Amokfahrt am Koninginnedag in Apeldoorn

Heute Mittag ist ein 38jähriger Niederländer mit seinem Auto und hohem Tempo in eine grosse Menschenmenge gerast. Zu diesem Zeitpunkt fand der alljährliche „Koninginnedag“ statt (der niederländische Nationalfeiertag an dem unsere westlichen Nachbarn den Geburtstag der ehemaligen Königin Juliana feiern). Traditionell gibt es an diesem Tag landesweit Veranstaltungen, die offizielle Feier fand in diesem Jahr in Apeldoorn statt.

Gegen 11.50 Uhr durchbrach ein Suzuki Swift die Absperrungen in der Nähe vom Palast „Het Loo“ und raste auf die Strasse, auf der kurz zuvor die Königsfamilie in einem offenen Bus an den jubelnden Menschen vorbei gefahren ist. Der Suzuki hat mehrere Menschen erfasst und mitgeschleift. Nach dem aktuellen Stand der Dinge wurden durch diesen Anschlag fünf Menschen getötet und zwölf teilweise schwer verletzt. Unter den Verletzten ist auch der 38jährige Fahrer des Wagens Karst T.. Das Fahrzeug kam an einem Denkmal zum Stehen. Da er mit hohem Tempo in die Menschenmenge gefahren ist, war dieser Vorfall kein Versehen.

Was treibt Menschen zu solchen Aktionen? Eine bessere Publicity hätte sich der Täter nicht aussuchen können. Zig Fotografen und Fernsehteams vor Ort, der Anschlag wurde live im TV übertragen.

Nach dem Anschlag wurden die Feierlichkeiten zum Koninginnedag abgesagt, die Flaggen in den Niederlanden wehen auf Halbmast. Unfassbar…

Kleines Rätsel

Auf diesem Bild befinden sich ein legendärer Technics 1210 und meine Plattentasche (in die aber nur CDs passen):

Wer die richtige Auflösung weiss, kann sich freuen und hat nichts gewonnen. Ich freue mich jedenfalls über meine Tasche 🙂

Sportwetten

Von Fussball bzw. Sport im Allgemeinen habe ich ja bekanntlich gar keine Ahnung. Trotzdem habe ich es mir in den Campuscharts nicht nehmen lassen mit „Sportplatz“-Moderator Thorsten eine kleine Wette abzuschliessen:


Der VfL Osnabrück hat am Montagabend gegen Hansa Rostock gespielt. Ich selbst mag Mecklenburg-Vorpommern sehr gern und die Leute die ich dort kenne sympathisieren mit Hansa Rostock. Auch die OSTSEEWELLE berichtet viel über den Fussballverein aus der Hansestadt. Da ich aber in Osnabrück wohne und bei einem Osnabrücker Lokalsender moderiere, war ich natürlich in einer Zwickmühle.

Das Spiel ist übrigens 0:0 ausgegangen. Wie wir aus der Wette herauskommen, hört Ihr am 11.05.2009 ab 19.00 Uhr auf OSradio.

Favourite Five 13/2009

Hier meine Favourite Five für diese Woche:

01. Basement Jaxx – She’s No Good
02. The Qemists feat. Jenna G – On The Run
03. Camera Obscura – French Navy
04. Calvin Harris – I’m Not Alone
05. Miss Kittin & The Hacker – 1000 Dreams

Morgen Abend ab 19.00 Uhr bin ich nach ein paar Wochen Pause ausserdem wieder in den Campuscharts auf OSradio zu hören. Los gehts um 19.00 Uhr.

Wir hören uns!

Sony XDR-S3HD

Vermutlich habe ich es in den letzten fast fünf Jahren zigfach angekündigt und nun löse ich das Versprechen ein: Ich stelle nun das erste meiner Radiogeräte vor, mit denen ich das UKW-Band nach Überreichweiten abgrase. Los gehts mit meinem neusten Einkauf: Sony XDR-S3HD. Dieses Gerät wird nur für den us-amerikanischen Markt produziert (ja mit 110V-Stecker!) und ist daher nicht im nächsten „Wir hassen teuer“-Markt zu bekommen.

Sony XDR-S3HD

Highlight an diesem Empfänger ist ein sog. „DSP-Filter“. DSP steht für Digital Signal Processing und ist kurz gesagt ein computergesteuerter Filter. Er „konzentriert“ sich auf die eingestellte Frequenz und rechnet Störgeräusche raus. Mehr dazu später. Der Sony XDR-S3HD gehört mit zu den ersten Geräten mit DSP, mittlerweile werden aber auch portable Geräte mit dieser Funktion angeboten.

Design:
Optisch ist das Gerät wie eine Zigarrenschachtel mit Dreh- und Druckknöpfen sowie einem Display. Es ist in rotbrauner Holzoptik gehalten, die Bedienelemente sind dunkelgrau.

