ich in Kürze noch ein paar Zeilen. Ich bin jedenfalls froh, dass die Satellitenanlage die Stürme heil überstanden hat und auch bei schlechtem Wetter ein gutes Bild auf den Fernseher zaubert.

Update Sat-Anlage

Vor einigen Wochen hatte ich ja ein paar Zeilen zu meiner neuen DVB-S-Anlage geschrieben. In der Zwischenzeit sind einige Schauer mit Starkregen über Osnabrück hinweggezogen und haben mir den Empfang verhagelt. Betroffen davon waren nicht nur die „schielenden“ Positionen 13.0° und 28,2°, sondern auch etliche Transponder auf 19,2°. Darf bei einem solchen Durchmesser eigentlich nicht sein.

Ich habe meinen Comag SL40 HD daher an eine Anlage angeschlossen, mit der es nach eigenen Angaben des Besitzers auch bei schlechtem Wetter nie oder nur seltenst Probleme gibt. Mein Hauptinteresse lag hier vor allem beim angezeigten Signalpegel. Die HD-Transponder von ARD und ZDF erreichten etwa 83%, Pro7/Sat.1 etwa 70%. Während des Tests zog ein kräftiges Schauer über die Antenne, die Signalpegel sackten um 6-10% ab (bei mir fiel der Pegel bei Starkregen von 46% auf unter 20%, das Bild war somit weg). Der Receiver ist also nicht pessimistisch.

Nach diversen Horrorszenarien (stören etwa Bäume/Gebäude in 30 bis 100 Metern Entfernung?) habe mein Meßequipment zur Sat-Antenne gebracht, den Comag-Receiver direkt an ein LNB abgeschlossen und er zeigte mir in etwa den gleichen Wert an wie in der Wohnung. An der Verkabelung liegt es also schon mal nicht. Ich habe dann die Befestigung der Antenne gelöst, den Spiegel etwas gedreht et voila: ZDF HD kann 73%, Sat.1 66%. Das war nach längerem Testen auch das Maximum. „Super“ dachte ich mir, „jetzt noch schnell die anderen Positionen ausrichten.“ Dabei fiel mir auf, dass ich mit der aktuellen Ausrichtung auf 19,2° im Fokus nur miese Signalwerte erziele. Gerade bei 28,2° fehlten mir ein paar Zentimeter Höhe. „Das wird ja wohl kein Problem sein höhenverstellbare LNB-Halter zu kaufen.“ Zwei Baumärkte und einen Media Markt später habe ich mich dann folgende Lösung entschlossen:

DVB-SDVB-SDVB-SSeither liefern mir nicht nur die Transponder auf 19,2°, sondern auch die auf 28,2° und 13,0° Werte um die 70%:

DVB-SDVB-SDVB-SDVB-SIch bin nun etwas zuversichtlicher, dass die Signale auch bei schlechtem Wetter stark genug einfallen und störungsfreier Empfang gewährleistet ist.