MSN-Messenger soll eingestellt werden

Vor ein paar Jahren war es angesagt Messengerdienste zu nutzen. ICQ, MSN, Yahoo – irgendwie war jeder bei jedem angemeldet. Und durch Multimessenger wie Trillian & Co. hatte man alle aufm Schirm. In den letzten Jahren ist es aber ruhiger bei ICQ & Co. geworden. So ruhig, dass Microsoft offensichtlich den Betrieb seines Windows-Live-Messengers einstellen möchte. Auf sueddeutsche.de heisst es:

Laut Informationen des amerikanischen Technologie-Blogs The Verge stellt der IT-Konzern Microsoft den Betrieb des populären Instant-Messaging-Dienstes Windows Live Messenger ein. Das Programm werde “in den kommenden Monaten” durch Skype ersetzt, schrieb The Verge unter Berufung auf mehrere ungenannte Quellen. Bereits in Kürze werde Microsoft das Ende auch offiziell bekanntgeben. Microsoft wollte den Bericht am Montagabend auf Anfrage von Süddeutsche.de zunächst nicht bestätigen. Der Windows Live Messenger war jahrelang vor allem in Europa populär: Laut Unternehmensangaben kommunizierten noch im Juni 2009 monatlich mehr als 330 Millionen Menschen via Live Messenger. Microsoft hatte den Windows Live Messenger 1999 unter dem Namen MSN Messenger auf den Markt gebracht, 2005 hatte das Unternehmen den Namen geändert.

Diejenigen, die noch vor ein paar Jahren intensiv Messenger genutzt haben, sind nun auf Facebook unterwegs oder tauschen ihre Nachrichten über WhatsApp aus. Microsoft möchte sich künftig verstärkt auf Skype konzentrieren.

Nutzt jemand von Euch noch Messenger-Dienste?

GEMA vs. Youtube – How low can you go?

Es nervt mich schon lange und ich bin mit diesem Frust nicht allein: ich sitze vorm PC, mir schiesst ein Titel durch den Kopf und ich denke mir „mal eben schnell bei Youtube gucken“. Oder ich kämpfe mich durch Playlisten/Charts und möchte mir den dazugehörigen Videclip kurz anschauen. Als Meldung erscheint:

YoutubeYoutube schiebts auf die GEMA, die GEMA spielt den Ball zurück weil Youtube böse ist. Da sich beide Parteien nicht einigen konnten, gab es heute eine Verhandlung vor dem Hamburger Landgericht. Das Gericht hat heute entschieden, dass Youtube künftig jeden Upload prüfen muss, der evtl. die Rechte von GEMA-Mitgliedern verletzt (u.a. nachzulesen auf spiegel.de). Und dabei könnte es so einfach sein: wie wäre es mit einer Kulturflatrate? Jeder zahlt ein paar Euro mehr (z.B. über den jeweiligen Internetprovider), das Geld fliesst an die GEMA und jeder darf Musik runterladen oder Videos gucken bis der Arzt kommt.Und „Arzt“ ist ein gutes Stichwort: Die Ärzte bieten ihr neues Album seit einigen Tagen kostenlos via Youtube an. Trotz ihrer GEMA-Mitgliedschaft haben sie es geschafft dass die Clips auf Youtube nicht gesperrt worden sind. Die Herren von Deichkind sind auch nicht sonderlich gut auf die GEMA vs. Youtube-Streitigkeiten zu sprechen. Auf ihrer Facebookseite hiess es neulich:

DeichkindMir ist bekannt, dass Musiker u.a. auch von GEMA-Einnahmen leben. Trotzdem sollte es jedem Künstler freigestellt sein ob seine Videos auf Youtube & Co. zu sehen sein sollen. Schliesslich leben wir im Jahr 2012 und seit der Erstellung der Verwertungsrechte hat sich eine ganze Menge geändert. Eine solche Sperre ist meiner Meinung nach nicht zeitgemäss. Statt nach Lösungen zu suchen wird erstmal fleissig gesperrt. Dank Proxyserver und Firefox-Plugins kann ich übrigens solche Sperren relativ mühelos umgehen und mir trotzdem gesperrtes Material anschauen.