Sony XDR-S3HDSony XDR-S3HD

Auf der Unterseite befindet ein geräuscharmer Lüfter, der das Innenleben des Gerätes kühlt. Die Displaybeleuchtung ist in hellblau gehalten, die Abdeckung der Lautsprecher auf der Vorderseite sind dunkelgrau. Man kann das Gerät problemlos in die eigenen vier Wände stellen, es liegt optisch irgendwo zwischen retro und modern.

Funktionen
Der Sony XDR-S3HD verfügt über ein UKW- (87,5 – 108,0 MHz) und ein Mittelwellenband (530 – 1710 kHz). Zusätzlich lässt sich mit diesem Gerät „HD-Radio“ empfangen. HD-Radio ist eine Möglichkeit digital komprimierte (zusätzliche) Radioprogramme zu verbreiten. Im Gegensatz zum Standard „DAB“ werden die Programme nicht über zusätzliche Frequenzen verbreitet, sondern im Huckepack-Verfahren über das jeweilige UKW-Signal. HD Radio wird aber aktuell nur in den USA ausgestrahlt (abgesehen von einzelnen Tests in Europa). Die Funktion kann man aktuell also nicht nutzen. Speicherplätze, Lieferumfang und ähnliche Details verschweige ich an dieser Stelle.

Sony XDR-S3HDStartbildschirm
Sony XDR-S3HD
Sony XDR-S3HD
Radiotext als einzelne Zeile
Sony XDR-S3HD
Sony XDR-S3HD
Radiotext als Volldisplay-Anzeige

Empfangseigenschaften
Die ausserordentliche guten Empfangseigenschaften sowie die Trennschärfe waren für mich der Grund dieses Gerät zu kaufen. Das UKW-Band ist mittlerweile sehr dicht belegt, im Umfeld von stark einfallenden Sendern ist in der Regel nichts zum empfangen. Wir nehmen mal als Beispiel die Frequenz 89,2 MHz (ist hier in Osnabrück belegt mit NDR 2). Der Sender breitet sich abhängig vom Empfänger aus zwischen 88,9 und 89,7 MHz. Auf diesen Frequenzen ist also eigentlich nichts zu hören. Empfänger mit guter Trennschärfe grenzen die 89,2 aber ein und machen beispielsweise 89,0 RTL (89,0 MHz) oder RTV Oost (89,4 MHz) hörbar. Mit anderen Geräten kann man beispielsweise auf 89,3 MHz Bremen 1 oder hr 3 empfangen. Diese Stationen werden aber vom stark einfallenden NDR 2 überlagert bzw. angekratzt (Nachbarkanalstörungen). Das DSP soll diese Störungen jedoch „rausrechnen“ und ein klares (hörbares) Signal bieten. Das macht das Gerät auch ganz ordentlich. Ich konnte in meinen ersten Tests neben dem genannten NDR 2 sowohl Bremen 1, hr 3 und Radio Sauerland hören. Sobald z.B. das Signal von Radio Sauerland eine bestimmte Feldstärke erreicht hat, rechnet das Gerät die Störgeräusche heraus und man kann gut verständlich den Regionalsender hören.

Das Gleiche gilt für den Vergleich Radio 21 (95,3 MHz) und Antenne Münster (95,4 MHz). Radio 21 ist bei mir Ortssender und das Signal ist recht laut. Antenne Münster ist nicht wirklich schwach, geht aber oft in den Störungen von „nebenan“ unter. Auch hier rechnet das DSP den Störer „weg“.

So richtig zufrieden bin ich mit dem Gerät allerdings nicht, ich hatte mir ehrlich gesagt mehr Empfänge erhofft. Okay, das Gerät habe ich erst wenige Tage in Betrieb aber alles was ich bisher empfangen konnte, schafft auch ein mobiler Empfänger mit entsprechend schmalen (nachgerüsteten) Filtern. Ich habe das Gerät bisher nur mit der mitgelieferten Dipol(draht)antenne benutz, mit einer grösseren Yagi-Antenne ist sicher mehr zu holen. Vermutlich bin ich doch eher der Typ für mobile Geräte und glücklicherweise schiessen in diesem Bereich viele Empfänger mit DSP-Technik aus dem Boden.

