Piratensender stört „unfreiwillig“ 3FM

Am vergangenen Montagnachmittag gab es in der niederländischen Provinz Overijssel einen interessanten Zwischenfall im UKW-Band: Ein Piratensender mischte sich in den Ballempfang des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und störte das Programm von 3FM. Hä?

Von vorne: In Overijssel sind viele Piratensender aktiv. Am vergangenen Montagnachmittag ging der Sender „Firma Nathooln“ auf 97,0 Mhz On Air. Die Sendeantennen waren unweit des Grundnetzsenders „Markelo“ aufgestellt, von dort aus werden u.a. die öffentlich-rechtlichen Radioprogramme mit einer Sendeleistung von 100 kW verbreitet. Normalerweise werden die Grundnetzsender per Richtfunk versorgt. Das Signal aus dem Sendestudio geht also über eine Richtfunkverbindung zu den einzelnen Sendestandorten. Am Montag gab es vermutlich Probleme mit dieser Richtfunkverbindung und am Standort Markelo wurde auf „Ballempfang“ umgestellt. Man empfängt also ein UKW-Signal auf einer bestimmten Frequenz und verbreitet das empfangene Signal auf einer anderen Frequenz. Viele vor allem kleine Senderstandorte arbeiten heute noch nach diesem Prinzip.

In Markelo hat man aufgrund der Richtfunkprobleme 3FM vom Sender Lopik empfangen. Dort wird 3FM auf 96,8 MHz verbreitet. Da in der Nähe von Markelo die „Firma Nathooln“ auf 97,0 MHz auf Sendung war, hat man neben 3FM auch noch den Piraten empfangen und auf 96,2 MHz wieder ausgestrahlt. Auch der Sender Smilde (88,6 MHz) wurde zu diesem Zeitpunkt über Ballempfang gespeist. Er empfing das Signal aus Markelo und auch dort wurde der Mischmasch aus 3FM und Firma Nathooln verbreitet.

Der Spuk dauerte etwa fünf Minuten. Danach wurde wohl auf eine andere Zuführung gewechselt. Die Jongens von der Firma Nathooln haben sich sicher über dieses grosse Sendegebiet gefreut. Und Coen & Sander haben diese “Störung” direkt in ihre Show eingebaut:

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