Recycling

Auf dem Dachboden steht seit ein paar Jahren ein Uralt-Computer. Wie das halt so ist: man kauft sich einen neuen und nach dem alten kräht kein Hahn mehr. Also erstmal zur Seite damit, vielleicht kann man ihn ja doch nochmal gebrauchen. Und das ist jetzt passiert. Runtergeschleppt, angeschlossen, funktioniert nicht. Achja, ich hatte mal Arbeitsspeicher ausgebaut. Nachdem ich wieder Arbeitsspeicher eingebaut hatte, startete die Kiste sofort. Es ist übrigens ein Luxus-PC mit Diskettenlaufwerk…
… und CD-Brenner:

Ausserdem verfügt der PC über zwei Festplatten mit einer sensationellen Gesamtkapazität von 8GB.
Hier nochmal ein Blick auf das Herzstück:
Dieses Schmuckstück wird in Kürze eine besondere Aufgabe bekommen. Mehr in Kürze. Und falls noch jemand einen alten und funktionierenden PC verschenken möchte: Bitte melden.

Megaupload geschlossen

Es wird ungemütlich im Internet. Nachdem Wikipedia & Co. bereits zur Mitte der Woche gegen eine Gesetzesvorlage der us-amerikanischen Regierung mit schwarzen Seiten protestiert hat, wurde nun der Filehoster Megaupload geschlossen.

Megaupload

Staatsanwälte aus dem ach so freien Land der unbegrenzten Möglichkeiten haben nun den Stecker gezogen, weil die Unterhatungsindustrie ein Problem mit diesem und vmtl. auch anderen Filehostern hat. Wer zzt. auf die Seite von megaupload.com geht, wird mit diesem Banner begrüsst:

Das sich auf diesen Plattformen urheberrechtlich geschütztes Material (Musik, Filme, Bücher, Software) befindet, ist sicher keine Neuigkeit. Und dass ich mich als Musiker, Regiseeur oder Programmierer über solche Seiten aufrege, ist sicher auch klar (schliesslich verdiene ich unter Umständen Geld mit meinen Produkten). Allerdings finde ich die Diskussion über das Urheberrecht weit überzogen. Warum sind manche Dinge (Filme, Musiktitel) überhaupt so lange geschützt? Ist es nicht sinnvoller diesen Schutz nach einer bestimmten Zeit (z.B. fünf Jahre) aufzuheben? Theoretisch mache ich mich strafbar, wenn ich mir ein Depeche Mode-Album aus dem Jahr 1982 runterlade. Leute, das ist 30 Jahre her und ich kriegs bei Ebay oder aufm Flohmarkt für nen Euro. Und wenn ich mit die Platte runterlade soll ich eine Strafe bezahlen die im dreistelligen Bereich liegt? Also manchmal…

Um Megaupload ist es schade. Ich nutze ein ähnlich aufgebautes Partnerportal zum Hosten von Daten, damit ich von überall darauf zugreifen kann. Ich könnte mich natürlich auch an die Telekom und die tolle Cloud-Technologie binden. Oder mir Webspace kaufen. Auf der anderen Seite sehe ich das aber nicht ein denn schliesslich nutze ich diesen Dienst nur sporadisch und ausschliesslich für private Zwecke (Upload am Standort A, Download am Standort B). Ich hab heute Abend jedenfalls schon mal die wichtigsten Dateien gesichert falls “mein” Portal auch geschlossen wird.

By The Way: Weiss jemand wie mal den Speicherplatz von Googlemail zum Webspace umstrickt?

