Recycling

Auf dem Dachboden steht seit ein paar Jahren ein Uralt-Computer. Wie das halt so ist: man kauft sich einen neuen und nach dem alten kräht kein Hahn mehr. Also erstmal zur Seite damit, vielleicht kann man ihn ja doch nochmal gebrauchen. Und das ist jetzt passiert. Runtergeschleppt, angeschlossen, funktioniert nicht. Achja, ich hatte mal Arbeitsspeicher ausgebaut. Nachdem ich wieder Arbeitsspeicher eingebaut hatte, startete die Kiste sofort. Es ist übrigens ein Luxus-PC mit Diskettenlaufwerk…
… und CD-Brenner:

Ausserdem verfügt der PC über zwei Festplatten mit einer sensationellen Gesamtkapazität von 8GB.
Hier nochmal ein Blick auf das Herzstück:
Dieses Schmuckstück wird in Kürze eine besondere Aufgabe bekommen. Mehr in Kürze. Und falls noch jemand einen alten und funktionierenden PC verschenken möchte: Bitte melden.

Goodbye, Medion

In den letzten Tagen war es hier relativ ruhig. Das hing nicht nur mit dem Wetter und vielen Terminen zusammen, sondern auch mit einem neuem Computer. Mehr als fünf Jahre lang hat mich die silberne Medion- Micostar-Kiste begleitet. Nach der einen oder anderen Hiobsbotschaft hab ich mich dazu entschlossen die Kiste zu verkaufen.

Die Kiste hat gute Dienste geleistet, ist nun aber für meine (wenigen) Zwecke überholt. Und sie ist tierisch laut. Vermutlich liegt es an der hohen Prozessortemperatur die für das Starten des Ventilators sorgt aber mancher Föhn ist leiser. Also: Das wunderbare Wetter nutzen um Daten zu sichern, das Betriebssystem aufzuspielen und so weiter. Das Ergebnis: Ja, die neue Kiste läuft. Und sie ist leise. Technische Daten erspare ich Euch an dieser Stelle. Ich habe keinen Hochleistungsrechner mit Monstergrafikkarte zum Zocken. Und ich bleibe bei Windows XP:

Windows XP

Vista oder Windows 7 kommen mir erstmal noch nicht auf die Maschine. Es kann natürlich sein dass ich irgendwann meine Meinung ändere, jetzt bleibe ich erstmal bei meinem guten alten XP. Und ich brauche noch einen SATA – IDE-Adapter. Warum soll ich meine gerade mal ein Jahr alte 500 GB-Platte wegwerfen weil die Anschlüsse nicht passen?

Nie wieder Microstar

Vor etwa vier Jahren ich mir in einem Media Markt einen Computer gekauft. „Selbst Schuld“ werden nun vermutlich viele denken aber Ihr wisst ja wie das läuft: Der Nachbar eines Freundes hat einen Bekannten und dessen Golfspiel-Partner hat einen weiteren Freund der wiederum in einer Filiale dieser Elektro-Kette arbeitet. Auf diesem (günstigen) Weg habe ich mir meinen Computer besorgt. Eigentlich war ich mit der Kiste auch zufrieden. Genügend Speicherplatz, zig Anschlüsse für Speichermedien, USB und Audiogeräte, die Geschwindigkeit war okay – die Kiste passt also für meine 08/15-Nutzungen.

Vor zwei Monaten hat der Computer Rauchzeichen von sich gegeben. Nachforschungen haben dann ergeben, dass vmtl. erst die Grafikkarte durchgeschmort ist (der für die Kühlung zuständige Lüfter war voll mit Staub und konnte sich nicht mehr drehen). Daraufhin hat sich auch das Netzteil verabschiedet. Ende vom Lied: Neben Gestank konnte ich die Kiste nicht mehr starten. Das gehört aber wohl zum normalen Verschleiss. Für den Fall der Fälle habe ich dann die Festplatte aus meinem PC in ein externes Gehäuse gesetzt und die Daten gesichert. Allerdings hat die Festplatte während der Datensicherung merkwürdige Geräusche von sich gegeben und Lese- bzw. Schreibfehler produziert. Also habe ich neben Netzteil und Grafikkarte noch schnell eine neue Festplatte mit auf den Einkaufszettel gepackt.

Mein Plan war eigentlich: Netzteil und Grafikkarte tauschen, alte Festplatte raus und durch die neue ersetzen. Ist bei einem „normalen“ Computer auch kein Problem. Die Firma Microstar legt aber den normalen Endkunden (der so wie ich kaum Ahnung von Computern hat) einige Steine in den Weg. Auf der neuen Festplatte liess sich nämlich kein Betriebssystem installieren (weder das Orginal noch ein kurzfristig ausgeliehenes Windows XP Professional). Partitionen erstellen und dem Betriebssystem den richtigen Teil der Festplatte mitteilen war kein Problem. Während des Installationsvorgangs wird man ja mehrfach aufgefordert seinen Computer neu zu starten (bzw. es geschieht automatisch). Nach dem Neustart ist der Rechner jedoch jeweils schon in der XP-Startphase eingefroren und hat sich nicht mehr bewegt. Bei einem erzwungenem Neustart konnte ich zwar von der CD starten und mit der Installation von vorne beginnen, das Ergebnis war jedoch jeweils gleich.

Während der Installation hatte ich genügend Zeit um über das Notebook nach ähnlichen Fällen zu suchen und siehe da: Sobald an einem Microstar-Rechner ein wichtiges Teil ausgetauscht werden soll, stellt sich der Computer quer. Die Teile werden nicht erkannt oder (wie in meinem Fall) es lässt sich kein neues Betriebssystem aufspielen. Irgendwo ist wohl die Info hinterlegt, dass mein Computer NUR mit der alten Festplatte und dem dazugehörigen Betriebssystem arbeiten darf (ich habe zum Kauf auch keine „echte“ Windows XP- sondern nur eine Recovery-CD bekommen). Microstar gehört zum Medion-Konzern. So mancher ALDI-PC-Besitzer wird sich vielleicht über diese Erfahrung freuen.

Wie habe ich das Problem nun gelöst? Ich habe die alte Festplatte im Computer gelassen und mit der Recovery-CD mein altes XP wieder aufgespielt (nachdem ich die alte Betriebssystem-Partition formatiert habe). Im zweiten Festplattenslot sitzt nun die neue Festplatte. Hier werden alle Daten gespeichert. Die Geschwindigkeit ist seither deutlich schneller und auch die Schreibfehler, die beim Sichern immer wieder aufgetreten sind, bleiben bisher aus (toi toi toi). Fakt ist aber auch: Sollte sich an der Kiste etwas Grösseres verabschieden, hole ich mir sicher keinen neuen Media Markt-/Microstar-/Medion-Rechner. Eine positive Seite hatte diese Aktion auch: Ich hatte keine Zeit mich über den Herbst da Draussen aufzuregen 😉