Tunesien 2007 – Teil 3

Neben der Tour in Richtung Südtunesien haben wir einen Tagesausflug in den Norden unternommen. Erste Station dieser Reise war die Hauptstadt Tunis.

Tunis

Sie gehört zu den ältesten Städten am Mittelmeer und hat knapp 740.000 Einwohner (im Großraum Tunis leben ca. 1,6 Millionen Menschen). Sie existierte bereits 900 v. Chr. und hat eine ebenso wechselhafte Geschichte wie Tunesien selbst hinter sich. Franzosen, Türken, Spanier haben hier ihre Spuren hinterlassen, seit der Unabhängigkeit Tunesiens von Frankreich (1956) ist sie Regierungssitz.

Unsere Tour führte uns direkt vor das Rathaus und den Sitz des Premierministers Zine el-Abidine Ben Ali.

TunisBlick auf das Rathaus von Tunis
Tunis
Tunis
Tunis

Von dort aus haben wir den Souk besichtigt. Ein „Souk“ ist nichts anderes als eine überdachte Gasse, in dem vor allem Handwerker ihre Produkte anbieten. Daher findet man dort viele traditionelle Dinge wie Goldschmiede, Schmuck- und Lederwaren, Kleintiere oder Gewürzhändler. Aber auch T-Shirts und Elektronikprodukte werden mittlerweile im Souk von Tunis angeboten.

TunisSouk in TunisSouk in TunisTunisTunisBlick auf Tunis, im Hintergrund die Universität
Tunis

Weiter ging es zum Nationalmuseum von Bardo. Es liegt im Stadtteil Le Bardo und besitzt die weltweit bedeutendste Sammlung römischer Mosaiken. Es ist schon sehr beeindruckend was man aus Mosiksteinen so alles machen kann.

Museo Nazionale del BardoMuseo Nazionale del BardoMuseo Nazionale del BardoMuseo Nazionale del BardoMuseo Nazionale del BardoMuseo Nazionale del BardoMuseo Nazionale del Bardo

Nach dem Besuch im Museum ging es in Richtung Osten nach Karthago. Auch dieser Ort wurde etwa im 9. Jahrhundert v. Chr. (etwa 814) gegründet. Der Legende nach floh einst die phönizische Prinzessin Elissa vor ihrem machtgierigen Bruder und landete an der afrikanischen Nordküste. Der dort ansässige Häuptling versprach ihr so viel Land wie sie mit einer Kuhhaut umspannen könnte. Daraufhin schnitt Elissa die Kuhhaut in dünne Streifen und markierte so ein grosses Stück Land. Zwischen dem 4. und dem 3. Jahrhundert v. Chr. wurde Karthago durch den Seehandel die reichste Stadt im Mittelmeerraum, 400.000 Menschen wohnten hier seinerzeit. 146 v. Chr. eroberten die Römer Karthago und durch den Handel mit Getreide und Töpferwaren wuchs Karthago zur drittgrössten Stadt im Römischen Reich heran (nach Rom und Antiochia). Aus dieser Zeit stammen auch die Überreste der Antoninus-Pius-Thermen. Sie und weitere Ausgrabungsorte gehören seit 1979 zum Weltkulturerbe.

KarthagoKarthagoKarthagoKarthagoKarthagoKarthagoKarthago

Das ehemalige Badehaus lag direkt am Meer und war mit einer Ausdehnung von etwa 200 Metern die grösste Thermenanlage ausserhalb Roms. Die Gebäude wurde im 11. Jahrhundert n. Chr. von Nomaden zerstört aber selbst die Ruinen zeigen, wie beeindruckend die Anlage gewesen sein muss.

Letzte Station war ein Abstecher in das Künstlerdorf Sidi Bou Saïd nordöstlich von Tunis. Markenzeichen dieses Ortes sind die weissen Häuser mit ihren blauen Türen. Verantwortlich für dieses Markenzeichen sind die Mauren, die sich im 16. Jahrhundert in ganz Nordtunesien niederliessen. Anfang des 20. Jahrhunderts liessen sich in Sidi Bou Saïd viele Künstler nieder und auch heute noch treffen sich viele Künstler (und natürlich Touristen) in den verwinkelten Gassen des alten Dorfes oder im Café des Nattes um den Ausblick über das Dorf bzw. den Golf von Tunis zu geniessen.

Sidi Bou SaïdSidi Bou SaïdSidi Bou SaïdSidi Bou SaïdSidi Bou SaïdSidi Bou SaïdSidi Bou SaïdDiese Tür dürfte eine Ausnahme sein

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