Xmarks nervt

Ich möchte dieses Blogzeugs nicht als Ventil für meine schlechte Laune benutzen. Eigentlich habe ich gar keine schlechte Laune. Ein lustiges Wochenende liegt hinter mir (na? kick!fm verpasst? Pech, es gibt keine Podcasts 😉 ), das Wetter ist untypisch warm (19°C Anfang November? Wie geil ist das denn?) und so weiter. Aber es gibt doch eine Sache die mich nervt: Xmarks. Vor nem halben Jahr habe ich dieses System gelobt. In den letzten Wochen zeigte mir die Statusleiste im Firefox immer mal wieder “Synchronisierungsprobleme” an. “Naja, das wird schon” habe ich gedacht. Vor ein paar Tagen habe ich dann meine Bookmarks geöffnet und festgestellt, was bei den Fehlermeldungen offensichtlich passiert ist: Xmarks hat meine Lesezeichen durcheinander gewirbelt und z.B. den Ordner “Lesezeichen-Symbolleiste” ungefähr 60mal in die Liste gepackt. Mindestens genauso oft standen einzelne Links in der Aufstellung. Der gesuchte Link war natürlich weg. Ich habe Xmarks dann direkt deinstalliert, meine Links weitestgehend wieder rekonstruiert und nutze seither die FF-interne Sync-Funktion. Weniger ist manchmal mehr.

Bookmarks

Bookmarks sind ne schöne Erfindung. Man sieht eine interessante Seite, hat aber keine Lust sich das Ganze jetzt anzuschauen. Also abspeichern und morgen lesen. Oder die Adresse der Lieblingsseite ist zu lang. Zu Favouriten hinzufügen und fertsch. Das funktioniert prima, wenn man nur ein Gerät benutzt. Was passiert aber, wenn man zwischen PC, Laptop und Netbook hin- und herturnt? Einige machen sich vielleicht die Mühe und exportieren ihre Lesezeichen auf einen USB-Stick um sie beim nächsten Gerät wieder zu importieren. Ist eine Idee, finde ich aber unkomfortabel.

Im Zeitalter von Clouds kann man das Ganze viel geschickter lösen. Ich bin auf den Dienst xmarks gestossen. Dieses Tool speichert meine Lesezeichen im Netz und synchronisiert bei jedem Browserstart (ich nutze eh zu 98% Firefox, da funktioniert das Tool pirma). Füge ich einen neuen Link in meine Sammlung, hinterlegt das Programm diesen autotmatisch im Web. Gehe ich von einem anderen Gerät aus online, kann ich auch auf diesen Link zugreifen. Voraussetzung ist natürlich, dass xmarks auf beiden Geräten installiert ist. Praktisches und vor allem kostenloses Tool, gefällt mir sehr gut.

Alktest für Benutzung Internet

Wer kennt das nicht: Man kommt besoffen nach Hause, kann noch nicht schlafen und surft nochmal ne kurze Runde im Internet. Am nächsten Tag wundert man sich, welche Spur man auf dem digitalen Highway hinterlassen hat. Dabei sind Tippfehler oftmals das kleinere Problem. Laut bild.de gibt es nun eine Software, die vor der Benutzung von Facebook & Co. die Motorik des Surfers testet. Erst nach dem richtigen Anklicken diverser farbiger Kreise darf man sich in den sozialen Netzwerken austoben. Entwickelt wurde dieses Browser-Plugin von der us-amerikanischen Firma Webroot, es kann kostenlos unter www.socialmediasobrietytest.com heruntergeladen werden.

Wer bisher noch keine alkoholgeschwängerten Peinlichkeiten im Netz hinbterlassen hat, kann sich hier ein paar Anleitungen holen. Und: Don’t Try This At Home.