Luistercijfers Februar – März

Vor wenigen Minuten wurde auf radio.nl die Einschaltquoten der niederländischen Radiosender veröffentlicht. Im Zeitraum Februar-März 2009 sahen sie wie folgt aus:

01. Radio 538: 11.1% (10.6%)
02. Radio 2: 10.7% (10.8%)
03. Skyradio: 9.1% (9.2%)
04. Radio 3FM: 7.9% (7.7%)
05. Radio 1: 7.0% (7.1%)
06. Q-Music: 6.9% (6.9%)
07. Veronica: 5.6% (5.8%)
08. 100%NL: 3.0% (2.9%)
09. Radio 10 Gold: 2.6% (2.7%)
10. Radio 5: 2.5% (2.3%)
11. Arrow Classic Rock: 2.3% (2.7%)
12. Classic FM: 2.2% (2.2%)
13. Radio 4: 1.9% (1.9%)
14. Slam FM: 1.8% (1.7%)
15. BNR nieuwsradio: 0.8% (0.8%)
16. Arrow Jazz FM: 0.7% (0.7%)
17. TMF radio: 0.3% (0.3%)
18. Kink FM: 0.3% (0.2%)
19. Radio 6: 0.2% (0.2%)

T-Mobile-Netz ausgefallen

In weiten Teilen Deutschlands ist heute Nachmittag das T-Mobile-Netz ausgefallen. Wieviele Anschlüsse der rund 40 Millionen T-Mobile-Nutzer betroffen waren ist nicht bekannt. Auf der Website des Anbieters ist in einer Presseerklärung u.a. Folgendes zu lesen:

T-Mobile hatte heute einen bundesweiten Ausfall im Mobilfunknetz. Betroffen waren Sprach- und SMS-Dienste. Die Ursache der heutigen Störung im Mobilfunkbetrieb von T-Mobile ist erkannt. Grund war ein Softwarefehler im sogenannten Home Location Register (HLR). Das HLR ist dafür verantwortlich, eine Verbindung zwischen Mobilfunkstation und der zugehörigen Mobilfunknummer herzustellen. Nach einem Zurücksetzen des Systems sind seit ca. 19:00 Uhr die ersten Teile des Netzes wieder verfügbar. Das kann vereinzelt zu einer Überlast im Netz führen. Wir gehen davon aus, dass es noch einige Stunden dauern kann, bis das T-Mobile-Netz wieder in gewohnter Qualität für unsere Kunden zur Verfügung steht.

Auch ich konnte heute Nachmittag zwar raustelefonieren, SMS und ankommende Gespräche funktionierten jedoch nicht. Ich bin zwar kein direkter T-Mobile-Kunde, sondern nutze seit einigen Monaten einen Prepaid-Anbieter im selbigen Netz. Mich ruft aber eh keiner an, deswegen hat mich das nicht wirklich gestört. Und früher™ gabs auch keine Handies und wir haben überlebt.

Einen ähnlichen Vorfall gab es vor ein paar Jahren schon mal. Das muss 2001 oder so gewesen sein. An diesem Tag (war übrigens ein Sonntag) hat ein Bagger ein Erdkabel durchtrennt und so das T-Mobile-Netz zwischen dem südlichen Emsland und Herford lahmgelegt. Ich frage mich bis heute warum an einem Sonntag gebaggert gebuddelt wurde.

Favourite Five 12/2009

Nach einiger Pause gibts an dieser Stelle wieder eine aktuelle Übersicht über meine Top 5-Lieblingstitel aka „Favourite Five“:

01. The Qemists feat. Jenna G – On The Run
02. The Dubguru – U Got 2 Know
03. Miss Kittin & The Hacker – 1000 Dreams
04. Paul van Dyk – For An Angel 09
05. Calvin Harris – I’m Not Alone

Urteil gegen The Pirate Bay

Die Administratoren des BitTorrent-Portals “The Pirate Bay” sind heute von einem schwedischen Gericht verurteilt worden. Das berichtet u.a. chip.de. Vorgewurfen wird den Verurteilten, dass sie auf ihren Seiten Anleitungen zum illegalem Download von Musik, Filmen und Software angeboten haben. The Pirate Bay bezeichnet sich selbst als den grössten „BitTorrent-Tracker“ und befindet sich in den Top 100 der meistbesuchten Websites der Welt.Beide Seiten haben im Fall einer Niederlage angekündigt in Berufung zu gehen, das Urteil wird also nicht rechtskräftig. Bis zur endgültigen Verurteilung dürfte also noch einige Zeit vergehen, der Betrieb der Seite dürfte also uneingeschränkt weiter laufen.

Warum ausgerechnet in Schweden dieses Urteil gefällt wurde, weiss ich nicht. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass die Betreiber der Seite aus Schweden kommen. Ich dachte allerdings, dass die Schweden innovativere Ideen bzgl. Filesharing anbieten. Vor etwa einem Jahr hatte der schwedische Internetprovider die Idee einer Musikflatrate ins Gespräch vorgeschlagen. Man zahlt also Summe X zusätzlich an seinen Internetanbieter und darf downloaden wo man möchte (Torrent, E-Mule, Kazaa, Limewire etc.). In Deutschland war Anfang April im Zusammenhang mit dem Streit zwischen Youtube und der GEMA die Kulturflatrate im Gespräch. Meines Erachtens sinnvollere Ideen als Klagen und Strafen und ein guter Weg um die eigentlich geniale Idee des Filesharings salonfähig zu machen.