P.S.: Ich installiere dieses Plug-In defintiv NICHT 😉

10 Jahre UMTS

So ganz dunkel kann ich mich noch an die Wahnsinnsbeträge erinnern, die anlässlich des Verkaufs von UMTS-Lizenzen durch die Nachrichten schwirrten. Aber ist das wirklich schon zehn Jahre her? Was ist nach dem Verkauf passiert? Lange Zeit gar nichts. Erst in den letzten Jahren ist dieser Dienst Dank iPhone & Co. massenkompatibel geworden. Dadurch sind auch die Preise für entsprechende Datentarife bzgl. Datenflatrates in den Keller gegangen. Da ja mitllerweile Hans und Franz mit nem Apfeltelefon oder einem verwandten Gerät durch die Gegend läuft, dürften sich auch irgendwann mal die Lizenzgebühren für diesen Verbreitungsweg rechnen. Durch den Verkauf der UHF-Kanäle (über die bis vor ein paar Jahren analoges Fernsehen verbreitet wurde), lernt UMTS auch auf dem Land wohl irgendwann das Laufen.

Google stellt Street View-Fahrten ein

Meine Lieblingssuchmaschine Google ist ja seit einigen Wochen in den Schlagzeilen. Zunächst wurde kritisiert, dass Google beim Fotografieren von Strassenzügen einfach so Gesichter, Autokennzeichen und weitere Details in seiner Anwendung „Streetview“ veröffentlicht. Okay, der Konzern muss solche Details mittlerweile unkenntlich machen. Dann kam heraus, dass man ganz nebenbei bei den Streetview-Fahrten Daten über Funknetzwerke gesammelt hat – nicht nur in Deutschland sondern auch u.a. in Australien. Wo die Daten nun lagern und was Google damit plant, bleibt wohl vorerst noch ein Geheimnis. Fakt ist für mich auf jeden Fall, dass Google noch unsympathischer geworden ist. Den einen oder anderen negativen Berührungspunkt hatte ich ja bereits. Ihr könnt ja mal danach googlen (har har). Schon erschreckend wie schnell ein Konzern in den normalen Sprachgebrauch gerutscht ist. Gibt es ähnliche Firmen die so oft im Alltag genannt werden? So richtig spannend dürfte es werden, wenn Firmen auf die Idee kommen sämtliche Daten in Cloud-Systemen zu hosten. Ich würde jedenfalls meine geheimen Daten nicht einfach beim Nachbar oder irgendwo auf der Welt liegen lassen…

Urteil zum offenen W-LAN

Vor ein paar Wochen hatte ich an dieser Stelle schon mal das Thema Haftung bei offenem W-LAN angeschnitten. Heute hat der Bundesgerichtshof das Urteil zu dem seinerzeit behandelten Fall gesprochen: W-LAN-Besitzer müssen ihr Funknetzwerk mit einem „persönlichen, ausreichend langem und sicheren Passwort“ sichern, damit keine unbefugten Zugriffe erfolgen können. Andernfalls kann ein Funknetzwerkbetreiber abgenmahnt werden, wenn über seinen ungesicherten Anschluss beispielsweise Musik heruntergeladen wird. Gleichzeitig wird die Abmahngebühr für solche Fälle auf maximal € 100,- beschränkt. Anwälte, die jetzt schon tonnenweise Abmahnschreiben durch die Republik schicken, dürften also kaum Freude an diesem Urteil haben.
W-LANWas also, wenn mein Nachbar sein W-LAN nicht sichert oder ich mit meinem neuen W-LAN-Antennenpark die nächste Starbucks-Filiale anpeile und mich dann als Downloader betätige? Hier ist die Rechtslage noch nicht eindeutig. Oftmals wird in einem solchen Fall gegen den Anschlussinhaber entschieden (Sicherungspflicht, gerade bei gewerblichen Anschlüssen), es gab aber auch schon Urteile. Es wird wohl nur noch eine Frage der Zeit bleiben, bis die Betreiber von offenen Funknetzwerken entweder regelmässig zur Kasse gebeten werden oder diesen Dienst komplett einstellen. Ob der Internetcrash heute Nachmittag etwas mit dem Urteil zu tun hatte, kann ich nicht sagen. Ich war interessanterweise übrigens nicht betroffen und konnte ganz normal surfen.